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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Gutes Neues Jahr

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Gutes neues Jahr !

wünschen wir allen HOLZ VON HIER Netzwerkbetrieben, Partnern, Unterstützern, Förderern, Followern. 

Gottes Segen und Schutz für Sie alle im neuen Jahr!

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Klimaschutz: „Klimakiller Energieverbrauch“

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Bild: Unseren verschwenderischen Umgang mit Energie sieht man sogar aus dem All. Hier ein Bild der NASA (Bild: B&S, gekauft im Touristenshop NASA Center).

Klimakiller Nummer 1 – Energieverbrauch

Klimawandel durch Produktion und Verbrauch von Energie.

Unsere Wirtschaft ist auf Energie und Rohstoffe angewiesen. Der nachhaltige Umgang damit wird immer wesentlicher für die Umwelt, alle Menschen und die Wirtschaft selbst. Gleichzeitig müssen lebenswichtige Güter wie Klima, Wasser, Boden, Biodiversität geschützt werden. Wenn Verteilungskämpfe um Rohstoffe, Wasser, Lebensmittel, Energie zunehmen, sind alle betroffen, Menschen, Umwelt und Wirtschaft. Steigender Welt-Primärenergieverbrauch.

Der Welt-Primärenergiebedarf ist in den letzten 20 Jahren um 30% gestiegen, nicht etwa gefallen.

Der deutsche Energiebedarf hat sich in 20 Jahren um 6% verringert, von möglichen Einsparpotenzialen durch Energiesparen ist dies aber noch weit entfernt (WBGU, 2009). Jedoch nimmt Deutschland dennoch einen Spitzenplatz ein. Etwa 30% des Primärenergieverbrauches fällt im Bereich Verkehr an, etwa 44% verbrauchen Industrie und Gewerbe (BMWi 2009, 2010). Der Primärenergiebedarf der Industrieländer kann stark reduziert und der energiebedingte Treibhausgasausstoß entsprechend gesenkt werden. Lösungen des Energieproblems müssen in der jetzigen Entscheidergeneration gefunden werden.

Erneuerbare Energien (EE) nehmen zu und fossile Energieträger werden knapp

Die statistsiche Reichweite bei gegenwärtiger Förderung liegt für Erdöl bei 40 Jahren, Erdgas bei 60 Jahren und Kohle bei ca. 150 Jahren. Deshalb und auch aufgrund der politischen Förderungen ist der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland in den letzten 10 Jahren um 60% gestiegen und macht heute 10-20% des Gesamtenergiebedarfs aus (je nach Quelle). Es werden v.a. Biomasse, Wasser- und Windkraft genutzt. Gerade die Biomasse hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Allerdings kommt es für eine gute Umweltbilanz auf eine intelligente Kombination der diversen regenerativen Energiequellen an.

Wichtig ist jedoch, gerade bei der Bioenergie Nutzungskonkurrenzen mit (1) Nahrungs-/Futtermittelproduktion, (2) Stofflicher Nutzung und (3) natürlichen Ökosystemen zu vermeiden. Und gerade bei den Agrartreibstoffen auf Basis von Palmöl, Zuckerrohr u.a. ist die Klimawirkung oft sehr fraglich. Diese haben oft ähnlich lange Transporte in ihrem Stoffstrom hinter sich wie fossile Energieträger und werden oft alles andere als klima- und umweltfreundlich gewonnen. Pflanzenöle wie Palmöl für Biodiesel und BHKW (Block-Heiz-Kraft-Werke) gelten als ökologisch sehr bedenklich (WBGU, 2009). Innerhalb der Wissenschaft mehren sich die Stimmen, dass es aus Klimaschutzgründen dringend nötig ist, auf die Nutzung von Agrarenergiestoffen wie Palmöl zu verzichten.

Was Sie tun können

  • Energiesparen ist die größte Energiequelle die wir haben und es ist mehr als dringlich sie wo immer möglich umfassend zu nutzen. Tipps zum Energiesparen gibt es sehr viele bei Umweltverbänden oder Umweltbehörden sowie auch regionalen Landratsämtern. Nutzen Sie diese Tipps, denn Energiesparen schont nicht nur das Klima sondern auch Ihren Geldbeutel.
  • Ressourcen sparen. Jede Form von Produktrecycling ist – in der Regel – auch Energieeinsparung.
  • Gebrauchte Produkte nutzen, Produkte vom Handwerksbetrieb vor Ort reparieren lassen – auch das ist Energieeinsparung.
  • Achten sei beim Einkauf auf haltbare, modulare und reparaturfägige Produkte – auch das ist energiesparen. Ex-und-Hopp-Produkte, das ist sowas von mega-out !!!!
  • Verbrauchsarme Geräte kaufen – achten Sie auf Label wie den BLAUEN ENGEL oder NATURE plus.
  • Auf Produkte mit möglichst wenig Verpackung achten,  auch das ist Energie sparen, denn Verpackungen verbrauchen bei der Herstellung auch Energie.
  • Achten Sie auf Produkte die in Deutschland bzw. Europa hergestellt wurden, denn hier herrschen ganz andere Umweltauflagen an die Produktion als in den anderen Weltregionen, unsere Umweltgesetze sind im Weltvergleich vorbildlich.
  • Jeder findet sicher bei sich zu Hause genug Möglichkeiten um Energie zu sparen. Probieren sie es aus. Werden sie zu ihrem eigenen Energiescout.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier. 


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Nachhaltige Produkte: „Ressourcenschonung von Anfang an“

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Bild: Holzhochhaus aus Holz von Hier. Wände, Decken, Treppenaufgänge aus Kreuzlagenholz, Bodenbeläge aus heimischer B-Eiche, Fassaden aus heimscher Hobelware. Herkunftsnachweis siehe http://www.holz-von-hier.de unter Gebäude (Bild: HvH zur Verfügung gestellt).

Ressourcenschonung von Anfang an

Ressourcenschonung von Anfang an hat zwei wesentliche Aspekte:

  1.  Auswahl von Materialien mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck für Bauteile und Bauten.
  2.  Verwendung recyclingfähiger und wieder verwertbarer Produkte von Anfang an.

(1) Auswahl von Materialien mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck in den Vorketten für Bauteile und Bauten

Ressourcenschonung von Anfang an durch gezielte Materialauswahl. Produkte und Bauteile können oft aus diversen Materialien hergestellt werden. Die verschiedenen Materialien hinterlassen einen jeweils anderen ökologischen Fußabdruck. So werden schon bei Planung und Beschaffung Weichen gestellt, die den gesamten Lebenszyklus betreffen. Hier spielt vor allem der Baubereich eine wichtige Rolle, da er für den größten Teil des derzeitigen Ressourcenverbrauchs verantwortlich ist (Müller & Niebert, 2009; und vgl. EU Kommission in der EU-Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“).

Bautätigkeiten verbrauchen aber nicht nur für Rohstoffgewinnung, Produktion und den Bau selbst Ressourcen, sondern auch für die Entsorgung nach Ablauf der Nutzungsphase. Die Entscheidung von heute beeinflusst damit auch die Ressourceninanspruchnahme künftiger Generationen.

Ein wichtiger Ansatzpunkte ist hier die gezielte Verwendung von Materialien mit geringen Umwelt-Rucksäcken. In aller Regel können hier nachwachsende Rohstoffe punkten. Aufgrund des Mengenpotenzials kommt hier dem Holz eine zentrale Bedeutung zu.

Einsatzmöglichkeiten hierfür gibt es zahllose. Im Hinblick auf die Ressourceninanspruchnahme für Gewinnung und Produktion spielt aber die Herkunft des Holzes und damit verbunden der ökologische Rucksack der Produkte eine entscheidende Rolle. Die Variante mit der besten Umweltbilanz ist die Verwendung von Holz mit möglichst geringer Transportbelastung, wie sie über Holz von Hier nachweisbar ist. Die gezielte Verwendung von Holz mit dem Zertifikat Holz von Hier stellt einen optimalen Beitrag zur Ressourcenschonung dar.

(2) Verwendung recyclingfähiger und wieder verwertbarer Produkte von Anfang an

Verwendung recyclingfähiger und wieder verwertbarer Produkte von Anfang an und Erhöhung der Recyclingquote nach Ende der Lebensphase. Ressourcenschonung fängt schon bei der Planung der zu beschaffenden Dinge oder beabsichtigten Bauvorhaben an.

Sie berücksichtigt nicht nur die Vorketten in der Herstellung des Produkts, sondern umfasst alle Aspekte von der Gewinnung der Rohstoffe an bis hin zu der faktischen Behandlung nach Ablauf von Gebrauch und Nutzung.

Ob ein Produkt bzw. Baustoff nach seiner Hauptnutzung wieder- oder weiterverwendet oder aber recycelt werden kann oder entsorgt werden muss, wird teilweise schon bei Einkauf und Beschaffung bestimmt. Dies gilt insbesondere für den Bereich Bauen.

Ein Anwendungsbeispiel hierfür sind Fenster. Hochwertige Fenster aus PVC, die vergleichbare Leistungen hinsichtlich Stabilität, Haltbarkeit und Dämmung erfüllen, wie gute Holzfenster, sind nicht nur in der Anschaffung nicht billiger, sondern verursachen nach der Nutzungsphase (übrigens erfordert eine möglichst lange Lebensdauer auch bei Kunststofffenstern eine regelmäßige Pflege!) erheblich höhere Kosten durch eine aufwändige Entsorgung. Die Recyclingmöglichkeiten für PVC in Europa sind noch sehr limitiert (aktuell umfassen sie etwa 3% der Produkte). Moderne Holz- oder Holzalufenster hingegen können nach ihrem Gebrauch in der Regel problemlos verwertet werden.

Recycling von Produkten und Verwendung von recycelten Produkten stellt heute immer noch die Ausnahme dar. Beim Einkauf lohnt sich jedoch, wo immer es geht, Recyclingprodukte einzusetzen, da diese neben dem ökologischen Aspekt den Vorzug haben, dass sie oft kostengünstiger sind. Bei Papier ist dies schon Standard, aber es gibt eine Reihe von weiteren Produkten, die bereits aus recycelten Rohstoffen hergestellt werden. Beim Thema Recyclingfähigkeit und Wiederverwertbarkeit der Produkte schneidet das Material Holz optimal ab.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


                           

Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.


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Klimaschutz: „Die Hauptfolgen des Klimawandels“

Washington State Flood
Bild: Überschwemmung. Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen, das sind nur einige Folgen des Klimawandels, die die Umwelt zerstöhren, Menschenleben gefährden und wirklich viel Geld kosten. (Bild: B&S gekauft photocase für Infomaterialien HvH).

Die Hauptfolgen des Klimawandels

Umfassender Klimaschutz muss unbedingt erreicht werden denn die Folgen des Klimawandels sind existenziell: (1) Humanitäre Folgen: der Klimawandel trifft alle, aber die ärmsten Länder zuerst. 2) Der Klimawandel wird teuer – für alle! (3) Extreme Auswirkungen auf Natur und Umwelt..

(1) Humanitäre Folgen: der Klimawandel trifft alle, aber die ärmsten Länder zuerst.

Die von Dürren betroffene Landfläche der Erde hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugenommen, schneller, als dies von Klimamodellen berechnet wurde. Die dramatische Trockenheit 2012 in den USA hat 80% des Ackerlandes betroffen und war die schwerste Dürre seit den 1950er Jahren (Weltbank 2012). Eine Klimaerwärmung um 2 Grad klingt nicht viel, aber im am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen Kontinent Afrika, können 2 Grad Erwärmung einen Ernteausfall bis zu 50% bedeuten. Die Folgen wie Hunger und Migration sind bereits heute in einigen Dürreregionen immer wieder Realität. Jährlich sterben etwa 300.000 Menschen an den Folgen des Klimawandels. Diese Zahl wird bei einem Anstieg um 4°C um Größenordnungen steigen (Weltbank, 2012). Sinkende Ernteerträge, besonders in Afrika und Asien, könnten bedeuten, dass hunderte Millionen Menschen nicht mehr genügend Lebensmittel erzeugen oder kaufen können. In den mittleren bis hohen Breitengraden könnten die Ernteerträge bei moderaten Temperaturanstiegen (2 – 3°C) zwar zunächst zunehmen, dann aber mit stärkerer Erwärmung zurückgehen. Bei 4°C und darüber wird die gesamte globale Lebensmittelproduktion wahrscheinlich ernsthaft beeinträchtigt werden. Steigende Meeresspiegel werden bei einer Erwärmung von 3 oder 4 °C für hunderte von Millionen weiteren Menschen jährliche Überflutungen bedeuten und zu weltweiten Strömen von Klimaflüchtlingen führen. Die Küsten in Südostasien (Bangladesch und Vietnam), auf kleinen Karibik- und Pazifikinseln, aber auch die von großen Küstenstädten in Industrieländern wie Tokyo, New York, Kairo und London werden ernsthaft gefährdet und der Druck für ihren Schutz wird zunehmen. Die Zunahme der Stürme und Orkane durch die Klimaerwärmung weltweit verursacht milliardenschwere Schäden auch in hoch entwickelten Weltregionen wie den USA und Europa. Durch die Erwärmung kommt es zudem zu einer Ausbreitung von Parasiten und Krankheiten, die zuvor in den betreffenden Gebieten nicht vorkamen.

(2) Ökonomische Folgen des Klimawandels – der Klimawandel wird teuer – für alle!

„Der Klimawandel bedeutet eine einzigartige Herausforderung für die Volkswirtschaften: er ist das größte und weittragendste Versagen des Marktes das es je gegeben hat“ (Stern Report, 2006). Ein aktueller Bericht im Auftrag der EU schätzt die jährlichen Schadenskosten durch den Klimawandel europaweit auf jährlich rund 20 Milliarden EUR in den 2020er Jahren, 90 bis 150 Milliarden in den 2050er Jahren und zwischen 600 und 2.500 Milliarden EUR in den 2080ern, abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Treibhausgasemissionen (http://www .climatecost.cc). Hitzewellen wie die 2010 in Europa, als 55.000 Menschen starben und landwirtschaftliche Verluste 15 Milliarden Dollar erreichten, werden bis Mitte des Jahrhunderts zur Tagesordnung gehören. (Stern Report, 2006). Analysen legen den Schluss nahe, dass der Klimawandel bei einer „Business as usual“-Strategie gravierende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben haben wird und dass ohne sofortige erhebliche Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen die Weltwirtschaft Einbrüche von bis zu 20% erfahren wird. Laut Stern Report würde dann das wirtschaftliche und soziale Leben in einem Maße beeinträchtigt sein, wie während der großen Weltwirtschaftskrisen und der Weltkriege, und zwar dauerhaft (Stern Report, 2006). Die Bekämpfung des Klimawandels ist also langfristig gesehen eine vernunftorientierte Wachstumsstrategie, denn je früher wirksam gehandelt wird, desto geringer werden die Kosten sein (Stern Report 2006).

(3) Ökologische Folgen des Klimawandels – extreme Auswirkungen auf Natur und Umwelt.

Eine direkte Folge steigender Kohlendioxidkonzentrationen ist die Versauerung der Ozeane, die einschneidende Folgen für Meeresökosysteme haben wird, mit möglicherweise schlimmen Konsequenzen für die Fischvorräte (Stern Report, 2006). Die Versauerung betrifft insbesondere auch Korallenriffe, die ihr Kalkskelett schlechter bilden und sich im schlimmsten Falle bestehende Korallenriffe gänzlich auflösen können. Sie gehören daher zu den gefährdetsten Lebensräumen. Ein Aussterben ganzer Korallenriffe zieht schwere Konsequenzen nach sich, für die Arten denen die Riffe als Nahrungsquelle dienen und für die Menschen, die Einkommen (z.B. aus Tourismus) daraus beziehen oder auch für den Küstenschutz. Schmelzende Gletscher bringen zunächst ein höheres Überflutungsrisiko und dann stark abnehmende Wasservorräte mit sich, die schließlich ein Sechstel der Weltbevölkerung bedrohen werden, v.a. auf dem indischen Subkontinent, in Teilen von China und in den südamerikanischen Anden (Weltbank, 2012). Durch das Schmelzen des Polareises steigen die Meeresspiegel weltweit an, was ein steigendes Überflutungsrisiko der Küsten und Küstenerosion mit sich bringt. Durch die Erwärmung wird die Existenz des Amazonasregenwaldes, des größten zusammenhängenden Waldgebietes der Erde gefährdet. Dies wiederum würde einen der wichtigsten Motoren des globalen Klimageschehens außer Kraft setzen. Eine Erwärmung des Klimas führt zu veränderten Grundwasserspiegeln, zu häufigeren und stärkeren Wetterextremen mit einer veränderten Verteilung der Regenmengen. Die Erwärmung der Atmosphäre könnte sogar Einfluss auf den Verlauf und die Intensität von Meeresströmungen haben. Würde z.B. der Golfstrom als Teil eines globalen maritimen Strömungssystems, des globalen Förderbands, verändert oder unterbrochen, hätte dies gravierende Folgen für das gesamte Klima in Europa, denn der Golfstrom transportiert etwa 1,5 Petawatt Energie nach Europa. Dies entspricht der Nutzleistung von ungefähr zwei Millionen modernen großen Kernkraftwerken. Ein weiteres Problem stellen zudem Rückkopplungseffekte dar. Durch die Erwärmung und das teilweise Auftauen der Permafrostböden werden große Mengen Methan freigesetzt, einem der wirksamsten Treibhausgase, was wiederum zu einer Beschleunigung der Erwärmung führt.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.


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Nachhaltigkeit: „3 Lebensphasen eines Produktes – auch das Material ist entscheidend“

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Bild: Ein Produkt ist, im Sinne der optimalen Nachhaltigkeit, dann sehr gut, wenn es die Klima-, Umwelt- und Sozialen Wirkungen bei all seinen Lebensphasen berücksichtigt.

Die 3 Lebensphasen eines Produktes – auch das Material ist entscheided

Über die Klima- und Umweltfreundlichkeit eines Produktes entscheiden 3 Lebensphasen:

  • (1) Klima-/Umwelt-Rucksäcke der Vorketten, in einem realen Bilanzraum.
  • (2) Energie, Wasser, Ressourcen, Umweltverbrauch in der Nutzungsphase.
  • (3) Nachnutzung: Verwertung oder Entsorgung.
  • (+) Hinzu kommt noch der Verbraucherschutz.

Klima- und Umweltrucksäcke von Produkten: das Material und die Transporte sind entscheidend

Die Klima- und Umweltrucksäcke der Vorketten von der Rohstoffgewinnung über die Zwischenstufen der Produktion bis hin zu allen Transporten im Stoffstrom bestimmen wesentlich die Klima- und Umweltbilanz eines Produktes. Dies wird bisher viel zu wenig beachtet.

Für die Klima-/Umwelt-Rucksäcke der Vorketten ist die Betrachtung eines realen Bilanzraums wichtig. Wie wurden die Rohstoffe gewonnen, stammen sie aus nachhaltiger Gewinnung oder z.B. aus Raubbau oder Umwelt zerstörerischen Prozessen? Wie hoch sind Transporte im gesamten Stoffstrom („Jogurtbechereffekt“) und damit der Energieverbrauch und Schadstoffausstoß durch Transporte? Wie Ressourcen, Energie, Wasser und Umwelt schonend wurde das Produkt produziert: im gesamten Stoffstrom der Produktion, vom Rohstoff an über alle Zwischenprodukte bis hin zum Endprodukt und nicht nur im letzten Produktionsschritt. Nachhaltigkeit die künftige Generationen mit einbezieht. Hier ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen und ihr sorgsamer und Ressourceneinsparung Umgang mit den Rohstoffen entscheidend. Der Baustoff Holz basiert auf einem nachwachsenden Rohstoff, im Gegensatz anderen Baustoffen.

Nutzungsphase von Produkten: Material und Produkte sind auch hier entscheidend für die Klimafreundlichkeit in der Nutzungsphase !

Bisher konzentrieren sich Betrachtungen zur Klima- und Umweltwirkung eines Produktes auf die Nutzungsphase. Dabei werden aber oft bestimmte wichtige Faktoren gar nicht einbezogen wie z.B. die Langlebigkeit des Produktes oder das Nutzerverhalten. Auch das verwendete Material hat Einfluss auf den Energieverbrauch, was nicht berücksichtigt wird.

Die Energieeinsparung während der Nutzungsphase hängt nicht nur von den technischen Werten der Produkte ab (z.B. Uw-Wert, g-Wert), sondern maßgeblich auch vom Nutzerverhalten (Beispiel 1). Jeder Baustoff hat ein anderes energetisches Verhalten. Das wird heute meist nicht berücksichtigt, so dass Glas, Beton, Ziegel oder Holz einheitlich behandelt werden. Berücksichtigt (z.B. EnEV) wird vor allem die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen (Uw-Wert), nicht erfasst wird die Phasenverschiebung. Dies kann man sich wie eine Badewanne vorstellen, die sich mit Wasser füllt. Irgendwann ist sie voll und das Wasser läuft über. Der Uw-Wert sagt dann nur aus wie viel Energie, bzw. in dem Bild „Wasser“ überläuft, also verloren geht, aber nicht wie viel Volumen die Wanne speichert. Gerade für den sommerlichen Wärmeschutz, aber auch für den Heizenergiebedarf im Winter ist die Phasenverschiebung mindestens so bedeutsam wie der U-Wert).

Beispiel Wohlfühltemperatur.

  • Die Raumtemperatur bei der wir uns wohl fühlen, ist zu einem guten Teil von der Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen abhängig, also von der Innenfläche der Raumwände. Durch die Struktur von Holz ist die Oberflächentemperatur in Durchschnitt 3-4 Grad höher als bei anderen Baumaterialien. So fühlt man sich in einem massiven Holzhaus schon bei etwa 19° – 20°C wohl, in einem Steinhaus muss man in der Regel bis auf ca. 24°C aufheizen. Jedes Grad Raumtemperatur erfordert ca. 6% mehr Heizenergie.
  • Unterschiedliches Energetisches Verhalten von Baustoffen wird meist nicht berücksichtigt. Vergleicht man eine massive Holzwand mit einer Ziegelwand gleichen Dämmwertes, so muss man bei der Ziegelwand aufgrund der höheren Wärmeaufnahmefähigkeit erst einmal die Wand aufheizen, wonach diese die Wärme dann auch kontinuierlich wieder abgibt. Eine massive Holzwand dagegen nimmt die Wärme schlechter auf, so dass man nur die Raumluft erwärmen muss. Die Reaktionszeit des Beheizens der Räume ist schneller. Ein massives Holzhaus kühlt deshalb auch im Winter bei ausgestellter Heizung über Nacht weniger aus und im Sommer dringt die Hitze von außen weniger ein.

Nachnutzung oder Entsorgung von Produkten: gerade hier ist das Material, das Produkt entscheidend.

Auch die Nachnutuzung ist entscheidend für die Umweltwirkung eines Produktes. Kann das Produkt wieder verwertet oder umgenutzt werden? Kann das Produkt recycelt werden? Oder muss es entsorgt werden? In dieser Produktlebensphase können enorme Umweltschädigungen und auch Folgekosten entstehen. Dies wird meist nicht bedacht.

Ein Großteil des eigentlichen Bauabbruches (ohne Straßenabbruch und verunreinigtem Bodenaushub) sind heute sortierte Abbruchabfälle aus Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, die teilweise bereits gut verwertet werden. Gemischte Bauabbruchabfälle machen etwa 10% aus, der Rest teilt sich auf in Holz, Glas und Kunststoffe, Dämmmaterial mit gefährlichen Stoffen, Asbesthaltige Baustoffe, Baustoffe auf Gipsbasis. Holz wird heute nahezu zu 100% verwertet (keine Entsorgung). Die Entsorgungsrate bei Kunststoffen hängt von der Art des Kunststoffes ab (Beispiel bei PVC-Fenstern > 97%). Bei „Dämmmaterial mit gefährlichen Stoffen“ wie künstlichen Mineralfasern liegt die Verwertungsrate bei < 10% bzw. die Entsorgungsrate bei > 90% (alte Mineralwolle). Asbesthaltige Baustoffe/Dämmstoffe dürfen wegen des Krebsrisikos in der EU nicht mehr verwendet werden (Entsorgungsrate 100%). Diese Materialien werden in der Dämmung heute durch geschäumte Kunststoffe wie EPS („Styropor“) oder PU (Polyurethan) ersetzt. Eventuell sind sie das Entsorgungsproblem von morgen und bei Bränden ist gerade Polystyrol sehr gefährlich. Die Entsorgungsrate für „Baustoffe auf Gipsbasis“ (z.B. Gipsfaser-/kartonplatten) ist mit ca. 90% ebenfalls noch hoch. Gemischte Bau-/Abbruchabfälle werden zu 80 – 90% auf der Deponie entsorgt. Holz: zu 100% verwertet ! Altholz kann heute nicht mehr als Abfall bezeichnet werden, sondern ist ein wichtiger Sekundärrohstoff. Mehr Holzbau, mehr Naturdämmstoffe mehr Holz im Innenausbau würde ein essentielles Nachhaltigkeitsproblem bei Baustoffen lösen: Verwertung statt Entsorgung!

Verbraucherschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte: das Material entscheidet mit

Die Tatsache, dass Verbraucherschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte auch auf den eingesetzten Materialien und Produkten beruhen, findet bei nachhaltiger Beschaffung noch zu wenig Beachtung.

Für die Gesundheitsverträglichkeit von Baustoffen beispislweise sind zwei Aspekte wichtig: die Gesundheitsbelastungen durch Emissionen (1) in der Nutzungsphase und (2) im Brandfall.

In beiden Fällen ist Holz optimal gesundheitsverträglich. Die meisten Menschen sterben bei einem Brand nicht durch einstürzende Gebäudeteile sondern durch das Einatmen giftiger Brandgase … und … jedes (!) Gebäude brennt und fast jeder Baustoff.

Verbraucherschutz = Information! Rechtlich ist Verbraucherschutz geregelt über das BGB (Bürgerliche Gesetzbuch). Ein Problem des gesetzlich geregelten Verbraucherrechtes ist es dieses auch juristisch durchzusetzen. Deshalb hat Verbraucherschutz zunehmend mehr mit Information vor (!) dem Kauf eines Produktes zu tun, so dass der Verbraucher in die Lage versetzt wird angemessen zu entscheiden.

 


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Klimaschutz: „Die Hauptursachen des Klimawandels“

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Bild: Unsere Atmospähre heizt sich immer mehr auf – das ist von uns Menschen gemachte Klimaveränderung. Zum Jahreswechsel 2015/2016 wurden selbst an den Polkappen, den Regionen des „ewigen Eises“, zeitweise „Rekord“-Temperaturen von +10 Grad Celsius gemessen! Das hielt Gott sei dank nicht lange an und war (noch) die Ausnahme. (Bild: B&S gekauft photocase für Infomaterial HvH).

Die Hauptursachen des Klimawandels

Die anthropogenen, menschengemachten, Antreiber des Klimawandels sind vielfältig, allerdings lassen sich drei Hauptfaktoren darstellen, die maßgeblich für die Erwärmung verantwortlich sind. (1) Energieverbrauch und Produktion. Bekanntermaßen haben hier Produktion (z.B. Kraftwerke) und „Verbrauch“ von Energie (in Form von Brennstoff, Treibstoff, Elektrizität) einen elementaren Anteil. Auf diesen Sektor konzentrieren sich bisher auch die meisten der Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel. Daher stellen Energiesparmaßnahmen, Optimierung der Dämmung sowie Beschaffung von verbrauchsarmen Produkten wichtige Maßnahmen in der öffentlichen Beschaffung dar. (2) Primärwaldabholzung. Neben dieser allseits bekannten Ursache für den Klimawandel haben aber auch zwei andere Faktoren eine entscheidende Rolle: (2) die Freisetzung von CO2 durch die Abholzung von tropischen und borealen Primärwäldern. (3) Transporte. Eine dritte Hauptursache ist der rasant ansteigende globalisierte Verkehr, insbesondere von Gütern.

Klimakiller Nummer 1 – Energiverbrauch

Klimawandel durch Produktion und Verbrauch von Energie. Unsere Wirtschaft ist auf Energie und Rohstoffe angewiesen. Der nachhaltige Umgang damit wird immer wesentlicher für die Umwelt, alle Menschen und die Wirtschaft selbst. Gleichzeitig müssen lebenswichtige Güter wie Klima, Wasser, Boden, Biodiversität geschützt werden. Wenn Verteilungskämpfe um Rohstoffe, Wasser, Lebensmittel, Energie zunehmen, sind alle betroffen, Menschen, Umwelt und Wirtschaft.

Was Sie tun können

  • Energiesparen ist die größte Energiequelle die wir haben und es ist mehr als dringlich sie wo immer möglich umfassend zu nutzen. Tipps zum Energiesparen gibt es sehr viele bei Umweltverbänden oder Umweltbehörden sowie auch regionalen Landratsämtern. Nutzen Sie diese Tipps, denn Energiesparen schont nicht nur das Klima sondern auch Ihren Geldbeutel.
  • Ressourcen sparen. Jede Form von Produktrecycling ist – in der Regel – auch Energieeinsparung.
  • Gebrauchte Produkte nutzen, Produkte vom Handwerksbetrieb vor Ort reparieren lassen – auch das ist Energieeinsparung.
  • Achten sei beim Einkauf auf haltbare, modulare und reparaturfägige Produkte – auch das ist energiesparen. Ex-und-Hopp-Produkte, das ist sowas von mega-out !!!!
  • Verbrauchsarme Geräte kaufen – achten Sie auf Label wie den BLAUEN ENGEL oder NATURE plus.
  • Auf Produkte mit möglichst wenig Verpackung achten,  auch das ist Energie sparen, denn Verpackungen verbrauchen bei der Herstellung auch Energie.
  • Achten Sie auf Produkte die in Deutschland bzw. Europa hergestellt wurden, denn hier herrschen ganz andere Umweltauflagen an die Produktion als in den anderen Weltregionen, unsere Umweltgesetze sind im Weltvergleich vorbildlich.
  • Jeder findet sicher bei sich zu Hause genug Möglichkeiten um Energie zu sparen. Probieren sie es aus. Werden sie zu ihrem eigenen Energiescout.

Klimakiller Nummer 2 – Primärwaldabholzung in tropischen und borealen Ur-Wäldern

Etwa 1/3-tel der Landfläche unserer Erde sind mit Wäldern bedeckt, ca. 4 Billion Hektar (WBGU, 2009, FAO, 2011). Etwa 64% der Weltwaldflächen sind heute bewirtschaftete Wälder, nur noch 36% sind Primärwälder, also Urwälder. Dennoch haben gerade diese fundamentale Bedeutung für den Klimaschutz, sie gehören zu den größten CO2-Senken unserer Erde. An den letzten Primärwäldern der Erde, in borealen und tropischen Regionen finden immer noch massive Landnutzungsänderungen und Zerstörung von natürlichen Lebensräumen statt. Kaum ein anderer Ökosystemtyp ist so starken von Menschen gemachten Veränderungen unterworfen. Seit Beginn der Welt-Klimaverhandlungen 1990 bis heute, hat die Weltwaldfläche um >234 Mio. Hektar abgenommen, 90% in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ländern mit tropischen Primärwäldern. In Europa hat die Waldfläche von 1990 bis 2010 in Summe um 5,3 Mio. Hektar zugenommen (FAO, 2011).

Primärwaldshcutz ist Klimaschutz und alle nationen ohne Primärwälder müssten den Nationen mit verbliebenden Primärwäldern deren Schutz bezahlen. Nur so wären diese Wälder letztlich zu erhalten. Die Weltgemeinschaft hat sich immer noch nicht entschließen können diesen Schritt konsequent zu gehen. Der Primärwaldschutz war ursprünglich im Kyotoprozess leider nicht beschlossen worden und heutige Ansätze wie REDD greifen bei weitem zu kurz oder werden zu zögerlich umgesetzt.

Was jeder tun kann

Das einzige was wir als Konsumenten hier in Europa sonst noch tun können ist …

  • Auf Holz aus Primärwäldern zu verzichten und auf Produkte aus heimischen Wäldern (die seit jahrhunderten nahchaltig bewirtschaftet werden) zurückzugreifen. Achten Sie hierbei auf Label und Herkunftsnachweise wie HOLZ VON HIER.
  • Auf Raubbauholz zu verzichten: achten Sie bei Importen immer auf Label wie FSC oder PEFC.
  • Auf Produkte mit Palmöl verzichten, denn Palmölplantagen sind heute der Primärwaldkiller Nummer 1.

Klimakiller Nummer 3 – Transporte

Klimawandel durch lange Transporte im Stoffstrom: Globale Warenströme. Der globalisierte Verkehr bildet die drittgrößte Quelle für Treibhausgase, die den Klimawandel bewirken. Der weltweite Handel mit Waren und Rohstoffen steigt in rasantem Tempo. Dies ist in mancher Hinsicht sicherlich eine Notwendigkeit, insbesondere bei speziellen Gütern oder Rohstoffen, die ein begrenztes Herkunftsgebiet aufweisen. Fragwürdiger werden solche Transporte bei Rohstoffen, Gütern und Produkten, die im Prinzip in allen Teilen der Welt gleichermaßen vorkommen. Die Beispiele sind zahllos, von Nordseekrabben, die in Afrika gepult und dann wieder in Norddeutschland verkauft werden, über Fleisch für Fertiggerichte, das tausende von Kilometern im Stoffstrom zurücklegt, bis hin zu Buchenrundholz aus Deutschland, welches nach China verschifft und dort zu Möbelgestellen verarbeitet wird, aus denen wiederum nahe am Wuchsort Polstermöbel gefertigt werden. Transporte sind bisher der einzige Sektor innerhalb der EU, in dem bisher keine CO2-Einsparmaßnahmen erzielt werden konnten. Ein wachsender Anteil der globalen Warenströme ist von Bedarf und Wirtschaftswachstum abgekoppelt und viele Warenströme sind nicht durch gestiegenen Bedarf bedingt. Ein wachsender Anteil der globalen Warenströme ist daher vom Bedarf überflüssig.

Was jeder tun kann

Fragen Sie beim nächsten Produktkauf nach dem Label „HOLZ VON HIER“. Achten sie auf Produkte die in ihrem Stoffstrom möglichst wenige Kilometer zurück gelegt haben. Das einizige Label das bisher kurze Wege im gesamten Stoffstrom nachweist ist HOLZ VON HIER.

Produkte mit dem Label HOLZ VON HIER stehen für Holz der kurzen Wege aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern entlang der gesamten heimischen Verarbeitungskette. Das trägt systemimmanent zum Schutz der weltweiten Biodiversität bei. Fragen Sie beim nächsten Produkteinkauf nach dem Label HOLZ VON HIER, denn je mehr Sie dies nachfragen umso mehr werden Hersteller, Händler und Baumärkte auch verstärkt auf das neue Label HOLZ VON HIER setzen und damit weltweit einen wichtigen Beitrag leisten die Biodiversität zu schützen.

Holz von Hier ist nicht nur ein Klima- und Umweltlabel sondern eine junge gemeinnützige Initiative, die zum Schutz von Klima, Biodiversität und Ressourcen sowie zur regionalen Wertschöpfung und Verbraucherschutz beiträgt. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung! Beteiligen Sie sich an Holz von Hier Aktionen, schenken Sie uns ein Link und Like und abbonieren Sie diesen Blog.

Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier. 


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Nachhaltigkeit ist ein MUSS: „Umfassende Nachhaltigkeit von Produkten“

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Bild: Kinder sind unsere Zukunft – aber ob sie eine Zukunft haben, das entscheiden wir mit ! Nachhaltigkeit, wo immer möglich, konkret umzusetzen, ist heute schon lange kein „Kann“ mehr, sondern ein absolutes „Muss“, auch und gerade für die „nachfolgenden Generationen“ unsere Kinder und deren Kinder. 

Umfassende Nachhaltigkeit von Produkten ist heute mehr als nötig.

Es wird immer deutlicher, dass der Ressourcenverbrauch unseres Lebensstils insbesondere in Industrie- und Schwellenländern längst jenseits dessen ist, was als nachhaltig bezeichnet werden kann. Wir Europäer verbrauchen heute doppelt so viele Ressourcen wie wir haben. Die Art, wie wir leben, die Produkte die wir kaufen und konsumieren und die Art, wie wir Bauen, hat einen entscheidenden Einfluss auf den Verbrauch an Ressourcen, auf den Verbrauch an Energie und auf die Belastung der Umwelt. Vor diesem Hintergrund hat die Kennzeichnung von Produkten hinsichtlich ihrer Umweltwirkung eine zentrale Bedeutung als Triebkraft für nachhaltige Entwicklung und Förderung nachhaltiger Produktion bzw. nachhaltigen Konsums. Obgleich es bereits verschiedene Strategien und Instrumente (z.B. Label, EPD u.a.) für eine solche Kennzeichnung gibt, werden immer noch vielfach Produkte eingesetzt, die wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung außer acht lassen. Bisherigen Instrumenten fehlen Aussagen zu wichtigen Umweltaspekten wie Ressourcenverfügbarkeit, Ressourcenschonung, Biodiversitätsauswirkungen, Wiederverwendbarkeit und anderen. Verbraucher und kommunale Entscheider wie auch nicht informierte Betriebe in der Stoffstromkette als treibende Kraft für die Förderung besonders nachhaltiger Produkte können hier keine Wirkung entfalten, da sie keine entsprechende Entscheidung für den Kauf, die Beschaffung oder den Materialeinsatz treffen können.

Nachhaltigkeitsaspekte von Produkten: „Nutzung von Labeln und Nachweisen“

Nutzung von Labeln und Nachweisen zur Kontrolle der Einhaltung von Umweltkriterien. Da es kaum einem Akteur und Entscheider zuzumuten ist, die komplexen Umweltauswirkungen von Produkten, die beschafft oder gekauft werden, zu beurteilen, spielen zur Kontrolle und Identifikation von nachhaltigen Produkten unter den oben genannten Gesichtspunkten Umweltlabel eine wichtige Rolle. Hier ist es von Bedeutung, die Aussagen und Kriterien der diversen Umweltlabel zu betrachten und zu vergleichen.

Es gibt diverse Label, die Umweltkriterien bei Produkten festlegen und überprüfen. Von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR, Projektträger des Bundeslandwirtschaftsministeriums) wurden aus über 300 europäischen Umweltlabeln 8 ausgewählt, die einem Umweltlabel TYP ISO I entsprechen und auch für die nachhaltige Beschaffung empfohlen werden:

  • HOLZ VON HIER,
  • Bauer Engel,
  • NaturePlus,
  • EU Umweltblume,
  • FSC,
  • PEFC,
  • Nordic Swan,
  • österreichisches Umweltzeichen.