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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Ressourcen: „Folgen nicht-nachhaltigen Umganges mit Ressourcen“

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Bild: Bodenerosion nach Kahlschlag in Afrika (Tansania) – selbst Subsistenzwirtschaft wird hier schwer. (Bild: B&S)

Die Folgen nicht nachhaltigen Umganges mit Ressourcen betreffen uns alle und unsere Kinder

Die Folgen nicht nachhaltigen Umganges mit Ressourcen haben nicht nur Einfluss auf die Gegenwart, sondern bestimmen über die Zukunft aller Menschen und aller nachfolgenden Generationen. Die Forderung nachhaltig und schonend mit Ressourcen umzugehen war der Beginn und Grundpfeiler jeglicher Nachhaltigkeitsdebatte. Nicht nachhaltiger Umgang mit Ressourcen hat garavierende (1) Humanitäre Folgen, (2) Volkswirtschaftliche Folgen, (3) Negative Ökosystemauswirkungen. Die Art, wie ökologisch und sozial fair Rohstoffe gewonnen werden, wie lange sie im Stoffstrom transportiert werden und wie effizent sie im gesamten Stoffstrom genutzt werden, entscheidet über die Nachhaltigkeit.

(1) Humanitäre Folgen

Der hohe Energie- und Rohstoffverbrauch der Industrienationen und der sich stark entwickelnden Nationen Asiens (z.B. China, Indien) bleibt nicht ohne Folgen für die Rohstoffvorräte der Welt und löst damit auch humanitäre Folgen und Ungleichgewichte aus. Jede Rohstoffgewinnung hat weltweit systemisch bedingt auch humanitäre Folgen, durch Beeinflussung von Wasser, Luft, Boden, Biodiversität, biogenen Rohstoffen und durch Nutzungskonkurrenzen wie im folgenden Beispiel gezeigt wird.

Beispiel Nahrungs- und Futtermittelbedarf.

Weltweit steigen Nahrungs- und Futtermittelbedarf und damit wiederum der Bedarf an Boden, Wasser, Energie und Mineralien (z. B. Phosphor) zur Produktion. Heute leben 6,6 Mrd. Menschen auf unserer Erde, davon 80% in Entwicklungsländern (FAOSTAT, 2006), bis 2030 werden es 8,3 Mrd. sein. Mit höherem Einkommen und steigender Verstädterung steigt der Konsum an Fleisch, Milchprodukten, Fetten, Zucker, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Weltweit stehen etwa 34% der Landflächen für landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung (ca. 50 Mio. km2), davon dienen bereits heute 80% (Weide und Futteranbau) der Viehhaltung. Von der weltweit genutzten Biomasse werden 58% als Futtermittel, 20% als Rohstoffe, 10% als Brennholz und nur 12% als Nahrung genutzt (Steinfeld et al., 2006). Weltweit steigen so auch die Nahrungsmittelpreise.

Eine der Ursachen dafür ist der steigende Fleischkonsum, aber auch der weltweite Bioenergieboom. Ein Entschärfen dieser Nutzungskonkurrenz wäre heute noch möglich (WBGU, 2009). Nachhaltige Beschaffung im Bereich Lebensmittel beispielsweise für Kantinen könnte sich auch an ökologischer und bodenschonender Bewirtschaftung orientieren. Nicht bodenschonende Bewirtschaftung bei der Nahrungs- und Futtermittelproduktion führt zu Humusabbau, Bodenverdichtung, Wind- und Wassererosion. Phosphor z.B. ist ein überlebensnotwendiges Element, das nicht erneuerbar und nur in endlichen begrenzten Ressourcen zur Verfügung steht. Der Verlust an Mutterboden und Phosphor durch Erosion ist ein elementares und wachsendes Problem.

(2) Volkswirtschaftliche Folgen

Rohstoffe, sind wesentliche Produktionsfaktoren, z.B. fossile Energie treibt heute immer noch die Weltwirtschaft an. Hier zeigt sich, wie sensibel die Wirtschaft auf Engpässe und Knappheiten reagiert. Einige abiotische Rohstoffe sind nahezu ubiquitär, wie Steine, Erden etc. Hieran besteht quantitativ auf absehbare Zeit kein Mangel. Insbesondere ist hier eine umweltschonende Gewinnung wichtig, um nicht andere Ressourcen zu beeinträchtigen wie z.B. Wasser, Boden oder Luft.

Ein Großteil der natürlichen Ressourcen ist jedoch nur in begrenztem Umfang vorhanden und nicht erneuerbar. Beispiele sind Erdöl, Erdgas sowie bestimmte Mineralien und seltene Erden, die immer weniger aus leicht zugänglichen Quellen zu beschaffen sind.

Beispiel Erdöl und Erdgas.

Die Weltvorräte an Erdöl werden auf ca. 160.000 Mio. Tonnen, die von Erdgas auf 180.000 Mrd. m3 geschätzt. Davon liegen beim Erdöl 87% und beim Erdgas 57% in Risiko- bzw. Krisenregionen wie dem Nahen Osten, Afrika, Südamerika und in starken Wachstumsregionen wie Asien (vgl. Abb. 4). Die Reichweite des Welt-Vorrates an Erdöl und Erdgas wird bei gegebener Förderquote auf etwa 40 bis > 60 Jahre geschätzt (BMWI, 2009/2010).

Auf die Art der Materialien kommt es an.

In der EU werden jährlich 16 Tonnen Werkstoffe pro Person verbraucht, davon werden 6 Tonnen zu Abfall (EU Kommission, 2011: „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“). Deshalb kommt der Art der Rohstoffe, nachwachsend oder regenerierbar, große Bedeutung zu.

Außerdem ist es wichtig, ob sie nach Ende der Lebensphase recycelt, wieder verwertet oder nur entsorgt werden können. Der BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.) mahnt deshalb an, dass eine Erhöhung der Recyclingquote von Materialien kein Selbstzweck sei, sondern ein nationales Erfordernis, da die deutsche Industrie aufgrund der sich weltweit dramatisch verknappenden Primärrohstoffvorkommen“ auf eine effektive Kreislaufwirtschaft angewiesen sei, um auch künftig auf hohem Niveau produzieren zu können. Bei vielen Materialien ist heute jedoch die Verwertungsrate bzw. reale Recyclingquote extrem gering.

Ressourcenschonende Gebäude und nachhaltige Beschaffung mit Blick auf optimale Ressourcenschonung: auch hier kommt es auf die Art des Materials an. Ressourceneffizienz und das eingesetzte Material spielen weder bei Gebäudebewertungssytemen noch EPD eine Rolle. Dabei gibt es hier deutliche Unterschiede. Holz beispielsweise ist ein nachwachsender Rohstoff, wenn es aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Altholz wird heute nach der Nutzungsphase zu nahezu 100% wieder verwertet und nicht entsorgt, im Gegensatz zu einigen anderen Baustoffen.

(3) Negative Ökosystemauswirkungen

Durch die steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Öl, Gas, Erzen und Mineralien werden weltweit zunehmend Rohstoffvorkommen in Gebieten erschlossen, die besonders sensibel auf menschliche Einflüsse reagieren. Selbst der Abbau in Lagerstätten mit nur geringer Rohstoffkonzentration wächst, so dass die Gewinnung energie- und materialintensiver wird. In Folge dessen wachsen die Umweltauswirkungen der Rohstoffgewinnung überproportional zum Anstieg der Förderung. Ein Beispiel ist die Gewinnung von Erdöl aus Teersanden in Kanada. Auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe im Stoffstrom geht mit Umwelt-, Material- und Energieverbrauch sowie Emissionen einher.

Anmerkung: das Label HOLZ VON HIER beispielsweise kennzeichnet klima- und umweltfreundliche Holzprodukte entlang des gesamten realen Stoffstromes.


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.
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Holz von Hier beim Bundespräsidenten

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Holz von Hier beim Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue

we proudly present: Holz von Hier wurde von einer hochkarätigen Jury als ein besonders innovatives Projekt zur Nachhaltigkeit ausgewählt, um am 7. und 8. Juni anlässlich der Woche der Umwelt auf Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten einem illustren Publikum aus über 1.000 geladenen Gästen sowie der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.

Zum 5. Mal seit 2002 findet auf Schloss Bellevue die Woche der Umwelt statt, ein Großereignis, bei dem die besten Ideen, Konzepte, Technologien und Projekte vorgestellt werden, die für eine verantwortungsvolle Gestaltung unserer Zukunft bereit stehen. Die Veranstaltung präsentiert einem breiten Kreis von namhaften und Einflussreichen Entscheidern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Presse und anderem herausragende Projekte zum Schutz von Klima, Umwelt, Ressourcen, Energie und Nachhaltigkeit.

Hierzu zählt also auch die Initiative Holz von Hier, der es erstmals gelungen ist, dem Aspekt der regionalen Wertschöpfungskette bei Holzprodukten auf nationaler Ebene Geltung und Marktfähigkeit zu verschaffen. Mit einem innovativen Ansatz für einen Herkunftsnachweis und Controllingsystem sowie vielen hilfreichen Tools und Angeboten für Kunden wie auch Akteure und Betriebe der Holzwirtschaft leistet Holz von Hier einen Beitrag zum Schutz von Klima, Artenvielfalt und Ressourcen sowie zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.

Die Auswahl stellt eine hohe Auszeichnung der Arbeit von Holz von hier dar, da die Jury besonders auf Qualität, Innovativität und Modellhaftigkeit der Projekte oder Dienstleistungen achtet sowie auf ein hohes gesellschaftliches und wirtschaftliches Umsetzungspotenzial.

Die wahren Entscheider aber, die letztlich einen Beitrag zum Schutz von Klima, Umwelt und Ressourcen leisten, sind in dem Fall die Kunden und Verbraucher. Nur durch eine gezielte Nachfrage nach Holzprodukten mit einem entsprechenden Nachweis nach Holz von Hier können entsprechende Prozesse entlang der Wertschöpfungskette in Gang gebracht werden. Hierzu hat Holz von Hier einen gleichnamigen Herkunftsnachweis bzw. Klima- und Umweltlabel entwickelt, das den Kunden entsprechend klimafreundliche Holzprodukte der kurzen Wege garantiert.

Entsprechende Hersteller, Lieferanten und Anbieter solcher Holzprodukte finden sich auf der Website http://www.holz-von-hier.de unter dem Anbieterverzeichnis: http://bit.ly/hvh_Betriebe.

 

Bild: Blick von oben: Eine neue Zeltstadt entsteht im Park von Schloss Bellevue. Anlässlich der "Woche der Umwelt" am 5./6. Juni präsentieren rund 200 Aussteller innovative Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Rechtliches: Die Verwendung dieses Bildes ist ausschließlich im Rahmen redaktioneller Berichterstattung mit inhaltlichen Bezügen zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erlaubt. Das Bild kann zu diesem Zweck verfielfältigt und kostenlos veröffentlicht werden. Die Bearbeitung des Bildes ist nicht erlaubt. Verkleinerungen oder Vergrößerungen, die der technischen Aufbereitung zum Zweck der optimalen Verfielfältigung dienen, sowie eine den zentralen Sinn des Bildes nicht entstellende Ausschnittwahl sind zulässig. Als Autoren- und Quellenangabe ist bei jeder Veröffentlichung des Bildes zu nennen: Foto: DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt Rückfragen unter Telefon 0541/9633521. Weitere DBU-Fotos unter: http://www.dbu.de/335.html zuletzt bearbeitet von: Eingestellt von: - am 30.05.12 17:14:53 Schlüsselwörter: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Umweltstiftung, Bundesumweltstiftung, Umweltbundesstiftung, DBU, Stiftung, Umwelt, Innovation, innovativ, Umweltentlastung, umweltentlastend, modellhaft, Modellhaftigkeit, Umweltschutz, Schutz der Umwelt Keywords: Environmental foundation, Innovation, Environmental relief, environmentally-friendly, environmentally-sound, eco-friendly, exemplary, Environmental protection, Ecology, Environmentalism, Protection of the environment Woche der Umwelt - ab 2011 Bildung / Kommunikation Klimaschutz Kulturgüterschutz Landwirtschaft Naturschutz Ressourcenschonung Stipendienprogramm Umweltforschung Umwelttechnik Woche der Umwelt - ab 2011 Environmental education Climate protection Environment and cultural assets Agriculture Nature protection Careful use of resources Scholarship programme Applied environmental research Environmental technology

Bild:
Blick von oben: Eine neue Zeltstadt entsteht im Park von Schloss Bellevue. Anlässlich der „Woche der Umwelt“ am 5./6. Juni präsentieren rund 200 Aussteller innovative Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Foto: DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Bild: Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin, wird am 5. und 6. Juni zum Treffpunkt der Umweltszene in Deutschland werden. Rund 200 Aussteller und 80 Fachforen werden die rund 12.000 Besucher aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über den neuesten Stand von Umwelt-Technik, -wissenschaft und -bildung informieren. Rechtliches: Die Verwendung dieses Bildes ist ausschließlich im Rahmen redaktioneller Berichterstattung mit inhaltlichen Bezügen zur Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erlaubt. Das Bild kann zu diesem Zweck verfielfältigt und kostenlos veröffentlicht werden. Die Bearbeitung des Bildes ist nicht erlaubt. Verkleinerungen oder Vergrößerungen, die der technischen Aufbereitung zum Zweck der optimalen Verfielfältigung dienen, sowie eine den zentralen Sinn des Bildes nicht entstellende Ausschnittwahl sind zulässig. Als Autoren- und Quellenangabe ist bei jeder Veröffentlichung des Bildes zu nennen: Foto: DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt Rückfragen unter Telefon 0541/9633521. Weitere DBU-Fotos unter: http://www.dbu.de/335.html zuletzt bearbeitet von: Eingestellt von: - am 23.02.12 16:16:46 Schlüsselwörter: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Umweltstiftung, Bundesumweltstiftung, Umweltbundesstiftung, DBU, Stiftung, Umwelt, Innovation, innovativ, Umweltentlastung, umweltentlastend, modellhaft, Modellhaftigkeit, Umweltschutz, Schutz der Umwelt Keywords: Environmental foundation, Innovation, Environmental relief, environmentally-friendly, environmentally-sound, eco-friendly, exemplary, Environmental protection, Ecology, Environmentalism, Protection of the environment Wissenschaftler Unternehmer NGO / Vereine / Verbände Wissenschaftler Unternehmer NGO / Vereine / Verbände

Bild:
Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin, wird am 5. und 6. Juni zum Treffpunkt der Umweltszene in Deutschland werden. Rund 200 Aussteller und 80 Fachforen werden die rund 12.000 Besucher aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über den neuesten Stand von Umwelt-Technik, -wissenschaft und -bildung informieren.
Foto: DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt

ps.


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Frohes gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2016!

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Liebe Leser unseres Holz von Hier Blogs,

wir wünschen Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für gutes neues Jahr 2016! und wir wünschen Euch/Ihnen Allen diese Gewissheit für das neue Jahr: „Siehe ich sende einen Engel vor Dir her, der Dich behüte auf dem Weg“.

Herr …
Du bist der große Felsen, an den wir uns lehnen.
Du bist das kühle Walddach, das uns Schatten gibt.
Du bist der prächtige Baum, dessen fallende Blätter
am Boden üppiges Wachstum fördern.
Dein Regen bewässert die Erde und
aus Rinnsalen werden große Flüsse.
Die Seele füllst Du uns mit den herrlichen Bildern
des Meeres, der Wälder und der Menschen.
Die Natur dankt Dir, Deine Geschöpfe danken Dir.
Dein Lob steigt in uns auf wie ein großer Fluss.
(aus Afrika)

Wir freuen uns auf eine gemeinsames neues Jahr mit Euch bzw Ihnen !

Beste Wünsche und herzliche Grüße

G.B. und P.S.

 


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Herzliche Grüße

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Liebe Leser unseres Blogs, es ist nun schon enige Zeit – seit Spätherbst – keine Blog Serie mehr erschienen. Das hatte persönliche und berufliche Gründe. Nach Weihnachten fangen wir wieder mit Blogserien an. Und wir wären sehr froh, wenn wir Euch bzw. Sie hier wieder  als Leser gewinen könnten. Außerdem sind wir gerade noch dabei die Holz von Hier Webseite zu modernisieren und wir machen eine Produkt-Umweltampel-APP. Beides wird im Januar fertig sein. Wir berichten Euch. Den Blog werden wir wahrscheinlich auf die neue Holz von Hier webseite umziehen, damit alles beieinander ist.

Jedenfalls wünschen wir Allen noch eine schöne restliche Adventszeit.

Bleibt gesund und freut Euch des Lebens.

Beste Wünsche und herzliche Grüße
G.B. und P.S.

 

Noch ein Tipp für ein schönes und wertvolles Geschenk.

Wir haben privat und auch für Holz von Hier und sein Netzwerk als Weihnachtsgeschenk Regenwald gekauft um ihn unter Schutz zu stellen. Es geht um 6,8 Quadartkilometer unberührten Primärwald im Herzen Amazoniens. Wir konnten natürlich nur ein Stück des Gebietes kaufen. Es ist noch nicht die volle Summe zusammen um das Gebiet ganz kaufen zu können. Jeder Beitrag hilft und es gibt eine Geschenkurkunde.
Der Kauf geht vom Regenwald Institut Freiburg aus (einem Partner von Holz von Hier). Das Regenwaldinstitut e.V. setzt sich seit vielen Jahren mit regionalen Umweltorganisationen vor Ort für den Schutz unberührter Primärwälder in den Tropen ein. Es fehlt nicht mehr viel Geld, dann kann das wirklich einmalige Urwaldgebiet gekauft und unter Schutz gestellt werden und eine Umweltorganisation vor Ort betreut das Gebiet dann mit. Jeder auch kleinere Beitrag hilft.

Also, wer noch ein schnelles sinnvolles und schönes Weihnachtsgeschenk sucht: kaufen Sie doch ein Stück Regenwald!

Adresse:
Regenwald Institut Freiburg.
Stichwort Regenwaldkauf
www.regenwald-institut.de
+49 (0)761 5561319

PS: (Nächstes Jahr werden wir gemeinsam mit dem Regenwaldinstitut einen Spendentopf einrichten, um wenn möglich weitere solcher tropischer Primärwaldgebiete kaufen und unter Schutz stellen zu können, mehr dazu 2016).

 

 

 

 

 


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Turnhallen mit Holz von Hier ausgezeichnet

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Holzbau gilt gemeinhin als per se umweltfreundlich und nachhaltig, da das Holz aus der Atmosphäre gebundenes CO2 langfristig fixiert und so eine Senke darstellt. Diese Betrachtungsweise ist jedoch unvollständig, wenn nicht die korrekte CO2-Bilanz unter Berücksichtigung auch der Herstellung und Produktion des Materials berücksichtigt wird. Hier spielt die Herkunft des Holzes eine sehr wichtige Rolle. Ob und in welchem Maße die CO2-Bilanz des verbauten Holzes positiv ist und somit eine echte Senke darstellt, unterscheidet sich beispielsweise bei einer Herkunft des Holzes aus geschlossen regionaler Verarbeitung auf der einen und beispielsweise Sibirien auf der anderen Seite erheblich. Daher muss wahrhaft nachhaltiges Bauen mit Holz im privaten wie öffentlichen Bereich konsequenterweise auch die Seite der Produktion mit einbeziehen. Ein einfacher und wirksamer Indikator hierfür ist z.B. ein Herkunftsnachweis nach Holz von Hier.

Immer wieder wird von Akteuren aus der Branche ins Feld geführt, dass für einen anspruchsvollen und zeitgemäßen Holzbau erforderliche Materialien, wie z.B. KVH und BSH, nicht oder kaum aus regionaler Produktion verfügbar seien. Branchenkenner können in der Tat auch einen Anstieg der Entfernungen, über die Rohmaterialien und Vorprodukte transportiert werden, beobachten. Dass dies jedoch nicht so sein muss, sondern dass eine Umsetzung geschlossener Verarbeitungsketten auch bei Holzbauten mit hohen Ansprüchen an die verwendeten Baumaterialien ohne weiteres möglich ist, zeigen zwei aktuelle Beispiele für kommunale Holzbauten, die mit dem Umweltzeichen und Herkunftsnachweis Holz von Hier ausgezeichnet worden sind. Hierbei handelt es sich um eine Mehrfachturnhalle im bayerischen Bad Kötzting sowie eine Turnhalle im baden-württembergischen Beffendorf.

Leimbinder in Holz von Hier mit höchster Festigkeitsklasse

In Bad Kötzting hat sich der Bauherr, der Landkreis Cham, das Ziel gesetzt, im Landkreis eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dabei spielt der Klimaschutz eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund hat der Bauherr in der Ausschreibung auf die besondere Bedeutung des Klimaschutzes hingewiesen und einen Nachweis nach Holz von Hier für das verwendete Holz gefordert. Bis auf die im Untergrund verschwindenden Betonteile stellt sich der Anbau als kompletter Holzbau dar. Die Stützen und Wände, die Träger, die Dachschale, also die ganze Gebäudestruktur wurde in Holz ausgeführt. Für Tragwerk und Dach kamen Fichtenholz zum Einsatz, die Fassade wurde in Tannenholz ausgeführt. Bei dem über eine weite Strecke freitragenden Hallendach wurde die Konstruktion in Brettschichtholz geplant. Dabei wurden an die Leimbinder hohe Anforderungen gestellt. Die Trägerlänge sollte 36,70 m betragen bei einer Stützweite von ca. 30,90 m. Die Breite der Leiminder betrug ca. 26 cm. Auch an die Holzbeschaffenheit wurden mit der höchsten Festigkeitsklasse BSH GL 32c in Sichtqualität besondere Anforderungen gestellt. Branchenkenner gehen bei diesen Anforderungen automatisch davon aus, dass das Holz für diese Bauteile aus Skandinavien oder Russland stammt. Auch entsprechende Hersteller solcher Leimbinder in der geforderten Breite und Länge sind nicht gerade an jedem Ort ansässig. Tatsächlich jedoch konnte das Vorhaben unter Minimierung des Transportaufkommens realisiert werden.

Turnhalle_Bayern_2

In dem Gebäude wurden insgesamt etwa 120 m³ Holz verbaut, was aufgrund der speziellen Charakteristika der hier verwendeten Leimbinder einer Rundholzmenge von etwa 346 fm entspricht. Die Gesamttransportentfernung vom Wald über die verschiedenen Fertigungsstationen hinweg bis zur Baustelle lagen dabei je nach Sortiment zwischen 100 und 250 km. Für den Planer und Bauherren war die Nachkontrolle der Einhaltung der geforderten Kriterien an die besondere Klimafreundlichkeit der verwendeten Hölzer einfach und komfortabel über die Produktbezogenen Zertifikate von Holz von Hier, welche die genaue Menge des für das jeweilige Bauteil verbauten Holzes sowie der akkumulierte Transportweg des Holzes vom Wald an dokumentieren. Die Echtheit der Zertifikate kann vom Planer oder Bauherrn direkt online über die Eingabe der Zertifikatsnummer überprüft werden.

Turnhalle aus schwarzwälder Tannenholz

Im Falle der Turnhalle in Beffendorf wurde als Besonderheit ausschließlich örtliches Tannenholz verwendet. Dies betrifft nicht nur klassische Sortimente wie z.B. die Fassade sondern auch weiterverarbeitete Holzwerkstoffe, wie KVH, BSH und DUO-Balken. Hier kamen insgesamt 258 m³ Holz zum Einsatz. Über alle verwendeten Sortimente hinweg entspricht dies einer Rundholzmenge von 700 fm. Die Gesamtentfernung vom Wald an bis zur Baustelle betrug für alle Sortimente 70 km.

Klimaschutz durch Holz von Hier zertifiziertes Holz:

Im Vergleich zu einem Bezug des Schnittholzes aus Skandinavien oder Sibirien, wie es insbesondere für weiter verarbeitete Holzwerkstoffe nicht unüblich ist, konnten die CO2-Emissionen in Kötzting um 90% (Im Falle von Schweden) bis 97% (Im Falle von Sibirien) und im Falle von Beffendorf um 96% (Im Falle von Schweden) bis 99% (Im Falle von Sibirien) reduziert werden. Die Zahlen im Vergleich sind in Tabelle 1 dargestellt.

Die tatsächlichen CO2-Emissionen durch den Transport des nach Holz von Hier zertifizierten Schnittholzes betragen etwa 1.120 kg im Falle der Turnhalle in Bad Kötzting und 800 kg im Falle der Turnhalle in Beffendorf.

Tabelle 1: Klima-Vergleichsrechnung

transportbedingte CO2-Emissionen nach Herkunft tats. CO2-Emissionen
(Holz von Hier)
Skandinavien
(2.000 km)
Russland
(4.000 km)
Sibirien
(6.500 km)
Kötzting
(207 m³ SH-Vorprodukt)
1118 kg 11.180 kg 22.356 kg 36.330 kg
Beffendorf
(420 m³ SH-Vorprodukt)
800 kg 22.700 kg 45.300 kg 73.700 kg

 


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Jahreswechsel

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Liebe Leser unseres Blogs,

wir wünschen Ihnen allen natürlich eine besinnliche Zeit zwischen den Jahren und einen guten Jahreswechsel. Für das Jahr 2015 wünschen wir Gottes Segen und Gesundheit. Von Herzen alles Gute !

Wir freuen uns über Ihr Interesse am Blog und hoffen, das auch 2015 wieder viel Interessantes und Stoff zum Nachdenken und für Diskussionen dabei sein wird.

Unsere besten Wünsche begleiten Sie,

Ihr Holz von Hier Team