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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Traditionelle Bioenergienutzung – Exkurs

Holzkohle am Straßenrand in nairobi

Bild: Holzkohle am Sraßenrand in Nairobi, Kenia

Traditionelle Bioenergienutzung

Weltweit einer der wichtigsten Ansatzpunkte für nachhaltige Bioenergienutzung ist die traditionelle Bioenergienutzung.

„Modernisierung der traditionellen Bioenergienutzung stellt einen in der Bioenergiedebatte wie der entwicklungspolitischen Debatte vernachlässigten Hebel für die weltweite Armutsbekämpfung dar“ so der WBGU, der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltfragen der Bundesregierung in seinem Jahersgutachten 2009.

Klimaschutz & Armutsbekämpfung durch Modernisierung der traditionellen Bioenergienutzung !

Etwa 90% der weltweit als Energielieferant genutzten Biomasse, wird von 2,5 Mrd Menschen (38% der Weltbevölkerung) in Schwellen- und Entwicklungsländern traditionell  als Feuerholz, Holzkohle und Tierdung zum Heizen und Kochen genutzt. Vom jährlichen globalen Holzeinschlag  (3 Mrd. m3), wird die Hälfte als Brennholz genutzt.

Feuerholznutzung in Kenia

Bild: Brennholz-Transport in Kenia

Der Wirkungsgrad traditioneller Drei-Steine-Herde liegt bei 5-15%, der von Holzkohle bei 4%. Durch einfache Weiterentwicklungen läßt sich der Wirkungsgrad mit Lehmherden auf fast 40% erhöhen und der Verbrauch von Feuerholz halbieren. Auch durch den Einsatz von einfachen Solartechniken und Kleinstbiogasanlagen kann der Brennstoffbedarf drastisch reduziert werden.

Aufgrund der Schadstoffbelastung durch die offenen Feuer sterben über 1,5 Mio. Menschen jährlich. Dies ist weltweit der Hauptgrund für die Sterblichkeit von Kleinkindern unter 5 Jahren (WHO).

Beispiel Kenia: Etwa 50-70% der Kenianer nutzen Holzkohle zum Kochen (in den meisten afrikanischen Ländern z. B. in Burundi, Ruanda und Kongo etwa 70-80%). Allein durch die Bevölkerung Kenias werden pro Jahr ca. 23 Mio. Tonnen Holzkohle verbraucht. Meist ist dies illegal eingeschlagenes Holz aus Primärwäldern, in Kenia vielfach aus dem Kongo, weil es hier im Land nur noch wenige Primärwälder gibt.

Daten aus: WGBU, 2009; WHO, 2007; Bruckner & Strohmeier, Berechnungen anhand von Interviews in Kenia.

Solarkocher

Wald in Park Kenia

Bild: Park in Kenia. 

In Afrika wird auch am Rande von Parks vergleichsweise viel Brennholz genutzt. Da viele Parks touristisch stark genuzt (teils übernutzt sind wie im Masai Mara) weichen gerade scheuere Tiere wie Raubkatzen oder Elefanten an diese Randgebiete aus. Dort kommen sie in Konflikt mit den dort Brennholz sammelnden Frauen und Kindern. Eine explosive Situation für alle Seiten.  Solarkocher wären eine Lösung, da die Frauen dann nicht mehr in den Busch zum Holzsammeln müssten. Das Problem bei solarem Kochen ist jedoch entweder sind die Systeme zwar kostengünstiger aber ineffektiv oder sie sind effektiv aber teuer, wie z.B. Parabolspiegelkocher.

Wir, Gabi und Philipp, (Ihr kennt uns unter G.B. und P.S.) haben in einem unserer letzen Jahresurlaube diese Thematik mit Freunden in Kenia diskutiert und privat zwei Solarkocher als Geschenke nach Kenia und Südafrika gebracht, zu einem Freund in Kenia der sie mit diversen Partnern testet und zu einem Waisenhaus mit Krankenhaus das von Ordensschwestern in Südafrika geleitet wird, die wir kennen (bzw. bringen lassen). Es wurde ausgetestet wie und für was solche Kocher im täglichen Gebrauch alles genutzt werden können und ob und wie sie auch tatsächlich genutzt werden.

Es wurden hier einige Erfahrungswerte gesammelt. Und eines lässt sich schon sagen Solares Kochen an sich findet großen Anklang (und ist teilweise auch in Kenia und Südafrika ja schon in der Umsetzung), aber die bisherigen Kocher sind teilweise zu komplex (z.B. wenn ein kleines Teil fehlt weiss keiner was er machen soll, viele Ersatzteile gibt es vor Ort nicht und sind für die Menschen vor Ort schwierig zu beschaffen) und zweitens sind sie viel zu teuer um sie gemeinnützig in solchen Gebieten z.B. am Rande von Schutzgebieten einsetzen zu können.

Also haben wir  jetzt begonnen uns zu einem kleinen Team zusammen zu setzen, um eine Lösung zu finden wie man das ganze deutlich günstiger machen könnte, bei gleicher Leistung. Wir werden Ihnen / Euch demnächst mehr berichten.

Solarkocherprojekt, Solarkochervorführung # holzvonhier-Energie

Bild: Demonstration eines Parabolspiegel-Solarkochers in Nairobi, Teilnehmer Umweltgruppen Ost-Afrika, Base Camp Explorer, Green Belt Movement, private „Kocherdemo“ von G.B und P.S.

 


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Bio-Sprit gibt es das? – (7b)

los Angeles Verkehr #holzvonhier-Energie
Bild: Verkehr in Los Angeles. Amerika ist eine Nation stark auf die Produktion von „Bio“-Sprit setzt. Aber wie „Bio“ ist Bio-Sprit?

 Blogserie: „Gestalteter Bioenergie“ – Handlungsfelder

(7) Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.

b) Biosprit – gibt es das?

Bioethanol für Benzin? Wenig Beitrag zum Klimaschutz!

Biokraftstoffe haben oft ähnliche Transportwege wie die fossilen Kraftstoffe in ihrem Produktionsweg hinter sich. Die Rohstoffe für die in Deutschland dem Diesel beigemischten Biokraftstoffe kommen nur zu einem sehr gringen Teil aus Deutschland. Biokraftstoffe sind ökologisch und ethisch (Nahrungsmittel) auch zunehmend umstritten.

Die Bioethanolproduktion für Kraftstoffe hat sich seit 2000 verdreifacht und lag bereist 2007 bei 52 Milliarden Liter. Die größten Bioethanolproduzenten Brasilien und USA decken zusammen 90% des Marktes ab. In den USA wird Bioethanol v.a. aus Mais gewonnen, in Brasilien aus Zuckerrohr, in Europa aus Zuckerrüben und Weizen.

#holzvonhier - info

Bild: Hauptproduzenten für Zuckerrohr das vor allem für die Produktion von Bioethanol verwendet wird sind, Beispiel Brasilien bzw. ganz Südamerika. 

Bioethanol wird v.a. als Kraftstoff verwendet (ca. 70%) und Benzin zu 5-10% beigemischt. Er wird aber auch in Industrie und Genusssektor verwendet. Die Kapazitäten der EU befriedigen nicht die Nachfrage. Deshalb fördert die EU Importe. Diese gefährden aber wiederum die EU-Produktion selbst, denn mittlere Anbieter sind im internationalen Bioethanolmarkt nicht wettbewerbsfähig.

Statt Agrartreibstoffe einzusetzen könnten verstärkt vorhandene technische Innovationen wie z.B. „Zwei-Zylinder-Motoren“ oder „das 3-Liter-Auto“ verwirklicht und verstärkt an Innovationen im Bereich Mobilität gearbeitet werden wie z.B. Kraftstoff sparende Techniken, Elektromobilität usw.

Transportarme Produkte sparen Treibstoff !

Sie haben die Marktmacht für mehr Klimaschutz in den Händen. Denn Biokraftstoffe sind unserer Ansicht nach keine Lösung des Klimaproblems im Transportsektor. Wir sollten zunehmend auf Produkte setzen die in ihrem gesamten Stoffstrom möglichst wenig Transportkilometer zurückgelegt haben, denn das spart Treibstoff.

Für Holzprodukte weist dies das Klima- und Umweltlabel Holz von Hier nach. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf von Holzprodukten nach dem Klimalabel HOLZ VON HIER, denn nur so werden Hersteller die das Label bisher noch nicht kennen darauf aufmerksam und nur dann können mehr so hergestellte klimafreundliche Produkte produziert werden.

HVH-Ausstellungsmodul-Fußabdrücke9

Bild: Der „Tiger im Tank“ wird in Asien sowie Süd- und Mittelamerika aber auch Afrika leider immer mehr brutale Wahrheit. Die Wälder in Mittel-und Südamerika beispielsweise werden in zunehmendem Maße auch für Plantagen für Zuckerrohr für „Bio“-Sprit und Palmöl für „Bio“-Diesel gerodet. Was ist also Bio am „Bio“-Sprit? Wir wissen es nicht!
Das Bild zeigt einen „nachgeblideten Fussabdruck eines Jaguars und ist Teil einer Ausstellung von Holz von Hier.

Was können Sie tun?

  • Holz von Hier zertifizierte Produkte nachfragen und kaufen, da diese systemimmanent die verbrauchten Treibstoffmengen reduzieren.
  • Keinen „Bio“-Sprit, also kein sogenantes „Super E1o“ tanken.

Leider wird in der EU jedem Bezin ein gewisser Anteil an „Bio“-Sprit beigemischt, wegen dem Klimaschutz. Absurd, aber es ist so. Hier kann man nur Umweltgruppen unterstützen, die hier politisch aktiv werden. Beispielsweise titelt Greennpeace: „Biosprit der flasche Weg“.

https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/biosprit.

 

Weiterhin in dem Feld aktiv sind folgende Umweltgruppen die man unterstützen kann:

Initiative Rettet den Regenwald e.V. und Regenwaldinstitut Freiburg e.V.
Beide tollen Initiativen bieten auch Projekte zum Regenwaldkauf und Unterschutzstellung an.  Bitte macht mit !

NABU (Naturschutzbund) und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)
Die beiden großen Umweltorganisationen der NABU und der BUND leisten hier umfangreiche und tolle Infoarbeit und Projektarbeit. Bitte informiert Euch auch hier !

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.


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Palmöl nein danke! – (7a)

#holzvonhier Bild Urwaldabholzung für Palmöl

Bild: Palmölplantage auf neu gerodeter Fläche in Asien.

(7) Verzicht auf („Bio“-) Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen !

a) Nachhaltiges Palmöl? Was ist das?

Die Produktion von 1 Tonne Palmöl erzeugt 30 Tonnen CO2 (WGBU, Jahresbericht 2009)

Die gegenwärtige Produktion 1 Tonne Palmöl erzeugt etwa 30 Tonnen CO2. (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltfragen der Bundesregierung). Der WGBU schreibt bereits 2009 (!): … für den Klimaschutz sind Biokraftstoffe der 1. Generation sehr ungünstig … und haben … einen geringen Wirkungsgrad. … Langfristig auf Biokraftstoffe zu setzen bleibt wirtschaftlich und ökologisch eher ungünstig“. Und zudem auch ethisch bedenklich (Konkurrenz mit Nahrungsmittelflächen in Asien Afrika, Lateinamerika) wie Hilfsorganisationen wie Misereor, Caritas und andere vermehrt anmahnen.

Pflanzenöle wie Palmöl für Biodiesel und BHKW sind ökologisch sehr bedenklich. Für diese Plantagen wurde in der Regel zuvor Primärwald (Urwald) gerodet. Bei der Rodung bewaldeter Moorböden in Südostasien für Palmölplantagen werden besonders große Mengen CO2 frei gesetzt. Die sogenannte „Bio“-dieselproduktion hat seit 2000 mehr als 10-fach zugenommen und lag bereits 2007 bei etwa 10,2 Mrd. Liter. „Bio“-diesel wird aus Pflanzenölen hergestellt, v. a. aus Palmöl, Soja und Raps. Bereits im Jahr 2007 wurden 9,5 Mio. Tonnen pflanzlicher Öle zu Biodiesel verarbeitet, v. a. Palmöl aus Malaysia und Indonesien.

Jährlich 2 Giga Tonnen CO2 Freisetzung durch die Rodung von Primärwäldern, auch für Palmöl- und Zuckerrohplantagen für „Bio“(?)-Sprit.

Weltweit werden jährlich etwa 2 Giga-Tonnen Kohlenstoff durch Abholzung von tropischen Primärwäldern frei gesetzt. Die gerodeten Flächen sind sehr anfällig für Feuer und verlieren so noch mehr Kohlenstoff. Der Anteil des illegalen Holzeinschlages wird auf 70-80% geschätzt.

Etwa die Hälfte der Primärwaldrodungen der letzten 20 Jahre erfolgte in Brasilien für Zuckerrohranbau und in Südostasien für Ölpalmenanbau. Palmöl aus Indonesien ist dabei besonders kritisch. Etwa 84% der gesamten Indonesischen Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto von Primärwaldabholzungen und hier etwa die Hälfte für die Anlage von Palmölplantagen.

Der Großteil der Pflanzenöle für deutsche und europäische BHKW stammen aus Import.

Heimische Bioölprodukte wie Rapsöl oder andere haben hier in der Regel preislich keine Chance mit zu halten. Vor allem deshalb, weil Palmöl sehr stark direkt und indirekt subventoniert wurde/wird. Importe von Palmöl und anderen sind jedoch mit hohen Kosten für Klima und Umwelt erkauft, die die Weltgemeinschaft zu tragen hat.

Umweltgruppen (z.B. Rettet den Regenwald) postulieren seit langem, dass Palmöl in der EU ohne die massiven Subventionen völlig unwirtschaftlich gewesen wäre (ist?). Palmölplantagen sind wohl auch in den Klima-Zertifikatehandel involviert !? Das ist zu vermuten, wenn man sich die Fernsehbeiträge von z.B. dem Sender arte zu dem Thema ansieht oder die Berichte von Interpol, Weltbank und UNEP wie zB. „Green Carbon – Black Trade“. So wird als eventuell dreifach verdient durch die Abholzung von Primärwald am Tropenholz, durch die Anlage von Palmölplantagen auf diesen Flächen durch das subventinierte Palmöl und eventuell sogar noch durch Kohlenstoffzertifikate für dei „aufgeforstete“ Palmölplantage? Wir wissen es nicht. Dieser Markt ist völlig undurchsichtig. Was also ist nachhaltiges Palmöl? Wir verstehen es (noch) nicht.

Leider macht Ressourcenraubbau und hohe Umweltbelastung solche Produkte auf einem weltweiten Markt oft leider immer noch billiger als Konkurrenzprodukte, die nach den hohen europäischen Umweltstandards in einer mittelständischen Landwirtschaft produziert wurden. Das können wir Verbraucher aber in vielen Bereichen durch unsere Kaufentscheidungen maßgeblich mit bestimmen.

Noch ein paar Abbildungen
#holzvonhier - info - Status PEFC und FSC Zertifizierungen weltweit

Bild: Palmöl hat mit zertifizierter nachhaltiger Waldwirtschaft nichts zu tun. Das Bild zeigt die zertifizierten Waldflächen weltweit. Palmöl kommt aber gerade aus Asien und Lateinamerika, also Regionen die noch kaum zertifizierte Plantagenflächen haben. Zertifkate für nachhaltiges Palmöl gibt es zwar – aber was ist nachhaltiges Palmöl? Wir verstehen es (noch?) nicht.

#holzvonhier - info - mangroven schütezn vor Tsunamies

Bild: das Bild zeigt die Primärwaldverluste in einzelnen Weltregionen bis 2005. Das war vor 10 Jahren ! Die Verluste sind – trotz Klimaverhandlungen – noch deutlich angestiegen. Siehe FAO Datenbank. Der Primärwaldverlust in den Tropen geht ungehindert weiter, heute prozentual immer weniger für Holzraubbau, sondern mit steigender Tendenz für Palmölplantagen. 

#holzvonhier - info - future-expansion-of-palm-oil-in-indonesia_10f5

Bild: die Palmöl-Goldgräber des Indischen Ozeans und Pazifiks. Die geplante Entwicklung kann einen nur erschrecken.

#holzvonhier - info - disappearing-forests_ce8f

Bild: Tropenholz und Palmölgoldgräber in Asien nach dem Motto „bevor die Weltklimaverhandlungen beginnen noch alles ab“.

Klimaverhandlungen

Bild: Weltklimaverhandlungen. Schutz von Primärwäldern war lage kein Thema. Fortschritt in der Sache seit 2008 = ?

Was kann jeder beim Thema Palmöl tun?

Unsere zugegeben sicher nicht immer neutrale Meinung zu dem Thema Palmöl für Energieerzeugung wird ja sicher deutlich. Es gibt dabei aber auch zu bedenken, dass Palmöl heute, weil es (durch Subventionen und Raubbau an der Natur erkauft) so billig ist, in sehr vielen Produkten enthalten ist, von Schokolade, über Kosmetik bis hin zu Hygieneartikeln. Aber es gibt solche Produkte auch OHNE Palmöl.

Hier also ein paar Vorschläge was man tun kann:

  • Weist eure Gemeinderäte, Bürgermeister, Kommunen und Regionalpolitiker doch auf die Palmölproblematik hin, wenn sie öffentliche Anlagen wie z.B. Schwimmbäder, Rathäuser oder Schulen eventuell mit Palmöl betreiben.
  • Was ist gutes Palmöl? Gibt es gutes Palmöl selbst wenn es ein Zertifikat hat? Wir wissen es nicht. Redet mit Umweltgruppen, wenn Ihr wollt auch Holz von Hier darüber (obwohl Holz von Hier ja nichts mit Palmöl zu tun hat) oder, wenn es Euch/Ihnen möglich ist, auch mit Herstellern solcher Produkte.
  • Verzichtet auf Produkte in denen Palmöl enthalten ist. Auf jedem Schokoriegel, jedem Kosmetikartikel ect. sagt Euch/Ihnen die Inhaltsangabe ob Palmöl drin ist oder nicht. Das muss man dann nicht immer bei jedem Einkauf machen, aber so bekommt man selbst ein gutes Gespür dafür welche Produktgruppe oder welcher Hersteller generell gerne Palmöl verwendet und welcher darauf verzichtet.
  • Es mag auch gute Palmölprojekte oder Palmölprodukte geben. Informiert Euch – und uns bitte mit (!), denn wir kennen bisher keine.
  • Diskuiert über das Thema.
  • Schliest Euch Aktionen an. Fast jede Umweltgruppe macht heute etwas in Bezug auf Palmöl – unten ein paar Adressen.

 

Adressen hier:

Initiative Rettet den Regenwald e.V. und Regenwaldinstitut Freiburg e.V.

https://www.regenwald.orghttp://www.regenwald-institut.de/

Beide tollen Initiativen bieten auch Projekte zum Regenwaldkauf und Unterschutzstellung an. Bitte macht mit.

NABU (Naturschutzbund) und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)

Die beiden großen Umweltorganisationen der NABU und der BUND leisten hier umfangreiche und tolle Infoarbeit und Projektarbeit. Bitte informiert Euch auch hier! Danke! Beide haben auch tolle Beispiele für den Wiederaufbau von Flächen. Der BUND empfielt auf Produkte mit Palmöl ganz zu verzichten.

https://www.nabu.de/downloads/info_harapan_regenwald.pdf

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/produkte-mit-palmoel-meiden-neue-kennzeichnungspflicht-tritt-in-kraft/

 

Eine tolle Aktivistin, die wir einmal persönlich kennen lernen konnten, und die sicherlich sehr viel zu Palmöl in Kommunalen BHKW weiss ist Barbara Böhne:

Bürgerinitiative Kein Strom aus Palmöl.

Bürgerinitiative „Kein Strom aus Palmöl !“ Detzelstraße 15. 66386 St. Ingbert. Tel. 06894/5908008 bi.kein-strom-aus-palmoel@web.de

http://www.zeit.de/2008/02/LS-Palmoelkraftwerk

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.


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Ersatzbrennstoffe einsetzen – (6)

getrockneter Klärschlamm im Pelletsform; Infoartikel zu #holzvonhier-Energie

Bild: getrockneter Klärschlamm in Pelletsform. Hier versuchsweise als (super) Dünger für Balkonblumen genutzt.

Blogserie:  „Gestalteter Bioenergie“ – Handlungsfelder

(6) Sinnvolle Nutzung von Ersatzbrennstoffen 

Ersatzbrennstoffe aus Rest- und Abfallstoffen sind eine teilweise noch zu wenig genutzte Energiequelle. Auch sie sollten bei Konzepten zu gestalteter Bioenergie umfangreich berücksichtigt und wo möglich sinnvoll eingesetzt werden.

Interessante Ersatzbrennstoffe, Ersatzgärsubstrate und Ersatzenergieträger sind beispielsweise: Altholz, Altreifen, Altfette, Klärschlamm, Papierfangstoffe, Plastikabfälle, Reststoffe der Lebens-, Futtemittel-, Pharma- und Chemie-Industrie, Spuckstoffe und andere.

Einige Ersatzbrennstoffe und deren Energiepotential in Deutschland

  • Altholz: 80-112 PJ/a ; 8 Mio. t/a; 5.000 kWh/t
  • Altreifen: 0,65 Mio. t/a, 9.000 kWh/t
  • Altfette: (uns nicht bekannt); 10.000 kWh/t
  • Klärschlamm: 2 Mio. t/a; 2.700 kWh/t (10% TS)
  • Klärgas: 200.000 m3/a; 6.500 kWh/m3
  • Papierfangstoffe: (uns nicht bekannt); ca. 1.500 kWh/t
  • Plastikabfälle/Spuckstoffe: 0,7 Mio. t/a;  > 3.000 kWh/t
  • Reste aus Landwirtschaft, Lebens- und Futtermittelindustrie: 130-315 PJ/a
  • Siedlungsabfälle: 12-13 PJ/a
  • sonst. Industrie u. Gewerb. Abfälle: 6-12 PJ/a
  • Reste Pharma- u. Chemieindustrie: (uns nicht bekannt)

Kläranlage; Infoartikel zu #holzvonhier-Energie

Bild: Kommunale Kläranlage.

Beispiel Klärschlamm

Klärschlamm: wird bisher als Abfallstoff behandelt und entsorgt.

Klärschlamm ensteht bei der Aufbereitung unserer häuslichen und kommunalen Abwässer. Der Klärschlamm-Anfall in Deutschland liegt bei etwa 2,1 Mio. Tonnen TS. Ein noch geringer Anteil wird bisher als Ersatzbrennstoff mitverbrannt. Mehr als die Hälfte geht in Deutschand (ähnliches gilt auch für andere Länder in Europa) in die Landwirtschaft, Kompostierung, Rekultivierung was ökologisch, je nach Klärschlamm, teilweise bedenklich ist. Der Rest wird in der Müllverbrennung entsorgt, d.h. teils mit hohen Wassrgehalten verbrannt was energetisch und ökonomisch unsinnig ist. Die landwirtschaftliche Ausbringung ist bisher pro Tonne die kostengünstigste Variante. Mit einem Hygenisierungsgebot für die Landwirtschaft steigen die Kosten und nähern sich den Kosten für andere Entsorgungswege an. Kosten der Klärschlamm-Entsorgung (!) der EU liegen bei geschätzt ca. 2 – 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Düsentrockner für Klärschlamm #holzvonhier-Energie

Bild: Düsentrockner für das Trocknen von Klärschlamm, auch Abwärme ist hier nutzbar. Getrockneter Klärschlamm hat einen Brennwert wie Braunkohle. Wenn solche Ersatzbrennstoffe mit hohen Wasseranteilen getrocknet werden, sollte dies aber wo immer möglich mit Abwärmekonzepten verbunden werden, also Trocknung mit Abwärme oder Solar statt mit Öl oder Gas.

Klärschlamm: ist eigentlich kein „Abfall“ sondern im Sinne „gestalteter Bioenergie“ ungenutzter Ersatzbrennstoff vor Ort!

Klärschlamm ist ein kontinuierlich anfallender, zumindest in Deutschland und anderen Ländern Europas, ständig kontrollierter, mengen- und qualitätsmäßig gut berechenbarer „Ersatzbrennstoff“. Mechanisch entwässerter Klärschlamm hat Trockensubstanzgehalte (TS) von 25-45%, solar getrocknet 50-70% und vollgetrocknet 80-95%. Der Energiegehalt von Klärschlamm mit 80-95% TS entspricht dem von Braunkohle. Dieser kann auch als Ersatzbrennstoff z. B. für Öl in der Industrie mit entsprechenden Filteranlagen eingesetzt werden. Teilsweise geschieht dies auch schon als „Mitverbrennung“ in Kohle-Kraftwerken. Es fehlt aber an Genehmigungsverfahren, die Klärschlamm nicht als Abfall, sondern als Ersatzbrennstoff für Öl, Gas, Kohle bewerten und auch bei anderen Anlagen zulassen, natürlich nur solchen die mit entsprechenden Filteranlagen ausgestattet sind.

Klärschlammtrocknung mit Solarwärme; Infoartikel zu #holzvonhier-Energie

Bilder: Solare Trocknung von Klärschlamm. Die Verfahren könnten noch deutlich mehr ausgebaut und verfeinert werden. Dezentrale und brachenübergreifende Konzepte zur Trocknung von kommunalem Klärschlamm mit der Abwärme aus Industrie und Gewerbe würde viele ungenutzte Potentiale europaweit erschließen. Nassen Klärschlamm in einer Müllverbrennungsanlage zu verbrennen, wie es heute leider noch oft geschieht, ist energetisch, ökologisch und wirtschaftlich völlig unsinnig.

Klärschlamm: klimafreundlich & günstig

Etwa 11.000 Tonnen (t) gepresster Klärschlamm würde den Einsatz von ca. 4.200 t Steinkohleienheiten einsparen. Das bedeutet eine Kosteneinsparung von ca. 240.000 Euro. Die vermiedenen CO2-Emissionen würden sich auf ca. 11.200 t CO2 belaufen. Dies gilt jedoch nur, wenn der Klärschlamm umweltfreundlich getrocknet werden kann, also nicht mit Öl oder Gas, sondern wenn beispielsweise sowieso anfallende Abwärme vor Ort dazu genutzt wird. Hier fehlen bislang vielfach sinnvolle Konzepte.

Klärschlamm: CO2-Bilanz und Nettoenergiebilanz

Die CO2-Emissionen in der Prozesskette (Bereitstellung+Transport) sind bei Öl 15-fach, bei Gas 9-fach und bei Kohle 15-fach höher, als die CO2-Freisetzung bei der Verbrennung selbst. Die CO2-Emissionen von getrocknetem Klärschlamm bei der Verbrennung sind etwa mit denen von Braunkohle vergleichbar. Die Netto-Energiebilanz ist bei Öl (-0,6 KWh/kg), Gas (-1 KWh/kg) und Kohle (-7,7 KWh/kg) negativ, die von Klärschlamm 70-95% TS positiv (+1,9 KWh/kg).

Wird Klärschlamm mit Abwärme oder Solar und nicht mit Öl oder Gas getrocknet, sind die CO2-Emission in der Prozesskette niedrig.

 

Daten und Infos: Fachtagung Klärschlamm Bonn , 2006; Günthert, 2006; Marquart, Bruckner, Strohmeier mit der Firma Liapor, 2007-2008; Berechnungen Marquart, Bruckner, Strohmeier für Klärwerke. Bilder Bruckner und Strohmeier.

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Sinnvolle Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.


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Abwärme nutzen ! – (5)

 

Abwärmenutzung an Hackschnitzelheizung; #holzvonhier-Energie

Bild: Abwärmenutzung einer Hackschnitzelheizanlage die ein Hochhaus versorgt. Mit der Abwärme wird in den Containern beispielsweise  Brennholz getrocknet.

Blogserie: „Gestalteter Bioenergie“ – Handlungsfelder

(5) Abwärme nutzen, Abwärme Konzepte entwickeln und umsetzen!
Möglichst alle anfallende Abwärme nutzen ! Weltweit!

Abwärmenutzung im umfassenden Sinn ist ein wichtiger Baustein nachhaltiger Energiewende.

Bei Verbrennung von Kohle, Öl, Gas für die Stromerzeugung entstehen 30-60% Wärmeverluste. Bei Verbrennung von Benzin und Diesel entstehen bis zu 80% Wärmeverluste. Die meisten industriellen Prozesse verursachen Abwärme. Auch bei der Nutzung von Biomasse, wie z.B. in der Biogasproduktion entsteht Abwärme. Der Großteil all dieser anfallenden Abwärme wird nicht genutzt. Das heißt auch, dass der Großteil der verwendeten Rohstoffe nicht besonders effizient eingesetzt wird.

Wer von „Rohstoffeffizienz“ spricht muss Abwärmekonzepte unbedingt in die Überlegungen mit  einbeziehen.

Dabei sind die technischen Möglichkeiten heute vielfältig, ebenso wie die Einsatzbereiche für diese Abwärme, von Beheizung von Räumen über KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) bis hin zu direkter Rohstofftrocknung oder „mobiler Wärme“. Oftmals ist hierfür aber die dezentrale Nutzung der Abwärme nötig. Durch jegliche Form der Abwärmenutzung wird systemimmanent ganz wesentlich auch zu mehr Klimaschutz und Ressourceneffizienz beigetragen.

Holz von Hier setzt sich in Praxis und Öffentlichkeitsarbeit für jegliche Form der Abwärmenutzung ein, denn dadurch wird systemimmanent ganz wesentlich zu mehr Klimaschutz und Ressourceneffizienz beigetragen.

Beispiele für Abwärmequellen:

  • Abwärme aus Verbrennungs- und Fertigungsbereichen unserer  Wirtschaft.
  • Abgase aus Kesselanlagen und anderen Verbrennungsprozessen.
  • Abwärme aus Biobasierten Prozessen z. B. Biogas, Biomasseverbrennung, Molkereien, Brauereien und andere.
  • Warme Abwässer (z. B. Kläranlagen) und Kühlwasser aus industriellen Prozessen.
  • Kälteanlagen, Druckluftkompressoren, Gleichrichter, Trafos und vieles mehr.

Beispiele für Anwendungsbereiche bei anfallender Abwärme:

  • Raumheizung.
  • Erwärmung von Brauchwasser.
  • Erzeugung von Prozesswärme.
  • Erzeugung von Kälte über angepasste Adsorptionsverfahren.
  • Erzeugung von Strom über Turbinen, ORC u.a.
  • Hochleistungsbatterien
  • Trockungsprozesse … und mehr.

Kraftwerk #holzvonhier-Energie

Bild: Kraftwerke und viele Industriebranchen haben viel Abwärme …  die leider vielfach immer noch oft ungenutzt bleibt. Deutschland und Europa sind auch hier weltweit Vorreiter mit Techniken und Abwärmenutzungskonzepten. Hier ein Beispiel eines Kraftwerkes, bei dem die Abwärme teilweise für die Trockung von anderen Stoffen genutzt wird. Im anderen Produktionsregionen der Welt ist Abwärmenutzung noch kaum ein Thema geschweige denn in der Umsetzung.

Produktion ohne Abwärmenutzung – sollte immer mehr ein No-Go für Ressourcenschonende Produktion sein!

Produktion ohne Abwärmenutzung sollte es in Zuknuft nicht mehr geben vor allem sie macht die Produktion im Hinblick auf die Energienutzung ineffektiv.  In vielen Produktionsregionen der Welt ist Abwärmenutzung noch gar kein Thema. Es gilt verstärkt brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte zu entwickeln.

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Abwärme nutzen. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.


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Nutzungskonkurrenzen vermeiden – (4)

Getriede

Bild: Getreidefeld

Blogserie:  „Gestalteter Bioenergie“ – Handlungsfelder

(4) Nutzungskonkurrenzen vermeiden

Nutzungskonzurrenzen weitestgehend vermeiden! mit
(1) Nahrungs-/Futtermittelproduktion,
(2) Stofflicher Nutzung und
(3) natürlichen Ökosystemen

Abb-holzvonhier-Energie-25

Abbildung: Der Fleischkonsum in Industrieländern ist sehr hoch, nimmt aber auch in Schwellenländren wie z.B. China und anderen rassant zu. Die Abbildung zeigt prognostizierte Trends in Industrie-, Schwellen- und Entwicklunsgländern. Abbildung #holzvonhier-Energie, Daten aus FAO und Peters et al 2007.

Nutzungskonkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion vermeiden

Weltweit haben 923 Mio. Menschen keinen Zugang zu ausreichend Nahrung, Tendenz steigend. Die weltweit genutzte Biomasse wird vor allem als Futtermittel (58%), Rohstoffe (20%), Brennholz (10%) und nur 12% als Nahrung eingesetzt. Eine der Ursachen für weltweit steigende Nahrungsmittelpreise ist diese Nutzungskonkurrenz.

Heute leben 6,6 Mrd. Menschen auf unserer Erde, davon 80% in Entwicklungsländern, bis 2030  werden es 8,3 Mrd. sein. Mit höherem Einkommen und steigender Verstädterung steigt der Konsum an Fleisch, Milchprodukten, Fetten, Zucker, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Weltweit stehen etwa 34% der Landflächen für landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung (ca. 50 Mio. km2), davon dienen bereits heute 80% (Weide und Futteranbau) der Viehhaltung.

Von der weltweit genutzten Biomasse werden 58% als Futtermittel, 20% als Rohstoffe, 10% als Brennholz und nur 12% als Nahrung genutzt(5). Eine der Ursachen für weltweit steigende Nahrungsmittelpreise ist der weltweite Bioenergieboom.

Entschärfen dieser Nutzungskonkurrenz ist laut WGBU möglich durch:

  • Anbau von Energiepflanzen auf degradierten Flächen (keine Naturschutzflächen !).
  • Reform der Welt-Agrar- und Handelspolitik.
  • Entwicklung neuer Bioenergie- und Ernährungsstrategien auf Länderebene.
  • Steigerung der Flächenproduktivität, bei gleichzeitigem Erhalt von Bodenfruchtbarkeit, Wasserhaushalt, Biodiversität.
  • Gesunde fleischärmere Ernährungsweisen.

Abb-holzvonhier-Energie-24

Abbildung: Um einen Bedarf von 1000 kcal zu decken braucht man bei Getreide deutlich weniger Fläche als bei Fleisch. Die genannten 1000 kcal das ist ein Minimumtagesbedarf und gilt bei uns als Diät, für viele Menschen auf der Welt wird jedoch selbst das als Tagesbedarf kaum erreicht. Abbildung #holzvonhier-Energie, Daten aus FAO und Peters et al, 2007.

HOLZ VON HIER Pavillion-4

Bild: HOLZ VON HIER Pavillion. Nutzungskonkurrenzen mit der stofflichen Nutzung von Holz, sollten weitgehend vermieden werden.  Die Ausstellungen von Holz von Hier weisen immer wieder auch auf die Vielfalt der heimischen Hölzer hin die stofflich genutzt werden können. Es ist einfach zu schade beispielsweise Obstholz als Brennholz zu nutzen.

Nutzungskonkurrenz mit der stofflichen Nutzung vermeiden

Sägefähiges Stammholz, das stofflich für langlebige Produkte genutzt werden könnte, zu verbrennen ist aus Klimaschutzsicht negativ. In einigen Regionen treten bereits verstärkte Nutzungskonkurrenzen zwischen energetischer und stofflicher Nutzung auf. 

Die wichtigsten stofflich genutzten biogenen Rohstoffe sind: Holz, Zellulose, Naturfasern, Öle, Fette, Stärke, Zucker. Viele Produkte enthalten heute bereits einen Mix aus mineralischen, biogenen und fossilen Rohstoffen. Biomasse in der stofflichen Nutzung kann meist gut recycelt und wieder verwendet werden.

Der Handel mit Rohstoffen und Halbwaren für die stoffliche und auch inzwischen die energetische Nutzung ist rege, unübersichtlich und von der Art des Rohstoffes abhängig.

Holz ist weltweit der bedeutendste unter den Bio-Rohstoffen für die stoffliche Nutzung. Etwa die Hälfte des weltweit geschlagenen Rundholzes wird zur Produktion von Schnittholz, Holzwerkstoffen, Zellstoff/Papier/Karton genutzt. Langlebige Holzprodukte (z. B. Häuser, Möbel) sind für das Klima besser als kurzlebige (z. B. Papier, Brennholz), da sie das CO2 länger „speichern“.

Die stoffliche und energetische Nutzung von Holz nimmt zu, also auch die Konkurrenzsituation um den Rohstoff. Dies kann sich noch verschärfen. Holz  ist ein begehrter Bau- und Werkstoff und bereits heute ist die weltweit produzierte Holzmenge (3 Mrd. m3) weit höher als die produzierte Menge an Stahl, Aluminium, Beton zusammen. Der Verbrauch an Zellstoff in Industrieländern ist schon heute hoch, mit steigender  Tendenz weltweit. Das führt zu hohen Importanteilen. Zudem nimmt mit steigenden Öl- und Gaspreisen auch bei uns die energetische Holznutzung zu. Umso wichtiger wird es vor Ort folgenden umzusetzen:

  • Es sollten nachweislich heimische Rohstoffe in Produktionsprozessen mit kurzen Wegen genutzt werden, denn auch im Energieholzbereich nehmen die langen Stoffströme zu (siehe eigener Blogbeitrag dazu). Als Kunden können Sie hier aber auf Zertifikate wie HOLZ VON HIER achten.
  • Auf Material- und Energieeffizienz in der Verarbeitung zu achten. Als Verarbeiter sind hier viele Wege zur Ressourceneffiezienz ausbaubar.
  • Kaskadennutzung und Recycling muss noch viel konsequenter eingeführt werden. Hierfür müssen auch dezentrale Logistiksysteme geschaffen werden und dies sollte bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Darauf sollten alle drängen, die Politik, die Verarbeiter und die Kunden.

 

Tropenwaldbild für Infotexte #holzvonhier

Bild: Tropenwald. Flächennutzungskonkurrenz von Energiepflanzenplantagen mit natürlichen Ökosystem wie Primärwäldern oder natürlichen Grasländern sollte unbedingt umfänglich vermieden werden. Diese natürlichen Öksysteme, vor allem die Primärwälder, steuern maßgeblich unser Klima mit und 60-80 % aller Tier- und Pflanzenarten unserer Erde leben hier.

Nutzungskonkurrenz mit natürlichen Ökosystemen vermeiden

Primärwälder (Urwälder), Feuchtgebiete und natürliche Grasländer gehören zu den durch Landnutzungsänderungen weltweit am meisten bedrohten Ökosystemen. Diese Landflächen für den Anbau von Agrarenergiepflanzen zu nutzen schadet der Artenvielfalt und ist klimaschädlich.

Verzicht auf Holz aus Primärwäldern – Holz nur aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern!

In Südostasien und Südamerika kam es in den letzten 20 Jahren zu enormen Primärwaldrodungen. In Sibirien nahm die Walddegradation wegen nicht nachhaltiger Waldnutzung zu. Im Tropenwald wird 1/3-tel des Bestandskohlenstoffes im Boden gespeichert, in Europäischen Wäldern ca. 2/3-tel. Durch Primärwaldrodungen entweichen enorme Mengen Kohlenstoff. Deutsche Wälder sind seit langem nachhaltig bewirtschaftet, hier bleibt der Bodenkohlenstoff nahezu konstant.

Moorige Böden bedecken nur 3-4% der Erdoberfläche, speichern aber 25-30% des global in Pflanzen und Böden gebundenen Kohlenstoffes. Große Kohlenstoffmengen werden bei der Trockenlegung sibirischer Hochmoore und Rodung bewaldeter Moorböden in Südostasien frei gesetzt, z. B. für Palmölplantagen.

Bewahrung natürlicher Grasländer!

Umwandlung von Grasland in Ackerfächen setzt CO2 aus den Boden frei, Aufforstungen wirken sich positiv auf den Kohlenstoffspeicher aus. In Deutschland werden in eher kleinbäuerlich strukturierten Regionen kaum Grasländer in Ackerflächen umgewandelt, die EU hat hier mit den  „Cross Compliances“ Vorgaben gemacht. Weltweit sieht dies anders aus. Da natürliche Graslandökosyteme vielfach sehr artenreich sind, wirkt sich ein Umbau  hier meist negativ auf die Biodiversität aus bzw. hängt dann sehr von der Nutzung ab.

 

Daten aus: WGBU, 2009; MA, 2005; Peregon et al., 2008; Hooijer et al., 2006; FAO, 2006; UN, 2008; FAOSTAT, 2006; UNDP, 2006;  Steinfeld et al., 2006; Maxwell, 2008; Abb. mit Daten aus FAO und Peters et al, 2007.

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.

 


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Biomasse der kurzen Wege – (3)

Energieholz heimischer Wald #holzvonhier-Energie

Heimisches Durchfostungsholz für Biomasseheizwerk

Blogserie:  „Gestaltete Bioenergie“ – Handlungsfelder

(3) Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau !

Keine Biomasse aus Primärwäldern und von Plantagen auf zuvor gerodeten Primärwaldflächen !
Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau nutzen

Biomassepotentiale

Etwa 60% der erneuerbaren Energien in Deutschland werden von Biomasse abgedeckt,  Tendenz  steigend. Es werden enorme Energiepotentiale prognostiziert. Diese sind jedoch wohl eher als positive Einschätzung denn als reales Potential zu werten, denn Nutzungskonkurrenzen verschiedener Art (vgl. stoffliche Nutzung Waldholz), Außenhandelstrends (z. B. Exporte Altholz) und Umweltbestimmungen der EU (z. B. Cross Compliences) können die Potenziale deutlich einschränken.

Geschätzte Energiepotentiale durch „Bio-Energieträger“ für Biomasse und Biogas in (PJ/a)

  • Waldrestholz: 80-180 PJ/a
  • Schwachholz: 110-130 PJ/a
  • Industrierestholz (aus Säge-, Holzwerkstoff, Bau/Holz/Möbel-, Papier/Zellstoff-Industrie): 55-58 PJ/a
  • Altholz: 80 PJ/a
  • Landschaftspflegematerial: 11-22 PJ/a
  • Landw. Abfälle/Reststoffe (Stroh, Ernterückst., tier. Abfälle, u.a.): 135-200 PJ/a
  • Industrielle + Gewerbliche Abfälle: 9 PJ/a
  • Siedlungsabfälle: 12 PJ/a
  • Energiepflanzen: ca. 310 PJ/a

Nachhaltige Biomasse der kurzen Wege

Abb-holzvonhier-Energie-14

Abbildung #holzvonhier-Energie, Daten aus BMWiT Datenbank und WGBU Berichten.

Bioenergie ist eine der Säulen Deutschlands zur Erreichung der Reduktion der Treibhausgasemissionen und auch die Europäische Union sieht die Förderung der Bioenergie als eine wesentliche Maßnahme in ihren Aktionsplänen vor. Das ureigene Ziel für die Förderung der Bioenergie war und ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Optimal CO2-neutrale Verbrennung ist gegeben, wenn der Rohstoff aus umweltfreundlichem Anbau stammt und kurze Wege hinter sich hat. So ist die energetische Nutzung von Durchforstungsholz oder Schwachholz aus unseren, seit langem nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder Sägerestholz heimischer Betriebe, CO2-neutral.

Auch im Holzenergiebereich haben jedoch immer mehr Produkte lange Transportwege hinter sich. Daher ist es essentiell, auch bei der Bioenergie auf gestaltete Entwicklung, Klima- und Umweltfreundlichkeit der Rohstoffe und möglichst kurze Wege zu achten.

Energiestoffe mit HOLZ VON HIER Zertifikat sind ein Best practice Beispiel für „Optimal klimafreundliche Bioenergie“.

Verbrennung von Importholz (z. B. Tropenholz), insbesondere aus Raubbau, ist nicht CO2-neutral.  Biomasse aus Primärwäldern und Plantagen auf zuvor gerodeten Primärwaldflächen sollte aus Klimaschutzgründen vermieden werden.

Hackschnitzelheizung; #holzvonhier-Energie

Bild Biogasanlage

Beispiel Biomasseheizwerke

In Deutschland werden 55 Mio. Festmeter Holz energetisch genutzt. Davon gehen 46% v.a. als Brennholz in private Haushalte, 36% in große Biomasseanlagen (>1 MW) und nur 9% in kleinere Anlagen (< 1 MW), als typische Kommunale Anlagen.

Deutsche Biomasseanlagen.

In Deutschland existieren heute ca. 1.500 – 2.000 Biomasseheizwerxke (BHW: Wärme) und bis 270 – 300 Biomasseheizkraftwerke (BHKW: Wärme + Strom) bzw. 50 bis 60 große BHKW auf reiner Altholzbasis (10 – 150 MW). Genutzt wird Waldholz, Sägerestholz, Flurholz, Altholz u.a.

Rostoffmix + Rohstoffeffizienz.

In geförderten Biomasseheizanlagen wird oft aufgrund Fördervorgaben vor allem Waldholz verwendet (60%). Je trockener die Hackschnitzel sind, desto besser die Energieausbeute bzw. desto weniger Material wird gebraucht. Je größer die Anlagen sind, desto geringer ist der Anteil an Waldholz.

Umsetzung gestalteter Biomassenutzung.

Nutzung von Holzbiomasse bei uns ist vor allem dann klimafreundlich, wenn es Holz der kurzen Wege ist. In einigen Regionen kommt es jedoch bereits zu Konkurrenzen mit der stofflichen Nutzung. Für den Klimaschutz ist aufgrund der langen Bindung von CO2, der stofflichen Nutzung, der Vorzug zu geben.

Die Anpassung der Kapazitäten an die verfügbaren Rohstoffmengen und Nutzungskonkurrenzen findet bisher nicht statt, weder in unseren Regionen noch weltweit. So nimmt der „Rohstofftourismus“ zu. Beispielsweise werden aus Deutschland ca. 5,2 Mio. Tonnen Altholz, 1,3 Mio. t Sägespäne/Holzabfälle und 1,2 Mio. t Holzplättchen exportiert. Allein diese Transporte verursachen etwa 70.000 Tonnen CO2 und hätten ca. 3.900 kleinere Biomasseheizanlagen in unseren Regionen versorgen können. (Faustzahl: 1 Biomasseheizwerk benötigt je 1 kW Leistung ca. 1 t Rohstoff).

Stimmen aus der Praxis – Netzwerk Holz von Hier 

„Schluss mit dem Rohstofftourismus“.
„Wir brauchen die Rohstoffe bei uns in der Region“.
„Wir Kommunen haben Interesse daran die Wertschöpfung in der Region zu erhöhen“.
„Die Rohstoffe effizienter einsetzten“… denn „die Waldhackschnitzel werden bei uns knapp“.
„Vor dem Bau immer prüfen ob die Rohstoffe verfügbar sind“.
„Kleinere Anlagen“.
„Rohstoffmix auch in der Förderung zulassen“.
„Wir müssen unsere kommunalen Potentiale in Zusammenarbeit mit unseren Unternehmen vor Ort besser nutzen“.
„Wir haben eigenen Wald und sind deshalb unabhängig“.
„Die Technik für die Biomasseheizwerke ist ausgereift, wir brauchen Investoren und gute Contractingmodelle“.
„Machbarkeitsstudien haben wir auf dem Tisch liegen, aber es ist immer noch unklar, wo es für uns lang gehen soll“.

Biogasanlage; #holzvonhier-Energie

Bild Biogasanlage

Beispiel Biogasanlagen

Heimische Reststoffe der kurzen Wege aus Landwirtschaft und Kommunen nutzen bedeutet Wirtschaftlichkeit und eine positive Klimabilanz,  auch wenn die Förderungen gegenwärtig – leider ! – nicht an die Nutzung heimischer Rohstoffe gebunden sind.

Deutsche Biogasanlagen.

Die deutschen 4.780 Biogasanlagen erzeugen 1.600 MWel Strom, durch wurden 6,9 Mio. Tonnen CO2 vermieden. Das Biogaspotential wird auf 417 PJ geschätzt, 83% aus Energiepflanzen, 26% aus Tierexkrementen/Bioabfällen.

Ökologische Schlaglichter.

Seit Einführung des „Nawaro-Bonus“ werden v. a. Mais, Getreide, Grassilage in Biogasanlagen eingesetzt und haben Gülle und Reststoffe oft abgelöst. Deutsche Biogasanlagen sind zur Vemeidung von Methanemissionen, neben CO2 einem weiteren  starken Treibhausgas, verpflichtet, dies ist nicht überall in der EU der Fall. Landnutzungsänderungen für Biogas sind im weltweiten Vergleich in Deutschland moderat. Aber auch bei uns vermehrter Maisanbau, Grünlandintensivierung, sowie Wiedernutzung von Stillegungsflächen stattgefunden.

Innovationen.

Beispiel für eine Innovation in dem Bereich ist die Trockenfermentation, ein einstufiges Batch-Verfahren zur Biogaserzeugung (mit BHKW). Es kann schüttfähige und stapelbare Biomasse, mit einen hohen Trockensubstanzgehalt bis 70% TS eingesetzt werden, also neben Mais, Grasschnitte z. B. auch Gartenabfälle, Bioabfälle, Mist, Stroh. Die Gasausbeuten gleichen denen der Naßverfahren. Interessant sind auch der niedrige Prozessenergie- und Wasserverbrauch. Deshalb ist die Technik auch in Ländern mit Wasserknappheit geeignet. Das Gas zeichnet sich durch niedrige Schwefel- und hohe Methangehalte aus und kann ins Gasnetz eingespeist oder für Gasfahrzeuge verwendet werden. Das vergorene Restmaterial kann als Dünger in Landwirtschaft oder Gartenbau verwendet werden.

Short Facts

Brennwerte:
Biogas: 20-25 MJ/m3; Erdgas: 30-45 MJ/m3
Wirkungsgrad

BHKWelektr.: 30 – 45%; BHKWtherm.: 35 – 60%; BHKWgesamt: ca. 85%
Laufzeit ca.

7.500-8.000 Bh/Jahr
Invest ca.

3.000 bis 4.000 Euro/KWel
Förderung

Grundvergütung, Nawaro-Bonus, Gülle-Bonus, Landschaftspflegematerial-Bonus, Emissionsminderungs-Bonus, Technologie-Bonus, KWK-Bonus.
Methangehalt von Biogas: 50-75%.

Heizöläquivalend: 1 m3 Biogas = 0,6 l Heizöl
Biogaserträge (Auswahl):
Gülle:           30 m3/t FM
Bioabfall:    100 m3/t FM
Grassilage: 170 m3/t FM
Maissilage: 200 m3/t FM
Methanerträge je Silageart: 1 Hektar …
Mais:        ca. 5.500 m3
Getreide:  ca. 3.900 m3
Kleegras:  ca. 3.500 m3
Gras:        ca. 2.800 m3
Techniken: Naßfermentation und Trockenfermentation

Daten aus : BMU 2007, 2008. Abbildungen Daten aus BMWi , 2009/2010, BMU, 2008. 

 

Mehr Infos im
Starthilfepacket kleine Biomasseheizwerke

unter http://www.holz-von-hier.de
gefördert von der FNR Fachangentur für nahcwachsende Rohstoffe

oder als Komune anfordern als CD bei Holz von Hier inklusieve weitere Infopakete.

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.