holzvonhier

Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Holz von Hier im Vorstand des Holzbaucluster Hessen

Vorstand HCH111

In Hessen hat sich ein neues Cluster in der Holzwirtschaft gegründet. Nach Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westphalen haben sich nun auch in Hessen wichtige Akteure der Branche zusammengschlossen, um entlang der Verarbeitungskette Synergien zu nutzen und Akteure zu vernetzen. Das Cluster untescheidet sich jedoch in so manchem von bestehenden Clustern. Das fängt bereits mit dem Namen an. Genau heißt es ‚Holzbaucluster Hessen‘. Das deutet schon auf ein weiteres hin, dass nämlch hier die Initiative zentral von Verband hessischer Zimmermeister ausging und der Holzbau der zentrale Dreh- und Angelpunkt darstellt.

Nach einer längeren Vorphase mit Sondierungs- und Kooperationsgesprächen war es nun endlich soweit und das Holzbaucluster hat sich im Rahmen einer Versammlung von potenziellen Mitgliedern am 15.6.2016 konstitutiert. Als Organisationsform wurde ein gemeinnütziger Verein gewählt. Ziele sind die Förderung des Klima- und Umweltschutz auf regionaler Ebene, die Sensibilisierung der Gesellschaft und Wirtschaft im Hinblick auf einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Holz, das Leisten eines wesentlichen Beitrages zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes, die zukunftsfähige Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der Wertschöpfung in der Region und darüber hinaus.

Kein Wunder also, dass sich Holz von Hier gut mit diesen Zielen im Einklang sehen kann. So war Holz von Hier von Beginn an ein interessierter und mitgestaltender Akteur und am 15.6. auch Gründungsmitglied. Aber wie vieles beruht auch dies auf Gegenseitigkeit, Holz von Hier bedankt sich daher für das Interesse und die Offenheit von Seiten der Holzbaubranche in Hessen. Es freut uns insbesondere, dass sich diese Offenheit und das Interesse in Hessen, das sich wohltuend von manchen anderen Regionen unterscheidet, auch darin ausdrückt, das Holz von Hier bei der Gründungsversammlung einstimmig mit in den Vorstand gewählt worden ist. Es geht also doch!

Die Vorstandsmitglieder im Bild oben (v.l.n.r):

TH Mittelhessen (Prof. Dr. Achim Vogelsberger); Holz von Hier (Dr. Philipp Strohmeier), Verband hessischer Zimmermeister (Walter Maiß), (Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes (Helmhardt Neuenhagen), Hessen Forst (Michaael Gerst), Landkreis Lahn-Dill (Heinz Schreiber), Zimmererinnung Fulda (Stefan Rehm) sowie (nicht im Bild): DeSH (Lars Schmidt und Handwerkskammer Kassel (Johannes Schwarz).

 

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„Das wird mich immer an Holz von Hier erinnern“

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Holz von Hier als Aussteller auf der Woche der Umwelt in Berlin

Es waren ereignisreiche sonnige Tage auf der Woche der Umwelt in Schloss Bellevue, mit vielen schönen Gesprächen und vielen Top Kontakten. Wir sind dankbar, so viele für den weiteren Weg von Holz von Hier wichtige Menschen getroffen zu haben. Und wir sind auch froh zu erleben, dass das Thema Klimaschutz durch Produkte, Netzwerke und Innovationen so vielfältig angepackt wird. Wir sind der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Jury, die die wenigen Aussteller aus hunderten Bewerbungen ausgewählt hat, sehr dankbar, dass Holz von Hier auf der Woche der Umwelt als Aussteller dabei sein konnte.

Nach seiner Abendrede vor den Ausstellern bekam Herr Gauck von ausgewählten Gästen Geschenke überreicht, bedankte sich herzlich und erklärte, dass die vielen Geschenke, die man in seiner Position bekomme im Schloss in einer speziellen „Kammer für Geschenke“ ausgestellt würden. Nach der Ansprache haben wir es geschafft zu ihm vorzudringen und Ihm kurz Holz von Hier vorzustellen und welcher Klimanutzen mit der Verkürzung der Stoffströme erreicht werden kann. Herr Gauck war beeindruckt und dankte uns und allen an Holz von Hier Beteiligten für das Engagement. Dann schenkten wir Ihm einen selbst entworfenen Flaschenöffner aus heimischem Kirschholz. Herr Gauck meinte „Oh der ist aber schön, funktioniert der auch?“ Das haben wir ihm natürlich versichert. Dann endete das Gespräch mit den Worten von Herrn Gauck „Der kommt nicht in die Kammer, sondern bei mir auf den Esstisch und das wird mich immer an Holz von Hier erinnern“.

Wir wünschten – und wünschen – Herrn Gauck noch alles Gute und Gottes Segen, auch nach der Amtszeit und …. weg war er.

Was für ein Tag auf Schloss Bellevue ! organisiert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Danke, dass wir dabei sein konnten. Herrn Bundespräsidenten Gauck auf der Woche der Umwelt Holz von Hier kurz vorstellen zu können war für uns eine große Ehre und Freude.

Ihre Gabriele Bruckner und Herr Philipp Strohmeier, für die gemeinnützige Initiative Holz von Hier mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel.

Für mehr Infos und Bilder : http://www.holz-von-hier.de


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Holz von Hier findet Unterstützung von Seiten der Politik

Holz von Hier als Initiative und Umweltlabel für mehr Klimaschutz und Artenvielfalt findet nicht nur grüne Anhänger, sondern breiten Anklang. So unterstützt in Baden-Württemberg auch die CSU Fraktion die Initiative Holz von Hier und wünscht eine Landesweite Umsetzung und Implementierung in der Landespolitik und der öffentlichen Beschaffung.

So ist in einer Pressemitteilung vom 5.3.2015 zu lesen:

P r e s s e m i t t e i l u n g

Nr. 40/2015

Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion Paul Locherer MdL:

„Holz aus Baden-Württemberg muss besser vermarktet werden!“

„Unsere parlamentarische Initiative verfolgt das Ziel, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten vorhandene Ansätze zur besseren Vermarktung von Holz aus Baden-Württemberg in den Blick zu nehmen. Ziel muss es sein, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken. Ein Weg kann dabei über das Zertifizierungssystem „Holz von Hier“ führen. Die Tatsache, dass sich bereits über 70 Betriebe der Holzbearbeitung der Initiative „Holz von Hier“ angeschlossen haben, sichert eine flächendeckende Verfügbarkeit entsprechender Produkte in Baden-Württemberg“, sagte Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion, Paul Locherer MdL, der so Paul Locherer.

Die Stärkung der regionalen Holzvermarktung biete zahlreiche Vorteile. Hierzu zählten u.a. die Stärkung der regionalen Wertschöpfung und die Reduzierung von Transportkosten für die Säge- und Holzwirtschaft. „Nicht zuletzt ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Eine noch bessere Vermarktung dieses Rohstoffes, kann daher auch positive Auswirkungen auf den Klimaschutz haben“, zeigt sich Paul Locherer überzeugt. Locherer verweist bei seiner Initiative auch auf die wachsende Unterstützung für „Holz von Hier“ in Baden-Württemberg durch den Landkreistag, den NABU oder den Handwerkskammertag.

Bleibt zu hoffen, dass dies seinen Niederschlag findet!


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„Nachhaltigkeit darf an der Waldstraße nicht aufhören, auch was danach kommt ist wichtig“

VSH BW Jahreshauptversammlung 2014-1

Diese einleitenden Worte von Herrn Präsident Schilling auf der Jahreshauptversammlung des VSH Baden-Württemberg fassten zusammen was dann an vielen Beispielen aufgezeigt wurde, dass nämlich Holzprodukte und Holzbau ohne Schnittholz der kurzen Wege, zu wenig mit Klimaschutz, Ressourceneffizienz und regionaler Wertschöpfung zu tun haben.

Wer mittelständische Betriebe in ihrer Charakterstärke, Bodenständigkeit und Innovationskraft und auch ihrem klaren Bekenntnis zu ihren Regionen und klar auch zu Klima- und Umweltschutz erleben wollte, hätte bei der Jahreshautversammlung 2014 der Säger Baden-Württemberg in Bahlingen dabei sein müssen.

Wir berichten darüber als Holz von Hier, nicht nur, weil wir dabei waren und der Verband nochmals und noch stärker als schon im ganzen Jahr 2014 ein mehr als ganz klares „JA“ zu Holz von Hier gegeben hat. Wir wollen einen Verband kurz vorstellen, der gemeinsam mit Holz von Hier mehr als klar auch gegen Widerstände kommuniziert, dass die zunehmenden Transporte auch bei Holzproduktion ein globaler Wahnsinn sind, mit extremen Auswirkungen nicht nur für Klima und Umwelt sondern auch für die Regionen.

Holz von Hier wurde schon vieles vorgeworfen, es sei ein „Globalisierungsgegner“, „rückständig“, „vertritt Nischenfunktionen“, waren davon nur die nettesten Dinge. Dazu möchten wir hier nur eines sagen: Holz von Hier will gemeinsam mit dem Verband und inzwischen vielen anderen starken Partnern nur eines: eine Alternative auf der Produktebene schaffen und alle Ebenen über die Zusammenhänge informieren, so dass sich Betriebe und auch Architekten, Kommunen und Kunden selbst (!) entscheiden können was Ihnen wichtig ist.

Wenn Ihnen das wichtig ist: fragen Sie immer, wenn Sie ein Holzprodukt kaufen nach, ob es einen Holz von Hier Herkunftsnachweis bzw. Zertifikat hat !

Holz von Hier will kurze Stoffströme in Produkten salonfähig machen, weil es unserer Überzeugung und Erfahrung nach nicht nur ein wesentlicher Weg zu mehr praktischem ! Klimaschutz und Ressourcenschonung ist, sondern auch noch zudem alles andere als rückständig. Dies und mehr Nachhaltigkeit fordert im Übrigen auch die EU, beispielsweise in ihrem sechsten Umweltaktionsprogramm, aus Klima- und Umweltschutzgründen „Entkopplung von Wertschöpfung und Transporten“ – Produkte mit dem Holz von Hier Label sind dafür ein best-practice Beispiel.

Vielen ist es vielleicht nicht bewusst, deshalb sei hier nochmals betont: wenn Sie heute ein Holzprodukt kaufen oder ein Holzhaus bauen, heisst dies noch lange nicht, dass das Holz dafür auch aus dem Wald von nebenan und als Schnittholz vom Säger nebenan kommt. Vielmehr hat heute das Holz selbst bei einem Bezug von einem örtlichen Händler oder sogar Hersteller in vielen weiterverarbeiteten Halbwaren und auch Endprodukten enorm lange Transportwege hinter sich, vielfach aus Osteuropa, Russland, Übersee. Das trifft im Übrigen natürlich nicht nur für Holzprodukte zu, sondern für nahezu alle anderen Produkte aus anderen Materialen auch. Die Stoffströme werden immer globaler, was für Umwelt und Klima fatal ist.

Doch jetzt würden wir gerne ein paar Worte zur Situation der Säger in Baden-Württemberg sagen, um Ihnen die Bedeutung der heimischen Sägewerk für den klimafreundlichen Stoffstrom bei Holzprodukten nahe zu bringen und Ihnen auch diese Branche etwas näher vorzustellen. Im Übrigen ist diese beschriebene Situation für nahezu alle mittelständischen Säger in jedem Bundesland ähnlich und auch in anderen EU Ländern wie z.B. Frankreich.

#holzvonhier-Rundholz an Waldstraße-1

Bild Rundholzpolter an Waldstraße

Die Sägewerke leiden heute vor allem unter folgenden Punkten:

Folgende Aspekte wurden von den anwesenden Teilnehmern thematisiert und diskutiert:

(1) Heimische mittelständische Sägewerke bekommen im vielen Regionen zu wenig heimisches Rundholz.

(a) Erstens weil ein nicht geringer Teil des Rundholzes aus den Regionen exportiert wird. Laut FAO (Weltwaldbericht) ist beispielsweise Deutschland nach der Russischen Föderation, USA, Neuseeland und Frankreich der fünftgrößte Rundholzexporteur der Welt. (In Baden-Württemberg sind die Rundholzexporte aus dem Staatsforst nach Angaben von Herrn Forstpräsidenten Reger der an der Jahreshauptversammlung des VSH aus der Sicht des Staatsforstes gesprochen hat, vergleichsweise eher gering: ca. 20% des Einschlages gehen demnach aus dem Staatsforst nach außerhalb Baden-Württembergs).

(b) Zweitens ist in einigen Bundesländern gerade beim immer knapper werdenden Nadelholz ein Großteil des Rundholzes aus dem Staatsforst immer noch in Verträgen mit Großabnehmern anderweitig gebunden, so dass es für den Mittelstand in den Regionen nicht marktwirtschaftlich zur Verfügung steht.

(c) Drittes wird die Versorgung der heimischen mittelständischen Sägewerke aus dem Kommunalwald und dem Privatwald scheinbar immer schwieriger. Während der Staatsforst in vielen Bundesländern bereits nahe an der Nachhaltigkeitsgrenze bewirtschaftet – und hier auch demzufolge nicht mehr Holz mobilisierbar ist und aus Nachhaltigkeitsgründen auch nicht mobilisiert werden kann und sollte -, werden laut neuer Bundeswaldinventur die Bestände im Privatwald immer mehr. Jedoch auch hier an genügend Holz zu kommen wird für die Mittelständischen Säger aus diversen Gründen immer schwieriger.

  • Jede Kommune und jeder Waldbesitzer der hier mithelfen will regional Kreisläufe zu guten Konditionen wieder zu schließen ist hier herzlich zum Austausch mit Holz von Hier und dem VSH willkommen. Holz von Hier entwickelt hierzu auch mit einem Arbeitskreis aus forstlichen Vertretern und der BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) eine bundesweite Plattform, die sicherlich für viele Kommunen und Waldbesitzer interessant sein kann. Bitte melden Sie Sich bei uns.

 

(2) Die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Rundholzpreisen und Schnittholzpreisen ist für mittelständische Betriebe, die nicht in anderen Ländern oder Produktbereichen Depandancen haben nicht mehr ausgleichbar.

Die Rundholzpreise in Mitteleuropa sind weltweit die höchsten und werden regional vom Forst festgesetzt. Die Schnittholzpreise dagegen sind heute Weltmarktpreise und werden von einigen wenigen sehr großen Global Playern festgemacht. Bereits die Stoffströme beim Schnittholz sind heute international. Umweltorganisationen haben heraus gefunden, dass das in vielen Ländern der Welt in den dortigen Urwäldern illegal geschlagene Holz die Schnittholzpreise weltweit um 9 bis 16 % senkt. Ein wichtiges Dokument hierzu sind beispielsweise die Berichte der UNEP und Interpool wie z.B. „Green Carbon and Black trade“.

Dieses „billigere“ Holz das als alles andere als “klimaneutral“ gelten muss, erkaufen wir als Verbraucher meist unwissentlich mit enormen Folgen nicht nur für Klima und Biodiversität sondern auch für die Sägewerke in unseren Regionen und die Arbeitsplätze die sie zur Verfügung stellen. Dabei profitieren wir als Kunden von diesem Preisdumping meist noch nicht einmal. Die günstigeren Schnittholzpreise verlieren sich letztlich im Endprodukt das wir kaufen. Deswegen ist beispielsweise ein Car-Port, ein Holzhaus, ein Dachstuhl oder eine Inneneinrichtung mit dem klimafreundlichen Holz von Hier Nachweis in der Regel nicht oder nur sehr unwesentlich teurer als ein Holzprodukt mit Holz unbekannter Herkunft.

  • Im übrigen gilt das hier gesagte natürlich nicht nur für Holz sondern für jeden anderen Rohstoff. Raubbau an Ressourcen, egal bei welchem Material, macht über Dumpingpreise unsere Umwelt kaputt und kommt uns als Verbrauchern letztlich gar nicht zugute.

 

(3) Steigende Energiekosten bei derzeit immer weniger Rendite für Sägerestholzprodukte.

Die Energiekosten sind bei den Sägewerken erheblich gestiegen. Dies, verbunden mit immer strengeren Auflagen der Versicherer im Bereich Brandschutz, damit sie die Betriebe überhaupt noch versichern, und verbunden mit den Zahlungsmodalitäten, nehmen das betriebswirtschaftliche Ergebnis der mittelständischen Säger immer mehr in die Zange. Viele mittelständische Säger können froh sein, wenn sie am Ende des Jahres eine schwarze null schreiben und das liegt wie oben geschildert weder am betriebswirtschaftlichen Geschick noch der Innovationskraft der regionalen Betriebe, hat also nichts mit „natürlicher Auslese zu tun“ oder einem „unvermeidbaren Strukturwandel“, wie einige sicher immer schnell und gerne über die Brache sagen.

  • Jeder erfahrene Anbieter für betriebliche Brandschutzkonzepte im Sägewerksbereich, der von Versicherern akzeptiert wird und der den Betrieben des VSH gute Angebote machen kann ist hier herzlich eingeladen dies zu tun.

Hinzu kommt, dass es zwar für Energieholz aus dem Forst oder Landschaftspflegematerial im EEG, dem erneuerbaren Energien Gesetz, einen Förderbonus gibt, den so genannten NaWaRo Bonus für nachwachsende Rohstoffe, den gibt es aber nicht für das Restholz der Sägewerke. Warum eigentlich nicht fragt hier der VSH Baden Württemberg, wie wir finden zu recht. Und Holz von Hier fragt: „warum ist der NaWaRo Bonus eigentlich nicht an heimische Rohstoffe gebunden“. Warum bekommen also Waldhackschnitzel (teils auch noch ohne Waldnachhaltigkeitslabel) aus langen Transporten und teils Übersee-Importen, die gleiche Förderung in Deutschland wie Hackschnitzel aus dem heimischen Wald? Und das, wo doch die NaWaRo Förderung ursprünglich doch wohl als Klimaschutzförderung gedacht war?

  •  Wir werden dieses Thema in einer gesonderten Blog-Serie „gestaltete Bioenergie“ näher beleuchten.

 

Herbstwald Unterwuchs #holzvonhier

Bild eines heimischen Waldes (Bildquelle Holz von Hier)

Für diejenigen Leser, die die Stoffströme von Holz noch nicht so kennen, möchten wir kurz auch auf den Forst und die nachfolgenden Branchen eingehen.

Rundholz wird in unserem nachhaltig bewirtschaften heimischen Wäldern eingeschlagen. Bereits per Waldgesetz müssen unsere heimischen Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden und darüber hinaus sind in Deutschland 70% der Waldflächen mit den international anerkannten Waldlabeln FSC und PEFC zertifiziert, die die nachhaltige Waldbewirtschaftung nochmals in besonderer Weise hervorheben und überprüfen. Das ist in anderen Ländern noch deutlich anders. In Afrika oder Asien sind beispielsweise weniger als 5 % aller Waldflächen mit diesen internationalen Nachhaltigkeitslabeln im Wald zertifiziert. Unter anderem deshalb ist es gerade bei Holz aus solchen Ländern besonders wichtig auf anerkannte Nachweise nachhaltiger Waldwirtschaft zu achten.
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Bild: Korruptionsrisiko nach Welregionen aus denen Rohstoffe also auch Holz nach Europa kommt (Quelle Weltbank).

Dies betrifft Holz von Hier nicht, weil es Holz aus solchen Ländern systemimmanent ausschließt. Da Holz von Hier bewusst keine eigenen Kriterien für die Waldbewirtschaftung in seinem Standard festgelegt hat, sondern den Stoffstrom ab dem Rundholz an Waldstraße betrachtet, für Holz von Hier das Thema nachhaltige Waldwirtschaft aber dennoch sehr wichtig ist, ist eine der Grundvoraussetzungen für Rundholz, das in die CoC Kontrolle von Holz von Hier eingespeist wird, dass dieses „ … aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen muss, nachgewiesen durch ein Forstmanagementzertifikat nach FSC, PEFC oder vergleichbar“.

Schnittholz #holzvonhier
Bild Schnittholz kurz vor dem Abtransport (Netzwerkbild Holz von Hier)

Heimische Sägewerke schneiden den Rohstoff Rundholz ein und machen daraus Bauholz, Schnittholz aller Art für den Hausbau und Innenausbau, Möbelbau und Holz im Außenbereich. Beim Säger fallen aber auch Sägerrestholzprodukte an, aus denen Hackschnitzel, Pellets oder Brennholz für Kunden wird.

Inzwischen sind die heimischen Sägewerke jedoch von zwei Seiten in Bedrängnis: sie bekommen immer weniger Rundholz aus dem heimischen Wald und auf der anderen Seite verwenden immer weniger nachfolgende Betriebe wie Zimmerer und Schreiner Holz das von heimischen Sägern eingeschnitten wurde, oft sicher unwissentlich, weil sie über den Handel beziehen, der auch in der Regel keine Herkunftsnachweise für das Holz innerhalb kurzer Wege hat.

Deshalb ist es ja so wichtig Ihren Zimmerer oder Schreiner der Ihnen einen Car-Port oder Holzhaus baut oder ein Möbelstück, zu fragen, ob er Ihnen nachweisen kann, woher das Holz kommt, z.B. über ein „Holz von Hier“-Zertifikat. Denn, einem Holzprodukt sieht man es ja nicht an woher das Holz stammt und wie der Stoffstrom war. Lärche aus Sibirien, Fichte aus Russland, Ahorn aus Kanada oder Holz unsicherer Herkunft ? Wenn Sie das nicht wollen, sondern bei allen Holzprodukten, auch bei solchen aus potentiell heimischen Baumarten sicher sein wollen, dass es Holz der kurzen Wege ist, sollten Sie immer einen Nachweis verlangen.

Auch vielen Architekten ist diese Thematik oft nicht bewusst, deshalb fragen Sie als kommunale Entscheider und als Kunden immer auch Ihren Architekten, er möge doch bitte Nachweise wie „Holz von Hier“ in der Ausschreibung fordern oder auf solche Produkte achten. Vielfach wird heute beispielsweise immer noch „Sibirische Lärche“ oder „Meranti“ und anderes ausgeschrieben was leicht durch umweltfreundlichere Holzprodukte derselben Verwendung ersetzt werden könnte. Das liegt weder an der Qualität des Holzes noch an Ignoranz, sondern vielfach daran, weil man sich dessen nicht bewusst ist und oder weil das seit Jahrzehnten beim Holzbau in Ausschreibungstexten so steht, die dann einfach übernommen werden. Auch hier stellen wir uns jeder Diskussion und würden uns freuen Ihnen als ausschreibende Architekten praktische Positiv-Beispiele aufzeigen zu können.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Organisationen bedanken die bereits jetzt Partner von Holz von Hier in Baden-Württemberg sind und sich mit viel Engagement auf eine solche Umweltkommunikation eingelassen haben und die Ergebnisse an ihre Klientel herantragen. Mehr zu diesen und allen weiteren Partnern von Holz von Hier erfahren Sie 2015 in unserer neuen Blog-Serie „Unser Partner“.

Wir freuen uns auf den weiteren Diskurs mit Ihnen Allen

Ihre GB und PS

 

Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de

Mehr Infos zum VSH Baden-Württembreg unter: http://www.vsh.de

 

HOLZ VON HIER -Initiative, Zertifikat, Netzwerk
HOLZ VON HIER –ist eine gemeinnützige Initiative mit nationalem Kuratorium und Beiräten. Holz von Hier ist auch der Name für ein Zertifikat für besonders Klima- und Umweltfreundliche Holzprodukte aus Holz der kurzen Wege. Hinter Holz von Hier steht ein breites und offenes Netzwerk an Partnern und an engagierten Betrieben, die solche Produkte anbieten.
HOLZ VON HIER Stammseite: http://www.holz-von-hier.de
Betriebe, Produkte, Gebäude, Partner finden unter holz-von-hier.de oder einfach eingeben:
Betriebe finden: http://bit.ly/hvh-Betriebe
Produkte finden: http://bit.ly/hvh-Produkte
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Sägewerksprodukte aus Baden-Württemberg

#holzvonhier-Holzwirtschaft im Sägewerk

Foto Nadelholz-Sägewerk

 Holz von Hier und VSH Baden Württemberg – Säger voll dabei

Holz von Hier und der Verband der Säge- und Holzindustrie Baden Württemberg arbeiten seit 2014 sehr eng zusammen, um in Baden-Württemberg Holz von Hier gemeinsam mit weiteren Partnern umzusetzen. Es machen bereits jetzt, etwa 5 Monate nach Beginn der offfiziellen Zusammenarbeit, knapp 80 Sägewerke aus Baden-Württemberg mit. Das sind Sägewerke aller Größenordungen, es sind Nadel- und Laubholzsäger vetreten.

Bereits jetzt sind alle im Zimmererbereich für modernen Holzbau interessante Produkte und Schnittholz und andere Schreinerware für Möbel und Innnenausbau in Baden Württtemberg mit Holz von Hier zertifizierbar, wie z.B.:

  • trockenes Listenbauholz
  • Hobelware
  • Blockware
  • Dielen
  • MH
  • KVH
  • BSH
  • Massivplatten
  • Parkett
  • Terassendielen
  • Fassaden
  • Schnittholz nahezu aller heimischen Holzarten
  • diverse Schreinerwaren
  • Werkzeugstiele
  • Gartenhäuser
  • Holzhäuser
  • Blockbau
  • Verpackungswaren
  • Pellets
  • Hackschnitzel
  • und anderes

Holz von Hier wird auch viele Zimmerer und Schreiner interessieren, wenn sie erst einmal davon erfahren haben.

Denn bei den sehr zahlreichen Zimmereien und Schreinereien in BW brauchen die Zimmerer und Schreiner auch Alleinstellungsmerkmale. Ein solches ist Holz von Hier. Wenn nur 5-10% aller Zimmerer und Schreiner in Baden-Württemberg noch 2014 mitmachen, wäre das ein enormer Schritt und ein großer Fortschritt für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung in Baden-Württemberg. Dafür müssen die Zimmerer und Schreiner in Baden-Württemberg zunächst nur über Holz von Hier informiert werden, so dass sich interessierte Betriebe an uns wenden können. Holz von Hier hat die Interessenvertretungen bereits informiert und um Mithilfe gebeten.

Schreiner pro heimisches Holz – Holz von Hier !

Mit der Umweltgruppe  im Schreinerverband Baden-Württemberg besteht bereits eine sehr konstruktive Zusammenarbeit, seit Mai 2014 auch offiziell.

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 Liebe Partner, Freunde und Follower – bitte helft mit, Holz von Hier bekannt zu machen.

Jetzt bitten wir auch unsere Partner, Follower und Freude im Netz: wenn Ihr einen Schreiner, Zimmerer oder sonstigen Betrieb kennt, der mit Holz zu tun hat (in Baden-Württemberg oder auch in anderen Bundesländern) bitte sprecht ihm auf Holz von Hier an und nennt ihm unsere Web Kontakte. Wir können so interessierte Beriebe viel schneller und direkter informieren, so dass sie bei Interesse und Fragen an Holz von Hier heran treten können.

Die Betriebe der Holzkette müssen wissen, dass es Holz von Hier gibt. Das reicht oft schon, dass viele davon angetan sind. Denn unsere heimischen Zimmerer und Schreiner sind, so wie wir sie kennen, Klima- und Umweltschutzaspekten aufgeschlossen, denn sie haben das Herz auf dem rechten Fleck und sie wollen etwas für ihre Regionen tun.

Holzvonhier-Grüße

Danke!


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Besuch im Schloss

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#holzvonhier.de/Aktuelles

Holz von Hier war gestern bei der Forstverwaltung von Thurn & Taxis zu Gast. Der Forstbetrieb ist einer der Teilnehmner an einem Arbeitskreis, der heute in der Regierung von Oberfranken stattfindet. Da der zuständige Forstbetriebsleiter von Thurn & Taxis nicht an dem ersten Workshop teilnehmen kann, haben wir die verschiedenen Themen vorab erörtert. Das Gespräch war sehr positiv und konstruktiv und die Anregungen werden heute in den AK mit eingebracht.
Der Arbeitskreis aus Forstfachleuten aus ganz Deutschland – wir berichten morgen genauer – arbeitet am Projekt „Wald – Wege zur Vielfalt mit“.
Holz von Hier ist der Träger dieses vom Bundeslandwirtschaftsministerium und der BLE (Deutsche Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft) geförderten Projektes. Das Projekt wird aus dem Programm Biodiversität gefördert.

Herzliche Grüße GB uund PS

#holzvonhier-AK-WaldWege zur Vielfalt-Bild-Schloss Turn und Taxis-1


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Aktuelles: Regenwald Amazonien schützen

#holzvonhier

#holz-von-hier.de

Aktuelles

Einer unserer Partner von HOLZ VON HIER ist das Regenwaldinstitut in Freiburg e.V., die Projekte zum Regenwaldschutz machen. Sie suchen gerade noch Spender für den Kauf und Schutz einer unberührten Regenwaldfläche (Urwald) in Amazonien. Es ist nicht leicht an solche Flächen zu kommen oder die Möglichkeit zu haben solche zu kaufen und unter Schutz zu stellen, deshalb: Bitte machen Sie mit. Hier der Link.
http://www.regenwald-institut.de/deutsch/index.html

Demnächst mehr in einer Blogserie über die Partner von Holz von Hier.

Herzliche Grüße
[gb] und [ps]