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Globales Denken erfordert regionales Handeln.

Klimaschutz: „Güterverkehr findet auf der Straße statt – mit erhöhtem Transportaufkommen“

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Bild: Transport in Afrika. Güterverkehr findet auf der Straße statt. In Deutschland unterliegen Transporte deutscher Transportunternehmen strengen Sicherheits- und Umweltauflagen sowie auch Tonnagebegrenzungen. (Bild B&S).

Der Güterverkehr findet auf der Straße statt – mit erhöhten Transportaufkommen.

  • Der Großteil des Güterverkehrs findet wie bekannt auf der Straße statt. Im Jahr 2012 beispielsweise waren die in Deutschland transportierten Waren wie folgt auf die Transportmittel verteilt: 3.120 Mio. t Waren wurden per LKW auf der Straße transportiert (356 Mio. t auf der Schiene und 259 Mio. t auf Flüssen). Auf der Straße wurden davon nur etwa 3 Mio. t von deutschen LKW innerhalb Deutschlands transportiert.
  • Entwicklung des Welthandels und dessen Tansporte. Im Jahr 1950 waren es noch 0,6 Milliarden US Dollar, die mit Welthandel verdient wurden, im Jahr 1990 waren es bereits 3.5 Mrd. US Dollar und im Jahr 2011 etwa 18 Milliarden US Dollar, das ist eine exponentielle Steigerung.
  • Demzufolge entwickelte sich auch der Weltnutzfahrzeugmarkt exponentiell (KPMG: gesamt 12.090). Allein in den letzten 10 Jahren ist der Nutzfahtrzeugmarkt weltweit erheblich angestiegen. Von 2005 bis 2015 um 2.570.000 mehr Nutzfahrzeuge, davon allerdings 97% (2.500.000) in Ländern, die nicht den Europäischen Umweltstandards für Nutzfahrzeuge entsprechen, die teils aber auch Güter in die EU transportieren. Das bedeutet, dass die Umweltbelastungen, die mit Produkten auf dem europäischen Markt verbunden sind, zugenommen haben und zunehmen werden.
  • Ein wachsender Anteil der globalen Warenströme ist von Bedarf und Wirtschaftswachstum abgekoppelt. Die Außenhandelswarenströme weltweit Transpoprte sind seit 1970 gegenüber der Produktion überproportional gestiegen. Das heißt, dass die Warenströme nicht durch gestiegenen Bedarf bedingt sind. Ein wachsender Anteil der globalen Warenströme ist daher vom Bedarf her überflüssig.

Produktumweltampel

Mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde eine Produktumweltampel entwickelt, die Holz von Hier in 2016, gemeinsam mit Unterstützung von Partnern national und in einzelnen Bundesländern (wie z.B. der Bayerischen Sparkassenstiftung) herausgibt. Mit der Produktumweltampel wird gezeigt, dass die Transporte nicht nur einen „gewissen Anteil“, sondern im Gegenteil einen ganz wesentlichen Anteil an der Nachhaltigkeit eines Produktes haben können.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.
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3 Kommentare zu “Klimaschutz: „Güterverkehr findet auf der Straße statt – mit erhöhtem Transportaufkommen“

  1. Gibt es ein Bild von der Ampel, wie das dann konkret aussieht? Vielleicht wäre das ja auch ein Modell für andere Produkte, denn auch da macht der Transport eine Menge aus. Viele Grüße, Marlene

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