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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Bauen mit Holz – nicht automatisch umweltfreundlich

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Auf die Herkunft kommt es an!

Der Einsatz von Holz im Bau gilt gemeinhin als Beitrag zum Klimaschutz. Hier wird einerseits auf die Tatsache abgestellt, dass Holz – im Gegensatz zu anderen Baumaterialien – ein nachwachsender Rohstoff ist, der zumindest theoretisch unbegrenzt zur Verfügung. Praktisch ist das natürlich nur der Fall, wenn nicht mehr Holz geerntet wird, als nachwächst, wie im Falle nachhaltiger Waldwirtschaft bei uns in Deutschland. Anderseits wird vor allem auch mit der Speicherung von CO2 im Holz argumentiert. Holz bindet – wieder im Gegensatz zu anderen Baustoffen – während des Wachstums CO2 (ca. 1 tonne pro m³ Holz). Bei langfristiger Verwendung wird so CO2 der Atmosphäre entzogen und festgelegt, zumindest bis es nach der Nutzung, z.B. durch Verbrennung, wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.

Gerade bei der Betrachtung der Speicherwirkung kommt es jedoch auf die CO2-Gesamtbilanz an. Diese hängt wiederum stark auch davon ab, wo das Holz für das bei uns eingesetzte Holzprodukt gewachsen ist. 1 m³ Nadelholz hat etwa 1 t CO2 gebunden. Stammt das Rundholz dabei aus der Region und wurde geschlossen in der Region weiter verarbeitet, so entspricht dies nahezu der Nettobilanz, da nur etwa 40 kg CO2 pro m³ Schnittholz entlang der Verarbeitungskette bis zum fertigen Schnittholz emittiert wird. Stammt das Rundholz für die Herstellung des Schnittholzes oder insbesondere auch weiter verarbeiteter Holzprodukte wie KVH oder BSH, aus Import wie z.B. Skandinavien oder Russland – was ohne genaue Kenntnis der Stoffströme entlang der gesamten Verarbeitungskette durchaus der Fall sein kann – so werden erheblich größere Mengen an CO2 vom Wald bis zum fertigen Produkt emittiert. Im Falle von Skandinavien liegen diese alleine transportbedingt z.B. bei knapp 90 kg, bei einer Herkunft aus Westrussland bei 190 kg und bei einer Herkunft aus Sibirien bei 340 kg. Im Falle von Sibirien liegen die gesamten Emissionen aufgrund nicht nachhaltigen Einschlages und CO2-Freisetzung aus den Böden teilweise sogar bei mehr als 1.000 kg CO2 pro m³ Schnittholz – die Klimabilanz ist hier sogar negativ.

Sicherheit von besonders klimafreundlichem Holz mit dem Herkunftsnachweis Holz von Hier

Einem Holzprodukt sieht man aber natürlich nicht an woher das Holz stammt und welche Entfernungen es hinter sich hat. Zu diesem Zweck wurde das bundesweit einheitliche Zertifikat „HOLZ VON HIER“ entwickelt. Es gibt den ökologischen Fußabdruck von Holzprodukten wieder und es garantiert und dokumentiert kurze Transporte entlang der gesamten Verarbeitungskette vom Wald an. Das Umweltlabel bzw. die zugrunde liegenden Kriterien sind auch in öffentlichen Ausschreibungen einsetzbar. Anbieter und Hersteller entsprechender Produkte finden sich unter http://bit.ly/hvh-Produkte.

Fragen Sie ihren Lieferanten oder Handwerksbetrieb nach einem Zertifikat von Holz von Hier für das geforderte bzw. gelieferte oder verbaute Holz!

Mehr Informationen zum Umweltzeichen finden Sie unter http://www.holz-von-hier.de.

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Paris Attack

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Gott beschütze Frankreich.

Wir sind bei unseren Partnern und Mitgliedern in Frankreich.

Gott segne und beschütze Sie alle.

Gott segne und beschütze Frankreich.

Das Böse kann nicht siegen.

Gott segne und schütze Sie.

Ihre – Eure Gabi und Philipp