holzvonhier

Globales Denken erfordert regionales Handeln.


Hinterlasse einen Kommentar

Traditionelle Bioenergienutzung – Exkurs

Holzkohle am Straßenrand in nairobi

Bild: Holzkohle am Sraßenrand in Nairobi, Kenia

Traditionelle Bioenergienutzung

Weltweit einer der wichtigsten Ansatzpunkte für nachhaltige Bioenergienutzung ist die traditionelle Bioenergienutzung.

„Modernisierung der traditionellen Bioenergienutzung stellt einen in der Bioenergiedebatte wie der entwicklungspolitischen Debatte vernachlässigten Hebel für die weltweite Armutsbekämpfung dar“ so der WBGU, der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltfragen der Bundesregierung in seinem Jahersgutachten 2009.

Klimaschutz & Armutsbekämpfung durch Modernisierung der traditionellen Bioenergienutzung !

Etwa 90% der weltweit als Energielieferant genutzten Biomasse, wird von 2,5 Mrd Menschen (38% der Weltbevölkerung) in Schwellen- und Entwicklungsländern traditionell  als Feuerholz, Holzkohle und Tierdung zum Heizen und Kochen genutzt. Vom jährlichen globalen Holzeinschlag  (3 Mrd. m3), wird die Hälfte als Brennholz genutzt.

Feuerholznutzung in Kenia

Bild: Brennholz-Transport in Kenia

Der Wirkungsgrad traditioneller Drei-Steine-Herde liegt bei 5-15%, der von Holzkohle bei 4%. Durch einfache Weiterentwicklungen läßt sich der Wirkungsgrad mit Lehmherden auf fast 40% erhöhen und der Verbrauch von Feuerholz halbieren. Auch durch den Einsatz von einfachen Solartechniken und Kleinstbiogasanlagen kann der Brennstoffbedarf drastisch reduziert werden.

Aufgrund der Schadstoffbelastung durch die offenen Feuer sterben über 1,5 Mio. Menschen jährlich. Dies ist weltweit der Hauptgrund für die Sterblichkeit von Kleinkindern unter 5 Jahren (WHO).

Beispiel Kenia: Etwa 50-70% der Kenianer nutzen Holzkohle zum Kochen (in den meisten afrikanischen Ländern z. B. in Burundi, Ruanda und Kongo etwa 70-80%). Allein durch die Bevölkerung Kenias werden pro Jahr ca. 23 Mio. Tonnen Holzkohle verbraucht. Meist ist dies illegal eingeschlagenes Holz aus Primärwäldern, in Kenia vielfach aus dem Kongo, weil es hier im Land nur noch wenige Primärwälder gibt.

Daten aus: WGBU, 2009; WHO, 2007; Bruckner & Strohmeier, Berechnungen anhand von Interviews in Kenia.

Solarkocher

Wald in Park Kenia

Bild: Park in Kenia. 

In Afrika wird auch am Rande von Parks vergleichsweise viel Brennholz genutzt. Da viele Parks touristisch stark genuzt (teils übernutzt sind wie im Masai Mara) weichen gerade scheuere Tiere wie Raubkatzen oder Elefanten an diese Randgebiete aus. Dort kommen sie in Konflikt mit den dort Brennholz sammelnden Frauen und Kindern. Eine explosive Situation für alle Seiten.  Solarkocher wären eine Lösung, da die Frauen dann nicht mehr in den Busch zum Holzsammeln müssten. Das Problem bei solarem Kochen ist jedoch entweder sind die Systeme zwar kostengünstiger aber ineffektiv oder sie sind effektiv aber teuer, wie z.B. Parabolspiegelkocher.

Wir, Gabi und Philipp, (Ihr kennt uns unter G.B. und P.S.) haben in einem unserer letzen Jahresurlaube diese Thematik mit Freunden in Kenia diskutiert und privat zwei Solarkocher als Geschenke nach Kenia und Südafrika gebracht, zu einem Freund in Kenia der sie mit diversen Partnern testet und zu einem Waisenhaus mit Krankenhaus das von Ordensschwestern in Südafrika geleitet wird, die wir kennen (bzw. bringen lassen). Es wurde ausgetestet wie und für was solche Kocher im täglichen Gebrauch alles genutzt werden können und ob und wie sie auch tatsächlich genutzt werden.

Es wurden hier einige Erfahrungswerte gesammelt. Und eines lässt sich schon sagen Solares Kochen an sich findet großen Anklang (und ist teilweise auch in Kenia und Südafrika ja schon in der Umsetzung), aber die bisherigen Kocher sind teilweise zu komplex (z.B. wenn ein kleines Teil fehlt weiss keiner was er machen soll, viele Ersatzteile gibt es vor Ort nicht und sind für die Menschen vor Ort schwierig zu beschaffen) und zweitens sind sie viel zu teuer um sie gemeinnützig in solchen Gebieten z.B. am Rande von Schutzgebieten einsetzen zu können.

Also haben wir  jetzt begonnen uns zu einem kleinen Team zusammen zu setzen, um eine Lösung zu finden wie man das ganze deutlich günstiger machen könnte, bei gleicher Leistung. Wir werden Ihnen / Euch demnächst mehr berichten.

Solarkocherprojekt, Solarkochervorführung # holzvonhier-Energie

Bild: Demonstration eines Parabolspiegel-Solarkochers in Nairobi, Teilnehmer Umweltgruppen Ost-Afrika, Base Camp Explorer, Green Belt Movement, private „Kocherdemo“ von G.B und P.S.

 


Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Bio-Sprit gibt es das? – (7b)

los Angeles Verkehr #holzvonhier-Energie
Bild: Verkehr in Los Angeles. Amerika ist eine Nation stark auf die Produktion von „Bio“-Sprit setzt. Aber wie „Bio“ ist Bio-Sprit?

 Blogserie: „Gestalteter Bioenergie“ – Handlungsfelder

(7) Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.

b) Biosprit – gibt es das?

Bioethanol für Benzin? Wenig Beitrag zum Klimaschutz!

Biokraftstoffe haben oft ähnliche Transportwege wie die fossilen Kraftstoffe in ihrem Produktionsweg hinter sich. Die Rohstoffe für die in Deutschland dem Diesel beigemischten Biokraftstoffe kommen nur zu einem sehr gringen Teil aus Deutschland. Biokraftstoffe sind ökologisch und ethisch (Nahrungsmittel) auch zunehmend umstritten.

Die Bioethanolproduktion für Kraftstoffe hat sich seit 2000 verdreifacht und lag bereist 2007 bei 52 Milliarden Liter. Die größten Bioethanolproduzenten Brasilien und USA decken zusammen 90% des Marktes ab. In den USA wird Bioethanol v.a. aus Mais gewonnen, in Brasilien aus Zuckerrohr, in Europa aus Zuckerrüben und Weizen.

#holzvonhier - info

Bild: Hauptproduzenten für Zuckerrohr das vor allem für die Produktion von Bioethanol verwendet wird sind, Beispiel Brasilien bzw. ganz Südamerika. 

Bioethanol wird v.a. als Kraftstoff verwendet (ca. 70%) und Benzin zu 5-10% beigemischt. Er wird aber auch in Industrie und Genusssektor verwendet. Die Kapazitäten der EU befriedigen nicht die Nachfrage. Deshalb fördert die EU Importe. Diese gefährden aber wiederum die EU-Produktion selbst, denn mittlere Anbieter sind im internationalen Bioethanolmarkt nicht wettbewerbsfähig.

Statt Agrartreibstoffe einzusetzen könnten verstärkt vorhandene technische Innovationen wie z.B. „Zwei-Zylinder-Motoren“ oder „das 3-Liter-Auto“ verwirklicht und verstärkt an Innovationen im Bereich Mobilität gearbeitet werden wie z.B. Kraftstoff sparende Techniken, Elektromobilität usw.

Transportarme Produkte sparen Treibstoff !

Sie haben die Marktmacht für mehr Klimaschutz in den Händen. Denn Biokraftstoffe sind unserer Ansicht nach keine Lösung des Klimaproblems im Transportsektor. Wir sollten zunehmend auf Produkte setzen die in ihrem gesamten Stoffstrom möglichst wenig Transportkilometer zurückgelegt haben, denn das spart Treibstoff.

Für Holzprodukte weist dies das Klima- und Umweltlabel Holz von Hier nach. Fragen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf von Holzprodukten nach dem Klimalabel HOLZ VON HIER, denn nur so werden Hersteller die das Label bisher noch nicht kennen darauf aufmerksam und nur dann können mehr so hergestellte klimafreundliche Produkte produziert werden.

HVH-Ausstellungsmodul-Fußabdrücke9

Bild: Der „Tiger im Tank“ wird in Asien sowie Süd- und Mittelamerika aber auch Afrika leider immer mehr brutale Wahrheit. Die Wälder in Mittel-und Südamerika beispielsweise werden in zunehmendem Maße auch für Plantagen für Zuckerrohr für „Bio“-Sprit und Palmöl für „Bio“-Diesel gerodet. Was ist also Bio am „Bio“-Sprit? Wir wissen es nicht!
Das Bild zeigt einen „nachgeblideten Fussabdruck eines Jaguars und ist Teil einer Ausstellung von Holz von Hier.

Was können Sie tun?

  • Holz von Hier zertifizierte Produkte nachfragen und kaufen, da diese systemimmanent die verbrauchten Treibstoffmengen reduzieren.
  • Keinen „Bio“-Sprit, also kein sogenantes „Super E1o“ tanken.

Leider wird in der EU jedem Bezin ein gewisser Anteil an „Bio“-Sprit beigemischt, wegen dem Klimaschutz. Absurd, aber es ist so. Hier kann man nur Umweltgruppen unterstützen, die hier politisch aktiv werden. Beispielsweise titelt Greennpeace: „Biosprit der flasche Weg“.

https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/biosprit.

 

Weiterhin in dem Feld aktiv sind folgende Umweltgruppen die man unterstützen kann:

Initiative Rettet den Regenwald e.V. und Regenwaldinstitut Freiburg e.V.
Beide tollen Initiativen bieten auch Projekte zum Regenwaldkauf und Unterschutzstellung an.  Bitte macht mit !

NABU (Naturschutzbund) und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)
Die beiden großen Umweltorganisationen der NABU und der BUND leisten hier umfangreiche und tolle Infoarbeit und Projektarbeit. Bitte informiert Euch auch hier !

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.


Hinterlasse einen Kommentar

Palmöl nein danke! – (7a)

#holzvonhier Bild Urwaldabholzung für Palmöl

Bild: Palmölplantage auf neu gerodeter Fläche in Asien.

(7) Verzicht auf („Bio“-) Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen !

a) Nachhaltiges Palmöl? Was ist das?

Die Produktion von 1 Tonne Palmöl erzeugt 30 Tonnen CO2 (WGBU, Jahresbericht 2009)

Die gegenwärtige Produktion 1 Tonne Palmöl erzeugt etwa 30 Tonnen CO2. (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltfragen der Bundesregierung). Der WGBU schreibt bereits 2009 (!): … für den Klimaschutz sind Biokraftstoffe der 1. Generation sehr ungünstig … und haben … einen geringen Wirkungsgrad. … Langfristig auf Biokraftstoffe zu setzen bleibt wirtschaftlich und ökologisch eher ungünstig“. Und zudem auch ethisch bedenklich (Konkurrenz mit Nahrungsmittelflächen in Asien Afrika, Lateinamerika) wie Hilfsorganisationen wie Misereor, Caritas und andere vermehrt anmahnen.

Pflanzenöle wie Palmöl für Biodiesel und BHKW sind ökologisch sehr bedenklich. Für diese Plantagen wurde in der Regel zuvor Primärwald (Urwald) gerodet. Bei der Rodung bewaldeter Moorböden in Südostasien für Palmölplantagen werden besonders große Mengen CO2 frei gesetzt. Die sogenannte „Bio“-dieselproduktion hat seit 2000 mehr als 10-fach zugenommen und lag bereits 2007 bei etwa 10,2 Mrd. Liter. „Bio“-diesel wird aus Pflanzenölen hergestellt, v. a. aus Palmöl, Soja und Raps. Bereits im Jahr 2007 wurden 9,5 Mio. Tonnen pflanzlicher Öle zu Biodiesel verarbeitet, v. a. Palmöl aus Malaysia und Indonesien.

Jährlich 2 Giga Tonnen CO2 Freisetzung durch die Rodung von Primärwäldern, auch für Palmöl- und Zuckerrohplantagen für „Bio“(?)-Sprit.

Weltweit werden jährlich etwa 2 Giga-Tonnen Kohlenstoff durch Abholzung von tropischen Primärwäldern frei gesetzt. Die gerodeten Flächen sind sehr anfällig für Feuer und verlieren so noch mehr Kohlenstoff. Der Anteil des illegalen Holzeinschlages wird auf 70-80% geschätzt.

Etwa die Hälfte der Primärwaldrodungen der letzten 20 Jahre erfolgte in Brasilien für Zuckerrohranbau und in Südostasien für Ölpalmenanbau. Palmöl aus Indonesien ist dabei besonders kritisch. Etwa 84% der gesamten Indonesischen Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto von Primärwaldabholzungen und hier etwa die Hälfte für die Anlage von Palmölplantagen.

Der Großteil der Pflanzenöle für deutsche und europäische BHKW stammen aus Import.

Heimische Bioölprodukte wie Rapsöl oder andere haben hier in der Regel preislich keine Chance mit zu halten. Vor allem deshalb, weil Palmöl sehr stark direkt und indirekt subventoniert wurde/wird. Importe von Palmöl und anderen sind jedoch mit hohen Kosten für Klima und Umwelt erkauft, die die Weltgemeinschaft zu tragen hat.

Umweltgruppen (z.B. Rettet den Regenwald) postulieren seit langem, dass Palmöl in der EU ohne die massiven Subventionen völlig unwirtschaftlich gewesen wäre (ist?). Palmölplantagen sind wohl auch in den Klima-Zertifikatehandel involviert !? Das ist zu vermuten, wenn man sich die Fernsehbeiträge von z.B. dem Sender arte zu dem Thema ansieht oder die Berichte von Interpol, Weltbank und UNEP wie zB. „Green Carbon – Black Trade“. So wird als eventuell dreifach verdient durch die Abholzung von Primärwald am Tropenholz, durch die Anlage von Palmölplantagen auf diesen Flächen durch das subventinierte Palmöl und eventuell sogar noch durch Kohlenstoffzertifikate für dei „aufgeforstete“ Palmölplantage? Wir wissen es nicht. Dieser Markt ist völlig undurchsichtig. Was also ist nachhaltiges Palmöl? Wir verstehen es (noch) nicht.

Leider macht Ressourcenraubbau und hohe Umweltbelastung solche Produkte auf einem weltweiten Markt oft leider immer noch billiger als Konkurrenzprodukte, die nach den hohen europäischen Umweltstandards in einer mittelständischen Landwirtschaft produziert wurden. Das können wir Verbraucher aber in vielen Bereichen durch unsere Kaufentscheidungen maßgeblich mit bestimmen.

Noch ein paar Abbildungen
#holzvonhier - info - Status PEFC und FSC Zertifizierungen weltweit

Bild: Palmöl hat mit zertifizierter nachhaltiger Waldwirtschaft nichts zu tun. Das Bild zeigt die zertifizierten Waldflächen weltweit. Palmöl kommt aber gerade aus Asien und Lateinamerika, also Regionen die noch kaum zertifizierte Plantagenflächen haben. Zertifkate für nachhaltiges Palmöl gibt es zwar – aber was ist nachhaltiges Palmöl? Wir verstehen es (noch?) nicht.

#holzvonhier - info - mangroven schütezn vor Tsunamies

Bild: das Bild zeigt die Primärwaldverluste in einzelnen Weltregionen bis 2005. Das war vor 10 Jahren ! Die Verluste sind – trotz Klimaverhandlungen – noch deutlich angestiegen. Siehe FAO Datenbank. Der Primärwaldverlust in den Tropen geht ungehindert weiter, heute prozentual immer weniger für Holzraubbau, sondern mit steigender Tendenz für Palmölplantagen. 

#holzvonhier - info - future-expansion-of-palm-oil-in-indonesia_10f5

Bild: die Palmöl-Goldgräber des Indischen Ozeans und Pazifiks. Die geplante Entwicklung kann einen nur erschrecken.

#holzvonhier - info - disappearing-forests_ce8f

Bild: Tropenholz und Palmölgoldgräber in Asien nach dem Motto „bevor die Weltklimaverhandlungen beginnen noch alles ab“.

Klimaverhandlungen

Bild: Weltklimaverhandlungen. Schutz von Primärwäldern war lage kein Thema. Fortschritt in der Sache seit 2008 = ?

Was kann jeder beim Thema Palmöl tun?

Unsere zugegeben sicher nicht immer neutrale Meinung zu dem Thema Palmöl für Energieerzeugung wird ja sicher deutlich. Es gibt dabei aber auch zu bedenken, dass Palmöl heute, weil es (durch Subventionen und Raubbau an der Natur erkauft) so billig ist, in sehr vielen Produkten enthalten ist, von Schokolade, über Kosmetik bis hin zu Hygieneartikeln. Aber es gibt solche Produkte auch OHNE Palmöl.

Hier also ein paar Vorschläge was man tun kann:

  • Weist eure Gemeinderäte, Bürgermeister, Kommunen und Regionalpolitiker doch auf die Palmölproblematik hin, wenn sie öffentliche Anlagen wie z.B. Schwimmbäder, Rathäuser oder Schulen eventuell mit Palmöl betreiben.
  • Was ist gutes Palmöl? Gibt es gutes Palmöl selbst wenn es ein Zertifikat hat? Wir wissen es nicht. Redet mit Umweltgruppen, wenn Ihr wollt auch Holz von Hier darüber (obwohl Holz von Hier ja nichts mit Palmöl zu tun hat) oder, wenn es Euch/Ihnen möglich ist, auch mit Herstellern solcher Produkte.
  • Verzichtet auf Produkte in denen Palmöl enthalten ist. Auf jedem Schokoriegel, jedem Kosmetikartikel ect. sagt Euch/Ihnen die Inhaltsangabe ob Palmöl drin ist oder nicht. Das muss man dann nicht immer bei jedem Einkauf machen, aber so bekommt man selbst ein gutes Gespür dafür welche Produktgruppe oder welcher Hersteller generell gerne Palmöl verwendet und welcher darauf verzichtet.
  • Es mag auch gute Palmölprojekte oder Palmölprodukte geben. Informiert Euch – und uns bitte mit (!), denn wir kennen bisher keine.
  • Diskuiert über das Thema.
  • Schliest Euch Aktionen an. Fast jede Umweltgruppe macht heute etwas in Bezug auf Palmöl – unten ein paar Adressen.

 

Adressen hier:

Initiative Rettet den Regenwald e.V. und Regenwaldinstitut Freiburg e.V.

https://www.regenwald.orghttp://www.regenwald-institut.de/

Beide tollen Initiativen bieten auch Projekte zum Regenwaldkauf und Unterschutzstellung an. Bitte macht mit.

NABU (Naturschutzbund) und BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz)

Die beiden großen Umweltorganisationen der NABU und der BUND leisten hier umfangreiche und tolle Infoarbeit und Projektarbeit. Bitte informiert Euch auch hier! Danke! Beide haben auch tolle Beispiele für den Wiederaufbau von Flächen. Der BUND empfielt auf Produkte mit Palmöl ganz zu verzichten.

https://www.nabu.de/downloads/info_harapan_regenwald.pdf

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/produkte-mit-palmoel-meiden-neue-kennzeichnungspflicht-tritt-in-kraft/

 

Eine tolle Aktivistin, die wir einmal persönlich kennen lernen konnten, und die sicherlich sehr viel zu Palmöl in Kommunalen BHKW weiss ist Barbara Böhne:

Bürgerinitiative Kein Strom aus Palmöl.

Bürgerinitiative „Kein Strom aus Palmöl !“ Detzelstraße 15. 66386 St. Ingbert. Tel. 06894/5908008 bi.kein-strom-aus-palmoel@web.de

http://www.zeit.de/2008/02/LS-Palmoelkraftwerk

 

Blogserie: Grundlegende Handlungsfelder  „Gestalteter Bioenergie“

  1. Energie sparen.
  2. Erneuerbare Energien verstärkt im Mix nutzen.
  3. Biomasse der kurzen Wege aus nachhaltigem Anbau.
  4. Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen.
  5. Brancheninterne und branchenübergreifende, innovative Abwärmekonzepte entwickeln.
  6. Nutzung von Ersatzbrennstoffen.
  7. Verzicht auf Bio/Agrarenergieträger mit schlechter Klimabilanz und Ersatz durch Innovationen.