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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Foot prints – Tiger – Die ökologische Fußspur von tropischen Terrassenhölzern aus Raubbau

HVH-Info-Footprint-Tiger

Sumatra Tiger. Neben illegaler Jagd für den Handel mit Tigerprodukten stellen Habitatverluste durch illegalen Holzeinschlag und Landnutzungsänderung mit Primärwaldeinschlag Hauptgefährdungsursachen für diese Großkatze dar. Verzicht auf Holz aus tropischen Urwäldern und auf Palmöl aus Plantagen, für die zuvor Urwälder gerodet wurden, trägt zum Schutz aller dort lebenden Tiere und Pflanzen bei.

Zudem gibt es für alle Anwendungsbereiche schöne heimische Hölzer. Fragen Sie immer nach einem Herkunftsnachweis von HOLZ VON HIER.
Zum Thema Palmöl siehe demnächst mehr in unserem Blog.

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Foot Print: die ökologische Fußspur von tropischen Hölzern aus Raubbau. Die 9 ausgewählten Tierarten aus Afrika (grün), Asien (blau) und Lateinamerika (orange) des Themenpfades „Foot Prints“ stehen exemplarisch als Botschafter für eine ungeheure Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten, die größtenteils namenlos von unserer Erde verschwinden, nicht zuletzt auch durch die Nachfrage nach Tropenholz.

HvH-Ausstellungsmodul-Karte-Fußabdrücke

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Baumartensteckbrief – Arve

Arve-Header

Arve, Zirbe, Zirbelkiefer (Pinus cembra) – Überblick

Verwendung: Schnittholz, Möbel & Innenausbau, Wand & Decke, sonst. Schreinerware, im Alpenraum oft in Stuben und Wirtshäusern, Nüsse essbar.

Holzeigenschaften: Holz weich, gut bearbeitbar, Kern rötlich- bis rotbraun, oft lebhafte Maserung.

Vorkommen: typische Subalpine Art in allen Bergregionen Europas („Königen der Alpen“). Daher: immer Holz von Hier Zertifikat nachfragen.

 Kurzportrait zum Baum

Die Arve wird als typisch subalpine Art die Königin der Alpen genannt. Das Alter des sehr langlebigen Baumes beträgt oft 200 bis 400 Jahre, stellenweise auch bis 1000 Jahre. Die Krone der jungen Bäume ist schmal und kegelförmig. Die Äste und Nadeln lassen den Baum sehr dicht erscheinen. Im Alter ist der Baumumriss fast säulenförmig und maximal 25 m hoch. Auch im Alter sind einzeln stehende Bäume bis zum Boden noch grün beastet. Der Stammdurchmesser kann bis zu 1,5 m betragen. Die Borke ist graugrün bis hellgrau und glatt. Junge Äste sind leicht rostrot behaart. Pro Kurztrieb besitzt die Arve 5 relativ steife, dunkelgrüne Nadeln. Die Blütezeit ist von Mai bis Juli, die Fruchtreife im September und Oktober. Die Zapfen stehen aufrecht und sind etwa 8 cm groß. Sie reifen erst im dritten Jahr und fallen ungeöffnet vom Baum. Häufig werden sie auch von Eichhörnchen, Tannenhähern und Kreuzschnäbeln vertragen und dadurch auch in ihrem Areal verbreitet. Die braunen Samen sind ungeflügelt (nicht üblich bei Kiefern!), stumpfkantig und 8 bis 14 mm lang. Das Wurzelwerk zeigt neben einer im Jugendstadium angelegten Pfahlwurzel starke und weit streichende Hauptseitenwurzeln mit spaltengründigen Senkern. Es finden sich auch herzwurzelartige ausgeprägte Wurzelsysteme. Sie ist dadurch sehr standfest.

Standortpräferenzen

Die Arve kommt in kleinen Gruppen und einzeln in oft stark exponierten Hanglagen des Hochgebirges vor, bildet selten forstlich nutzbare Bestände aus. Im Alpenraum ist sie häufig mit der Lärche vergesellschaftet. Sie ist eng an die rauhen Klimabedingungen im zentralen Alpenraum und an die mittel- bis ostsibirischen Gebiete angepasst. Die europäische Unterart der Arve besitzt ihre Hauptverbreitungsgebiete im subalpin-kontinentalen Inneralpenraum in einer Höhe von 1300 bis 2500 m, in der Hohen Tatra und anschließenden Karpaten, sowie in den Transsilvanischen Bergen in Nordrumänien. In ihrem natürlichen Areal bildet sie in der Regel die obere Waldgrenze aus. Die Arve steht unter starker Konkurrenz der Fichte. Tiefe Vorkommen finden sich daher auf schattseitigen Bergsturzblockwäldern oder auf konkurrenzgeschützten Rohhumus-Felsbändern. Die Arve ist sehr gut an das alpine bis subkontinentale Klima mit lang anhaltenden Frostperioden, Spätfrösten und hohen Schneelagen angepasst. Die Arve ist auch in niederschlagsreichen Gebieten wüchsig und gedeiht gesund. Die Wärmeansprüche sind ausgesprochen gering (mittlere Jahrestemperatur 0°C), bei einer Mindestvegetationszeit von zwei bis zweieinhalb Monaten (Temperatur über 10°C). Die wächst auf nachhaltig frischen, flachgründigen und nährstoffreichen Rohhumus-, Stein- oder Lehmböden, unabhängig von der geologischen Unterlage (z.B. Kalk oder Silikat). Eine gute Naturverjüngung ist auf mächtigen, stark bodensauren Rohhumuspolstern gewährleistet.

Waldbauliche Behandlung

Bei einer forstlicher Nutzung der Arve im Randalpengebiet ist auf Herkünfte aus Gebieten mit humider Prägung zu achten. Die Arve ist winterhart (bis -40°C) und verträgt auch in der Vegetationsperiode Fröste bis -8°C. Der spätfrostresistente Baum ist allerdings empfindlich gegen Frosttrockenis bei hoher Sonneneinstrahlung im Winter bei noch gefrorenem Boden. Sie ist relativ sturmfest, allerdings entstehen durch Nassschnee im Frühjahr häufig Kronenbrüche. Nach Steinschlag und Lawinen besitzt sie ein gutes Ausheilungsvermögen. Die langsam abbaubare bodensaure Streu führt zu Rohhumusbildung. Die Halblichtbaumart verträgt in der Jugend Halbschatten, unterwandert daher die im gleichen Areal (Zentralalpen) vorkommenden lichten Lärchenbestände. Die Lärche ist lichtbedürftiger als die Arve und auf der Fläche daher konkurrenzschwächer. An Steillagen gleicht sich das Konkurrenzverhältnis wieder aus. Die Arve ist wegen der rauhen Umweltbedingungen in ihren natürlichen Arealen relativ langsamwüchsig, zeigt allerdings trotz geringer jährlicher Zuwächse eine hohe Wertleistung durch das hoch bewertete Holz. Die Arve ist durch die Anpassung an alpine Extremstandorte auch als Pionierbaumart auf Rohhumus-Zwergstrauch-Standorten geeignet. Sie ist die wichtigste Schutzwaldbaumart für Hochlagenaufforstungen, Lawinen- und Erosionsschutz und Wildbachverbauungen. Auf verdichteten Borstgraswiesen entwickeln sich Arven-Aufforstungen schlechte. Eine Gefährdung für die Arve ist das Triebsterben, welches epidemisch in Aufforstungen auftreten kann. Wegen der dicht benadelten Krone sind Aufforstungen in schneereichen Muldenlagen zu vermeiden. Gelegentlich befallen Lärchenborkenkäfer ältere und geschwächte Bäume. Ferner treten Schäden (Verbiss) durch die Beweidung mit Nutztieren (Almtiere) sowie durch Wild (Gams, Rothirsch) auf.

Sonstiges zur Verwendung

Das Holz ist für Schreinerwaren, Schnittholz, die Modell-Herstellung, für Möbel und Täfelungen vielseitig verwendbar. Es ist weich, gut bearbeitbar und trotzdem dauerhaft. Der Kernbereich ist rötlich bis rotbraun. Die lebhafte Maserung mit den dunklen Astansätzen im Holz sind in der Innenraumgestaltung (Wand- und Deckenpaneele) von Stuben und Wirtshäusern sehr beliebt. Die Nüsse sind essbar und ähneln im Geschmack den Pinienkernen aus dem Mittelmeergebiet.

 

Mehr zum Thema

Jeden Montag gibt es einen neuen Baumartensteckbrief.
Mehr zum Thema Holzarten und Holzverwendung finden Sie auf der HOLZ VON HIER APP (www.bit.ly/hvh-APP) oder unter http://www.holz-von-hier.de

Mitmachen bei „Wald-Wege zur Vielfalt“

Sind Sie Waldbesitzer, eine Kommune mit Wald, ein Landschaftspflegeverband oder sonstige Organisation, die Wald oder Grünflächen bewirtschaftet, dann nutzen Sie die Plattform „Wald – Wege zur Vielfalt“, um Interessenten für weniger gängige Baumarten und Sortimente zu finden.

Diese (GIS basierte ) Plattform baut Holz von Hier mit einen Arbeitskreis von Forstexperten auf. Das begleitende gemeinnützige Projekt mit ein Titel „Wald-Wege zur Vielfalt“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Rahmen des deutschen Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“. Mehr zum Projekt unter http://www.holz-von-hier.de.

Bei Interesse an einer Teilnahme schicken Sie uns einfach eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@holz-von-hier.de (Stichwort: Wald-Wege zur Vielfalt).


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Holzfenster aus heimischem Holz

Fenster aus Holz von Hier

Moderne Holzfenster sind Top-Wärmeschutz und mit Holz von Hier Zertifikat rundum Top-Klimaschutz; http://www.bit-ly/hvh-Produkte

#holzvonhier Produkte

Holzfenster: heimisches Holz statt Tropenholz !

Meranti, Fuma, Ramin und andere Tropenholzarten werden weltweit und auch in Deutschland immer noch für Fensterkanteln, Sperrholzplatten, Zargen usw. verwendet aus denen Bauelemente wie Fenster und Türen hergestellt werden, obwohl sie durch heimische Hölzer ersetzt werden könnten.

Heute noch werden z.B. 30-40% aller Holzfenster in Deutschland aus der tropischen Baumart Meranti hergestellt. Die Rote Liste von IUCN stuft Meranti als weltweit gefährdete Baumart ein. Heimische Hölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie, Eiche oder heimisches Thermoholz eignet sich von den technischen Eigenschaften her genauso oder besser.

Durch die Substitution von malaysischem Tropenholz durch ‚Holz von Hier‘ werden die CO2-Emissionen in der Fensterproduktion gegenüber Meranti um mehr als 90% gesenkt.

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Holzfenster schaffen Räume; http://www.bit-ly/hvh-Produkte

Schönheit & Stärke: Holz von Hier Holzfenster entdecken

Holzfenster sind schön und zum wohlfühlen, sie können aber mehr. Vorteile moderner Holzfenster sind:

  • Sehr gute Dämmwerte (teils Uw <0,8).
  • Formstabilität auch bei schlanken Rahmendurchmessern.
  • Lange Haltbarkeit (bis 50 Jahre).
  • Durch moderne Technik und Verfahren in der Produktion entfällt ein Pflegeaufwand nahezu gänzlich.
  • Große Sicherheitsvorteile, z.B. im Brandfall.
  • Unschlagbare Klima- und Ökobilanz von Holzfenstern mit Holz von Hier Zertifikat.

Der Pflegeaufwand bei modernen Holz von Hier Holzfenstern ist gering.

Gute Rohstoffe, hochwertige Verabeitung, besondere Fensterkanteln und technische Innovationen heimischer Fensterhersteller machen moderne Holzfenster so dauerhaft und pflegeleicht wie nie. Aluschalungen auf Holzfenstern bringen auch bei stärksten Witterungsbelastungen einen zusätzlichen Schutzfaktor.

Lebensdauer 30 bis 50 Jahre.

Die Lebensdauer moderner Fenster wird im Schnitt heute mit 30 Jahren angegeben. Gute Holzfenster und Holzalufenster heimischer Hersteller mit heimischen Hölzern haben heute laut Herstellerangaben und Herstellernachweisen für die Qualität vielfach eine Lebensdauer von 50 Jahren, ohne nennenswerte Qualitätsverluste.

Holzfenster sind ästhetisch und stabil.  

Holzfenster können trotz der Kompaktheit des Materials als Leichtbauteil eingestuft werden. Gerade mit hochwertigen heimischen Holzrahmen lassen sich sehr hohe Ästhetikansprüche und die Ansprüche moderner Architektur optimal erfüllen. Auch sehr schmale Holzrahmen haben heute eine optimale Standhaftigkeit. Moderne PVC-Fenster müssen, um eine vergleichbar hohe Standfestigkeit zu erreichen, als Kammersysteme aufgebaut sein, die innen mit PU-Schäumen und Stahlgeflechten verstärkt sind. Das erfordert größere Rahmendurchmesser.

Gute gedämmte Fenster sparen Geld.  

Moderne Holz- und Holzalufenster haben sehr gute Dämmwerte. Bei stetig steigenden Energiepreisen hilft das sparen, denn Hauptwärmeverluste erfolgen über schlecht gedämmte Dächer, Fassaden und Fenster.
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Holzfenster geben Häusern ein Gesicht – Holzfenster prägen den Charakter von Häusern; http://www.bit-ly/hvh-Produkte

 


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Foot prints – Orang Utan – Die ökologische Fußspur von tropischen Terrassenhölzern aus Raubbau

HVH-Info-Footprint-Orang Utanale of the Orangutan.

Orang Utan. Orang Utans, die „Gärtner des Regenwaldes“, tragen maßgeblich zur Verbreitung vieler Früchte und Samen bei. Hauptgefährdungsursachen sind Rodung von Urwäldern für Palmölplantagen und Holzeinschlag für den Export. Allein in Sumatra und Kalimantan sind in den letzten 20 Jahren bis zu 60% des Lebensraums der Orangs für Palmölplantagen verschwunden. Plantagen auf Brachflächen können sinnvoll sein. Plantagen für Holz und Palmöl in den Tropen sind dann schädlich für Biodiversität und Klima, wenn für diese zuvor Urwaldflächen abgeholzt wurden.

Zudem gibt es für alle Anwendungsbereich schöne heimische Hölzer. Fragen Sie immer nach einem Herkunftsnachweis von HOLZ VON HIER.
Zum Thema Palmöl siehe demnächst mehr in unserem Blog.

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#holzvonhier - info - forest-and-biodiversity-under-threat-by-economic-development_cded

Foot Print: die ökologische Fußspur von tropischen Hölzern aus Raubbau. Die 9 ausgewählten Tierarten aus Afrika (grün), Asien (blau) und Lateinamerika (orange) des Themenpfades „Foot Prints“ stehen exemplarisch als Botschafter für eine ungeheure Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten, die größtenteils namenlos von unserer Erde verschwinden, nicht zuletzt auch durch die Nachfrage nach Tropenholz.

HvH-Ausstellungsmodul-Karte-Fußabdrücke

 


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Baumartensteckbrief – Apfel

Apfel-Header

Apfel (Malus domestica), Wildapfel (Malus sylvestris) – Überblick

Verwendung: Schnittholz, Furnier, Möbel, Interieur/Drechselwaren; Frucht essbar. Weltproduktion 40-45 Mio. Tonnen. Leider verschwinden die schönen für die Biodiversität wichtigen Obsthochstämme immer mehr, zugunsten der niedrig gezüchteten Sorten, die sich leicht ernten lassen.

Holzeigenschaften: das Holz ist schwer, hart, fest und gut zu bearbeiten, neigt beim Trocknen zum reißen. Splitbereich weiß, Kern rötlich bis dunkelbraun.

Vorkommen: Mitteleuropa, Zentralasien, Indien, Australien, Nordamerika. Daher: immer nach Holz von Hier Zertifikat nachfragen.

Kurzp

ortrait zum Baum

Der Kulturapfelbaum ist ein maximal 10 bis 15 m hoher Baum mit kurzem Stamm, ausladenden Ästen und tief angesetzter breiter und unregelmäßiger Krone. Der Stamm kann einen Durchmesser von 30 bis 40 cm erreichen, ist oft drehwüchsig und spannrückig. Die Borke ist rot bis graubraun und blättert in dünnen unregelmäßigen längsrissigen Schuppen ab. Junge Äste sind bei manchen Sorten leicht befilzt. Die Winterknospen sind bis 1 cm lang, eiförmig, zugespitzt und kastanienbraun. Die Endknospen der Langtriebe (Blatttriebe) sind immer ausgebildet und oft weißlich befilzt. Die Blätter sind breit-elliptisch, kerbig gesägt und unterseits filzig behaart. Die Blüten (April bis Mai, fünf Blütenblätter) sind weiß, rosa überlaufen, außen dunkler rot und in kleinen armblütigen Doldentrauben angeordnet. Die Früchte (September bis Oktober) sind je nach Kultursorte sehr verschieden in Größe, Form und Geschmack. Das Wurzelsystem ist i.d.R. in Flachwurzeln und wenigen Senkerwurzeln ausgebildet, nur selten in Form eines Herzwurzelsystems. Apfelbäume werden selten älter als 100 Jahre, da sie im hohen Alter kernfaulig werden und leicht hohl sind. Abbrechende Äste ebnen den Weg für Pilze und andere Holzzersetzer, wodurch insgesamt die Stabilität gefährdet ist. Der Wild- oder Holzapfelbaum ist mit maximal 10 m Wuchshöhe und maximal 30 cm Durchmesser kleiner als seine Kulturform. Die Borke, Winterknospe und das Wurzelsystem ähnelt weitestgehend der des Kulturapfels. Die Endknospen der nicht Blütenknospen tragenden Seitentriebe enden oft in Dornen. Die fast elliptischen, 3 bis 8 cm langen Blätter sind kahl und unterseits schwach auf den Nerven behaart. Die Blüten sind 3 bis 3,5 cm breit, weiß und außen oft leicht rosa gefärbt. Die gelbgrünen, leicht glänzenden Früchte des Holzapfels sind bis zu 2,5 cm dick und herb säuerlich im Geschmack.

Standortpräferenzen

Der Wildapfel findet sich zerstreut in lichten Laub- und Kiefernwäldern, Auenwäldern, Gebüschen, an Waldrändern, auf sonnigen, felsigen Abhängen und auf Felsschutt. Sein Optimum liegt im submediterranen Laubmischwald und steppennahen Wildobstgebiet. Das Vorkommen ist stark rückgängig und schützenswert. In Europa gibt es fünf Wildapfelarten, nur eine davon, der Holz- oder Wildapfel (Malus sylvestris) ist auch im gemäßigten Mitteleuropa in planaren bis kollinen Lagen verbreitet. Sein Areal reicht von Westasien bis nach Mittelskandinavien, von der Atlantikküste bis in den Alpenraum. Seine vertikale Ausbreitung in den Alpen reicht bis maximal 1100 m Höhe. Der Wildapfel ist eine Licht- bis Halbschattbaumart. Empfindlich gegenüber starker oder später Kälte sind besonders die Blüten, beim Kulturapfel spielt auch die Sorte eine Rolle. Unter den Kulturapfelsorten gibt es auch solche, bei deren die Früchte erst einen Frost benötigen, damit sie im Laufe des Winters als Lageräpfel geschmackvoll reifen. Der Wildapfelbaum besiedelt flachwurzelnd frische, nährstoff- und basenreiche Böden. Beste Leistungen werden auf mittelgründigen, humosen und frischen Lehmböden erzielt.

Waldbauliche Behandlung

Der Kulturapfel wird entweder intensiv in Plantagen oder extensiv in Streuobstwiesen sowie in Haus- und Kleingärten angebaut. Die Vermehrung der Sorten erfolgt vegetativ. Zieräpfel werden wegen ihrer Blütenpracht im Frühjahr sowie wegen des bunten Frucht- und Blätterschmucks im Herbst in vielen Gärten und Parks angepflanzt. Der Wildapfel ist als Nebenbaumart in lichten Laub- und Kiefernwäldern sowie Auenwäldern heimisch. Forstlich ist der Wildapfel bisher ohne Bedeutung, besitzt aber wegen seiner kräftigen Krone und seiner Ausschlagsfähigkeit eine wichtige Rolle zur inneren Stabilisierung von Waldrändern und Feldgehölzen.

Verwendung

Der Holz- oder Wildapfel wird häufig als Pfropfunterlage für den veredelten Kulturapfel (Malus domestica) verwendet. Die Kultursorten gehen überwiegend auf aus Kirgisien und Kasachstan stammende Wildapfel-Arten zurück. In den gemäßigten Zonen der Erde, auch auf der Südhalbkugel, ist der Apfel die meist geschätzte Obstsorte. Die jährliche Weltproduktion liegt etwas über 40 Millionen Tonnen. Der Kulturapfel ist auch wegen seiner guten Lagerfähigkeit (nicht jede Kultursorte) beliebt. Das Holz des Wildapfels ist bisher von untergeordneter Bedeutung. Dagegen ist das Holz des Kulturapfels stark geschätzt. Allerdings sind starke und kernfeste Apfelstämme selten, da Obstbäume erst gefällt werden, wenn sie nicht mehr ertragreich genug sind, dann aber bereits vielfach Kernfäule aufweisen. Das Holz ist schwer, hart, fest und gut zu bearbeiten. Wegen häufiger Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf neigt es während des Trocknens oft zu starkem Reißen und Werfen. Der Splintbereich ist weiß bis hellbraun, der Kern ist rötlich braun bis dunkelbraun. Das Holz des Apfelbaums wird im Kunsthandwerk, in der Tischlerei, Bildhauerei, Drechslerei und für Furniere verwendet.

 

Mehr zum Thema

Jeden Montag gibt es einen neuen Baumartensteckbrief.
Mehr zum Thema Holzarten und Holzverwendung finden Sie auf der HOLZ VON HIER APP (www.bit.ly/hvh-APP) oder unter http://www.holz-von-hier.de

Mitmachen bei „Wald-Wege zur Vielfalt“

Sind Sie Waldbesitzer, eine Kommune mit Wald, ein Landschaftspflegeverband oder sonstige Organisation, die Wald oder Grünflächen bewirtschaftet, dann nutzen Sie die Plattform „Wald – Wege zur Vielfalt“, um Interessenten für weniger gängige Baumarten und Sortimente zu finden.

Diese (GIS basierte ) Plattform baut Holz von Hier mit einen Arbeitskreis von Forstexperten auf. Das begleitende gemeinnützige Projekt mit ein Titel „Wald-Wege zur Vielfalt“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Rahmen des deutschen Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“. Mehr zum Projekt unter http://www.holz-von-hier.de.

Bei Interesse an einer Teilnahme schicken Sie uns einfach eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@holz-von-hier.de (Stichwort: Wald-Wege zur Vielfalt).


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Klimaschutzfenster

Holzfenster-2

 Holzfenster, Holz-Glasfronten, Wintergärten bringen Licht ins Haus; http://www.bit-ly/hvh-Produkte 

#holzvonhier Produkte

Top-Klimaschutz Fenster: darüber entscheidet auch das Rahmenmaterial mit

Gute Dämmung = niedriger Uw-Wert

Je besser ein Fenster dämmt, desto niedriger ist der Uw-Wert, desto weniger Energieverlust, Heizölverbrauch und CO2-Feisetzung. Die CO2-Freisetzung während der Nutzungsphase eines Fensters hängt also neben dem Nutzerverhalten und auch vom sogenannten „Uw-Wert“ ab.

Je niedriger der Uw-Wert desto wichtiger ist das Rahmenmaterial für die Klimabilanz

Die eigentliche Klimabilanz eines Fensters beinhaltet (1) die CO2-Emissionen während der Nutzungsphase, (2) den CO2-Rucksack bei Herstellung und Entsorgung und (3) die Möglichkeiten für Wiederverwertbarkeit bzw. die Recycling oder ob das Fenster entsorgt werden muss.

  • Ein mit dem Zertifikat Holz von Hier ausgezeichnetes Holzfenster mit Uw = 0,8 hat eine wesentlich bessere Klimabilanz (358 kg CO2/FE) als ein PVC-Fenster mit gleich gutem Dämmwert von Uw=0,8 (715 kg CO2/FE).
  • Wird als Rahmenmaterial Holz bzw. Holz von Hier verwendet ist die Recyclingfähigkeit in Deutschland flächendeckend gegeben. PVC Rahmen müssen heute entsorgt werden, denn Recyclingkapazitäten für PVC sind EU weit noch gering.
  • Würden alle Einfachglas und Verbund-/Kastenfenster (77 Mio. FE) durch moderne 3-Scheibendämmglasfenster ersetzt, ließen sich etwa 2,7 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, hochgerechnet auf eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren sind das mindestens 80 Mio. Tonnen CO2.

In den folgenden Tabellen finden sich Fesnter-Vergleiche …

  • Tabelle 1 zeigt, dass es für den Klimarucksack eines Fensters auch auf das Rahmenmaterial ankommt (näheres und Berechnungen in Bruckner & Strohmeier, Holzzentralblatt 2010 oder http://www.holz-von-hier.de).
  • Tabelle 2 zeigt, dass sich sanieren alter Fenster mit einem schlechten Uw-Wert für unser Klima immer lohnt, am besten mit Holz von Hier Holzfenstern (vgl. Tabelle 1) .

(1) CO2-Rucksäcke des Rahmenmaterials: Holz-Standardfensterrahmen im Vergleich mit PVC-Standardfensterrahmen (FE = Fenstereinheit).

Rahmenmaterial kg CO2/FE
Holzfenster: Holz von Hier 28
Holzfenster: Holz aus Sibirien 64
Holzfenster: Meranti-Tropenholz 82
PVC-(Kunststoff)-Fenster 385

(2) CO2-Freisetzung der Nutzungsphase durch Wärmeverluste bei unterschiedlichen Uw-Werten.  (Daten pro Standardfenstereinheit (FE) = 1,69 m2. S = Sanierungsfall)

Uw [W/m2k] Energieverlust QFE [kWh/a] CO2-Freisetzung[kg CO2/a] CO2-Freisetzung in 30 Jahren Lebensdauer [kg CO2]
4,6 (S) 653 65 1.950
3 (S) 426 43 1.290
2,6 (S) 369 37 1.110
2,4 (S) 341 34 1.020
1,7 241 24 720
1,2 170 17 510
0,8 114 11 330

 

(3) Recycling / Entsorgung

Nach der Nutzungsphase müssen die Fenster entsorgt werden, hier fallen nochmals etwa 165 bis 260 kg CO2 pro Fenstereinheit für das Rahmenmaterial an. Dieser Wert hängt auch auch von der Lebensdauer des Fensters ab.

Holzfenster-4
Holz-Glasfronten, Wintergärten xxxxxxx; http://www.bit-ly/hvh-Produkte 

Sanieren alter Fenster lohnt sich immer ! Am besten gleich Top-klimafreudliche mit Holz von Hier Nachweis

Würden alle einfachverglasten Fenster in Deutschland (25 Mio. FE) und alle Verbund-/Kastenfenster (52 Mio. FE) durch moderne Passivhaus-Fenster (Uw-Wert 0,8) ersetzt, ließen sich ca. 5 Milliarden € pro Jahr Verbrauchskosten einsparen.

Bei mindestens 30 Jahren Lebensdauer hochwertiger Fenster sind das mehr als 90 Mrd. € eingesparte Verbrauchskosten in den nächsten drei Jahrzehnten. Steigen die Heizölpreise, was langfristig allen Prognosen nach zu erwarten ist, ist die Einsparung noch höher.

Sanierung ist also, auch (volks)-wirtschaftlich gesehen, von enormer Bedeutung. Dagegen stehen, bei 77 Mio. sanierungsbedürftigen Fenstern, Einbaukosten von 29 Mrd. € (bei Holzfenstern) bis 42 Mrd. € (bei PVC-Fenstern).

Jährliche Heizkosten pro Fenster durch Wärmeverluste – bei 70 Cent/Liter Heizöl

Beispiele durchs. Uw
[W/m2k]
Heizkosten pro FE
[€/Fenster* Jahr]
Einfachglas-FE (1) 4,6 123 €
Verbund-FE(1) 2,6 70 €
Isolier-FE (2) 2,4 64 €
Wärmedämm-FE (3) 1,7 46 €
Passiv-FE (4) 0,8 22 €

(1)         Eingebaut bis 1978, Top-Sanierungsfall, 25 Mio. FE in Dt.; (2) Eingebaut 1978 bis 1995, Sanierungsfall, 52 Mio. FE in Dt.; (3) Eingebaut 1995-2008; (4) Moderne Fenster, Stand d. Technik.

Qualität zahlt sich aus: Neubau und Sanierung

Je besser der Dämmwert (Uw-Wert), Verarbeitung und die Güte des Einbaues desto mehr spart man.

Wird bei der Sanierung von Einfachglasfenstern ein top-modernes Passivhausfenster (Uw-Wert 0,8) eingesetzt, statt eines normalen Wärmedämmfensters (Uw-Wert <1,7), spart das bei einer mindestens 30-jährigen Lebensdauer (moderne Holzfenster habe oft eine Lebensdauer von 50 Jahren) mehr als 700 €/Fenster ein.

Je qualitativ hochwertiger ein Fenster hergestellt wurde, umso höher ist die Lebensdauer und je höher die Lebensdauer umso mehr spart es ein. Ein Fenster das nur 15 Jahre hält und dann durch ein neues ersetzt werden muss, ist quasi doppelt so teuer wie eines mit 30 Jahre Lebensdauer hat.

Der Fenstereinbau vom Fachbetrieb ist enorm wichtig, denn jedes noch so gute Fenster verliert durch einen nicht fachgerechten Einbau Wärme und Haltbarkeit und damit Wertigkeit.

 

Daten Fenstermarkt, Preise: VFF, Studien, 2011, 2011, 2088, http://www.hausbau24.de, Erfahr. Mitgliedsbetriebe bei Holz von Hier, Bundesverband Pro Holzfenster, Richter, 1996, FAO 2002,Defra, 2001, IÖW, Scherr, I-Net, BAT, 2006. Berechnungen: Verbrauch, Amortisation, CO2: Bruckner und Strohmeier, HZBL, 2010.

 

 


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Foot prints – Goldenes Rüsselhündchen – Die ökologische Fußspur von tropischen Terrassenhölzern aus Raubbau

HVH-Info-Footprint-Goldenes_Rüsselhündchen

Goldenes Rüsselhündchen. Kaum jemand kennt das goldene Rüsselhündchen. Dieses steht für all diejenigen Tier- und Pflanzenarten, die namenlos und unbekannt durch Lebensraumzerstörung und Klimawandel von der Erde verschwinden. Dieses leise Sterben ist auch für uns und für unsere Kinder nicht ohne Folgen. Und uns allen ist die Erde anvertraut.

Zudem gibt es für alle Anwendungsbereiche schöne heimische Hölzer. Fragen Sie immer nach einem Herkunftsnachweis von HOLZ VON HIER.
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Foot Print: die ökologische Fußspur von tropischen Hölzern aus Raubbau. Die 9 ausgewählten Tierarten aus Afrika (grün), Asien (blau) und Lateinamerika (orange) des Themenpfades „Foot Prints“ stehen exemplarisch als Botschafter für eine ungeheure Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten, die größtenteils namenlos von unserer Erde verschwinden, nicht zuletzt auch durch die Nachfrage nach Tropenholz.

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