holzvonhier

Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Wald.Wege zur Vielfalt

 

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#holzvonhier/Aktuelles

Gestern traf sich der Arbeitskreis zum gleichnamigen Projekt „Wald – Wege zur Vielfalt“ zum ersten mal. Das Treffen fand in der Regierung von Oberfranken statt.

Das Projekt wird gefördert von der BLE, der Bundeanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, einem Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Vertreter aus verschiedensten Teilen Deutschlands und unterschiedlichen Waldbesitzformen, von Kleinprivatwald, Großprivatwald, Körperschaftswald und Staatsforst sind in dem Arbeitskreis vertreten, um ein Instrument zu entwickeln, das langfristige Anreize setzt, die Artenvielfalt im bewirtschafteten Wald zu erhöhen. Das Treffen war füralle Teilnehmer anregend und sehr erfolgreich. Es wurden viele praktische und konstruktive Vorschläge für die Umsetzung gesammelt.

Über die nächsten Schritte werden wir hier im Blog berichten.

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Besuch im Schloss

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#holzvonhier.de/Aktuelles

Holz von Hier war gestern bei der Forstverwaltung von Thurn & Taxis zu Gast. Der Forstbetrieb ist einer der Teilnehmner an einem Arbeitskreis, der heute in der Regierung von Oberfranken stattfindet. Da der zuständige Forstbetriebsleiter von Thurn & Taxis nicht an dem ersten Workshop teilnehmen kann, haben wir die verschiedenen Themen vorab erörtert. Das Gespräch war sehr positiv und konstruktiv und die Anregungen werden heute in den AK mit eingebracht.
Der Arbeitskreis aus Forstfachleuten aus ganz Deutschland – wir berichten morgen genauer – arbeitet am Projekt „Wald – Wege zur Vielfalt mit“.
Holz von Hier ist der Träger dieses vom Bundeslandwirtschaftsministerium und der BLE (Deutsche Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft) geförderten Projektes. Das Projekt wird aus dem Programm Biodiversität gefördert.

Herzliche Grüße GB uund PS

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Hauptursachen von Ressourcenverschwendung

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#holzvonhier/Ressourceneffizienz

Die Hauptursachen unseres meist nicht nachhaltigen Ressourcenverbrauches sind

(1) Weltweites Bevölkerungswachstum,
(2) Nicht nachhaltiges Wirtschaften und
(3) nicht nachhaltige Produkte / Konsum.

 (1) Weltweites Bevölkerungswachstum

Die wesentlichen Treiber für den zunehmenden Rohstoffeinsatz sind einerseits die wachsende Weltbevölkerung, von 4,3 Mrd. im Jahr 1980 über 7 Mrd. heute, auf geschätzte 9,3 Mrd. im Jahr 2050 und andererseits ein zunehmender Rohstoffeinsatz pro Kopf in den alten Industrieländern und vor allem auch den Schwellenländern wie China, Brasilien oder Indien. So betrug im Jahr 2004 der Pro-Kopf-Konsum an Rohstoffen in Europa 55 kg pro Tag, in Nordamerika 102 kg, in Asien dagegen nur 15 kg und in Afrika nur rund 11 kg (Sustainable Europe Research Institute, 2010).

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Bild: heimischer Schmetterling. Die Natur kennt Transformation. Eine Transformation des Energieverbrauches wird vom Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltfragen (WGBU) seit langem gefordert (vgl. Jahresgutachten 2009).

(2) Nicht nachhaltiges Wirtschaften 

Alle Ressourcenfelder sind miteinander verknüpft, Einwirkungen auf einen Bereich ziehen unweigerlich, meist nicht bekannte und kaum vorhersehbare, Aus- bzw. Nebenwirkungen in anderen Bereichen nach sich. Umso wichtiger ist daher ein sorgsamer und schonender Umgang mit den Ressourcen. Die Weltgemeinschaft ist aber noch weit davon entfernt, sich im Ressourcenverbrauch als ein zusammenhängendes System zu betrachten.

Der Primärenergieverbrauch der Welt beispielsweise ist in den letzten 20 Jahren um etwa 30% gestiegen, nicht etwa gesunken, und liegt heute bei 479 EJ (BMWI, 2009, 2010; WBGU; 2009). Lediglich in Europa ist der Primärenergieverbrauch tendenziell rückläufig. Der weltweite Verbrauch von fossilen Brennstoffen hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts verzwölffacht und der Abbau von Bodenschätzen ist um den Faktor 34 (!) gestiegen. Neue aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China und Indien treiben den Welt-Energieverbrauch stark an. China z.B. hat seinen Energieverbrauch in nur 17 Jahren um ca. 50% gesteigert und lag 2007 nur noch ca. 20% unter dem Energieverbrauch der USA (BMWI 2009, 2010).

Trotz einer 20-jährigen Historie der Klimaverhandlungen haben die weltweiten CO2-Emissionen in Summe zugenommen. Die zwei weltgrößten CO2-Emittenten sind die USA und China. Die CO2-Emissionen Chinas haben sich seit 1990 verdreifacht (BMWI, 2009/2010; WBGU, 2009).  Viele Länder mit Primärwäldern, die große CO2-Senken sind, haben in den letzten 10 Jahren  große Teile ihrer Primärwälder abgeholzt, was nicht als Landnutzungsänderung gewertet wurde und nicht in die Erfassung der Treibhausgasemissionen eingeht. Namhafte Wissenschaftler forderten bereits 2000, Primärwälder im Klimaschutzprozess unter Schutz zu stellen und ihre Nutzung als Landnutzungsänderung zu werten, dies wurde bisher nicht berücksichtigt. Seitdem fanden massiv Primärwaldrodungen vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika statt.

Umgesetzte Energiesparmaßnahmen wurden in der Primärenergiebilanz von 1990 bis heute durch Wachstumsprozesse (Wirtschaftswachstum, Bevölkerungswachstum) teilweise wieder aufgehoben. Dies gilt im Großen wie im Kleinen. So hat sich z.B. in Deutschland durch die gestiegene Ausstattung mit Elektrogeräten der Stromverbrauch um 12% erhöht, obwohl die Geräte meist verbrauchsärmer wurden (BMWI, 2010).

Für viele Länder der Weltgemeinschaft ist Energie sparen noch kaum ein Thema. Dabei ist Energie sparen die größte „Energiequelle“ weltweit. Sie ist jederzeit nutzbar, spart Kosten, kann von jedem angewendet werden und befördert innovative Techniken. Energie sparen in Industrie, Gewerbe, Handel, Kommunen und Haushalten leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ist eine wichtige Säule nachhaltiger Beschaffung, durch die Beschaffung verbrauchsarmer Geräte (z.B. mit dem Blauen Engel).

(3) Nicht nachhaltige Produkte / Konsum

Akteure und Konsumenten in Deutschland haben über die Verwendung von Produkten und Materialien, die ganz oder zu Teilen von außerhalb Deutschlands und Europas stammen, einen Einfluss auf die quantitative und qualitative Inanspruchnahme von  Ressourcen und die Umweltauswirkungen in anderen Teilen der Welt. In nur wenigen Ländern und Regionen der Welt gibt es so ehrgeizige Umweltziele, hohe Umweltstandards und anspruchsvolle rechtliche Rahmenbedingungen wie in Deutschland und Europa.

In Deutschland trägt oft auch das Engagement der  Wirtschaft selbst dazu bei, Umweltbelastungen möglichst gering zu halten. Im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie Ressourcenschonung reicht es jedoch nicht, dass der letzte Produktionsschritt im Stoffstrom nach den hohen Standards der EU und Deutschlands produziert wurde, das sollte in der gesamten Stoffstromkette stringent durchgeführt werden. Denn, in vielen anderen Ländern, aus denen Deutschland und die EU Rohstoffe und Produkte importieren, gibt es keine solchen vergleichbaren Rahmenbedingungen. Somit tragen viele Importwaren in die EU nicht nur den Umweltrucksack an erhöhten Transportemissionen mit sich, sondern hinterlassen zusätzlich einen noch größeren Fußabdruck an Ressourcen- und Umweltverbrauch.

Beispielsweise ist die deutsche Altholzverordnung die im Sinne der Umwelt und des Verbraucherschutzes strengste ihrer Art in Europa, wenn nicht weltweit. Sie verbietet beispielsweise die umfangreiche Nutzung von Altholz bei in Deutschland hergestellten Plattenwerkstoffen. Nicht verboten ist jedoch der Import von Billigplatten, die bis zu 100% teils schutzmittelbelastetes Altholz enthalten können. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, steigt seit einigen Jahren auch bei deutschen Plattenherstellern der Handelsanteil mit Importen  im Portfolio zulasten der eigenen heimischen Produktion.

Ein anderes Beispiel betrifft den Wasserverbrauch. Dabei geht es nicht nur um die unmittelbare Belastung der Ressource Wasser durch den Gebrauch von Produkten, sondern zunehmend auch um den indirekten Wasserverbrauch durch die Produktion von Gütern. Viele Konsumgüter werden in sehr wasserarmen Gegenden der Welt hergestellt und verschärfen dort durch hohen Wasserbedarf die Probleme massiv. Baumwolle ist eines der bekannteren Beispiele hierfür. Bei Produkten, die nach deutschen und europäischen Umweltstandards produziert wurden, ist man auf der sicheren Seite.

Aber nicht nur der Handel mit fertigen Produkten sondern auch mit Rohstoffen und Halbwaren für die stoffliche Nutzung ist weltweit stark gewachsen und unübersichtlich. Das Ausmaß der Transporte im Stoffstrom ist auch von der Art des Rohstoffes abhängig.

 

Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Ressourceneffizienz durch Holz der kurzen Wege
Folgen von Ressourcenverschwendung

 


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Folgen von Ressourcenverschwendung

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Bild: unser Erde aus dem All. Das Bild der NASA zeigt deutlich wo am meisten Ressourcen in Form von Energie verbraucht werden.

#holzvonhier/Ressourceneffizienz

Folgen nicht nachhaltigen Ressourcenverbrauches   

Nachhaltiger Ressourcenverbrauch bestimmt über die Zukunft aller Menschen und aller nachfolgenden Generationen. Die Forderung nachhaltig und schonend mit Ressourcen umzugehen war der Beginn und Grundpfeiler jeglicher Nachhaltigkeitsdebatte,  Maßnahme oder politischen Vorgabe in dem Feld.

(1) Humanitäre Folgen

Der hohe Energie und Rohstoffverbrauch der Industrienationen und der sich stark entwickelnden Nationen Asiens (z.B. China, Indien) bleibt nicht ohne Folgen für die Rohstoffvorräte der Welt und löst damit auch humanitäre Folgen und Ungleichgewichte aus.

Jede Rohstoffgewinnung hat weltweit systemisch bedingt auch humanitäre Folgen, durch Beeinflussung von Wasser, Luft, Boden, Biodiversität, biogenen Rohstoffen und durch Nutzungskonkurrenzen wie im folgenden Beispiel gezeigt wird.

Beispiel Nahrungs- und Futtermittelbedarf.

Weltweit steigen Nahrungs- und Futtermittelbedarf und damit wiederum der Bedarf an Boden, Wasser, Energie und Mineralien (z. B. Phosphor) zur Produktion. Heute leben 6,6 Mrd. Menschen auf unserer Erde, davon 80% in Entwicklungsländern (FAOSTAT, 2006), bis 2030 werden es 8,3 Mrd. sein. Mit höherem Einkommen und steigender Verstädterung steigt der Konsum an Fleisch, Milchprodukten, Fetten, Zucker, auch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Weltweit stehen etwa 34% der Landflächen für landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung (ca. 50 Mio. km2), davon dienen bereits heute 80% (Weide und Futteranbau) der Viehhaltung. Von der weltweit genutzten Biomasse werden 58% als Futtermittel, 20% als Rohstoffe, 10% als Brennholz und nur 12% als Nahrung genutzt (Steinfeld et al., 2006). Weltweit steigen so auch die Nahrungsmittelpreise. Eine der Ursachen dafür ist der steigende Fleischkonsum, aber auch der weltweite Bioenergieboom. Ein Entschärfen dieser Nutzungskonkurrenz wäre heute noch möglich (WBGU, 2009).

(2) Volkswirtschaftliche Folgen

Rohstoffe, sind wesentliche Produktionsfaktoren, z.B. fossile Energie treibt heute immer noch die Weltwirtschaft an. Hier zeigt sich, wie sensibel die Wirtschaft auf Engpässe und Knappheiten reagiert.

Einige abiotische Rohstoffe sind nahezu überall vorkommend, wie Steine, Erden etc. Hieran besteht quantitativ auf absehbare Zeit kein Mangel. Insbesondere ist hier eine umweltschonende Gewinnung wichtig, um nicht andere Ressourcen zu beeinträchtigen wie Wasser, Boden oder Luft. Ein Großteil der natürlichen Ressourcen ist jedoch nur in begrenztem Umfang vorhanden und nicht erneuerbar. Beispiele sind Erdöl, Erdgas sowie bestimmte Mineralien und seltene Erden, die immer weniger aus leicht zugänglichen Quellen zu beschaffen sind.

Beispiel Erdöl und Erdgas. Die Weltvorräte an Erdöl werden auf ca. 160.000 Mio. Tonnen, die von Erdgas auf 180.000 Mrd. m3 geschätzt. Davon liegen beim Erdöl 87% und beim Erdgas 57% in Risiko- bzw. Krisenregionen wie dem Nahen Osten, Afrika, Südamerika und in starken Wachstumsregionen wie Asien. Die Reichweite des Welt-Vorrates an Erdöl und Erdgas wird bei gegebener Förderquote auf etwa 40 bis > 60 Jahre geschätzt (BMWI, 2009/2010).

Auf die Art der Materialien kommt es an.

In der EU werden jährlich 16 Tonnen Werkstoffe pro Person verbraucht, davon werden 6 Tonnen zu Abfall (EU Kommission, 2011: „Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa“). Deshalb kommt der Art der Rohstoffe, nachwachsend oder regenerierbar, große Bedeutung zu. Außerdem ist es wichtig, ob sie nach Ende der Lebensphase recycelt, wieder verwertet oder nur entsorgt werden können.

Der BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V.) mahnt deshalb an, dass eine Erhöhung der Recyclingquote von Materialien kein Selbstzweck sei, sondern ein nationales Erfordernis, da die deutsche Industrie aufgrund der sich weltweit dramatisch verknappenden Primärrohstoffvorkommen“ auf eine effektive Kreislaufwirtschaft angewiesen sei, um auch künftig auf hohem Niveau produzieren zu können. Bei vielen Materialien ist heute jedoch die Verwertungsrate bzw. reale Recyclingquote extrem gering.

(3) Negative Ökosystemauswirkungen

Durch die steigende Nachfrage nach Rohstoffen wie Öl, Gas, Erzen und Mineralien werden weltweit zunehmend Rohstoffvorkommen in Gebieten erschlossen, die besonders sensibel auf menschliche Einflüsse reagieren. Selbst der Abbau in Lagerstätten mit nur geringer Rohstoffkonzentration wächst, so dass die Gewinnung energie- und materialintensiver wird. In Folge dessen wachsen die Umweltauswirkungen der Rohstoffgewinnung überproportional zum Anstieg der Förderung. Ein Beispiel ist die Gewinnung von Erdöl aus Teersanden in Kanada. Auch die Weiterverarbeitung der Rohstoffe im Stoffstrom geht mit Umwelt-, Material- und Energieverbrauch sowie Emissionen einher.

Das Label HOLZ VON HIER kennzeichnet klima- und umweltfreundliche Holzprodukte entlang des gesamten realen Stoffstromes.

Die Art, wie ökologisch und sozial fair Rohstoffe gewonnen werden, wie lange sie im Stoffstrom transportiert werden und wie effizent sie im gesamten Stoffstrom genutzt werden, entscheidet über die Nachhaltigkeit.

Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Ressourceneffizienz durch Holz der kurzen Wege

 


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Aktuelles: Regenwald Amazonien schützen

#holzvonhier

#holz-von-hier.de

Aktuelles

Einer unserer Partner von HOLZ VON HIER ist das Regenwaldinstitut in Freiburg e.V., die Projekte zum Regenwaldschutz machen. Sie suchen gerade noch Spender für den Kauf und Schutz einer unberührten Regenwaldfläche (Urwald) in Amazonien. Es ist nicht leicht an solche Flächen zu kommen oder die Möglichkeit zu haben solche zu kaufen und unter Schutz zu stellen, deshalb: Bitte machen Sie mit. Hier der Link.
http://www.regenwald-institut.de/deutsch/index.html

Demnächst mehr in einer Blogserie über die Partner von Holz von Hier.

Herzliche Grüße
[gb] und [ps]