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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Raubbau an tropischen und borealen Urwäldern

#holzvonhier Bild Urwald in Afrika

Bild: Urwaldschutzgebiet in Afrika

#holzvonhier/Klimaschutz


Die 3 Haupt-Ursachen des Klimawandels:

(1) Energieproduktion/-verbrauch (ca. 24%),
(2) Raubbau an Primärwäldern (ca. 18-25%),
(3) globalisierter (Waren)-verkehr (ca. 14%).

#holzvonnhier Bild Urwald in Asien

Bild: Urwaldschutzgebiet in Asien

Klimawandel durch Raubbau an tropischen Urwäldern

Raubbau an Tropenwäldern hat fatale Folgen, da sie maßgeblich zur Sauerstoffproduktion beitragen, die globalen Klimazonen stabil halten, der Motor für die globale Wettermaschinerie und wichtige Stabilisatoren der globalen Wasserbilanz sind. Die Tropischen Primärwälder sind die Balance der Erdmitte. Sie tragen zu 40% der weltweiten Sauerstoffproduktion bei und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen.

Weltweit werden jährlich 7-13 Mrd. Tonnen Kohlenstoff durch Abholzung von tropischen Primärwäldern freigesetzt (WBGU, 2009). Die gerodeten Flächen sind sehr anfällig für Feuer und verlieren so noch mehr Kohlenstoff.

Dieser Einschlag erfolgt in vielen Teilen der Welt zu einem Großteil immer noch illegal. Der Anteil des illegalen Holzeinschlages wird in vielen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas wird sehr hoch eingeschätzt (Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de, siehe auch Veröffentlichungen von UNEP und WWF).

Die Abholzung erfolgt aus unterschiedlichen Gründen, neben der Gewinnung von Siedlungsfläche und Ackerland spielt hier immer noch der kommerzielle Holzeinschlag für den Außenhandel eine bedeutende Rolle. Neben dem Holzexport ist die Anlage von Plantagen für Holz sowie Zuckerrohr, Palmöl und Soja vor allem für Biotreibstoffe eine weitere Hauptursache der Primärwaldzerstörung, vor allem in Asien (Indonesien) und Südamerika (Brasilien).

#holzvonhier Bild Urwald in Sibirien

Bild: Sibirischer borealer Urwald


Klimawandel durch Raubbau an borealen Primärwäldern: eine der größten CO2-Senken der Erde.

Boreale Primärwälder, sind v.a. die großen Nadel-Urwälder in Nordamerika, Kanada und der Russischen Föderation mit Sibirien.

Nordamerikas und Kanadas Primärwälder assimilieren 50% der CO2-Emissionen der USA und Kanadas. Sibiriens Urwälder speichern 70% der CO2-Emissionen der EU und Russlands (div. Veröff. und pers. Mit. Prof. Schulze am MPI und als Beiratsmitgleid des wissenschaftlichen Expertenpannels bei Holz von Hier auch in nationalen Kuratorium von Holz von Hier). In diesen Wäldern geschieht massiver Raubbau, so werden große Mengen an im Boden gebundenem CO2 freigesetzt.

Die Wiederaufforstung bereitet oft große Probleme. Dieser Einschlag erfolgt zudem in hohem Maße auch für eine ausländische Nachfrage. Die drei Länder mit den weltweit größten Netto-Exporten an Schnittholz, vor allem Nadelschnittholz, sind Kanada (ca. 17,3 Mio. m3) und Russische Förderation (ca. 16,2 Mio. m3), hinzu kommt Schweden mit ca. 11,9 Mio. m3, wo jedoch kaum mehr Primärwälder vorkommen. Die Nettoexportraten Deutschlands (ca. 4 Mio. m3) sind dagegen eher gering (FAO, 2009).

Folgende Angaben stammen aus der Rede von Herrn Prof. Schulze bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises an ihn durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt:
„Weltweit werden pro Jahr etwa 6,3 Gigatonnen CO2 emittiert. Etwa 1,7 Gigatonnen nehmen die Ozeane und 1,4 die Kontinente auf. Der Rest gelangt in die Atmosphäre. Großflächiger Landnutzungswandel, wie das Abholzen der Urwälder der Erde trägt mit rund 25% zur globalen Klimaerwärmung beiträgt. In der Vegetation ist die Menge an Kohlenstoff gebunden, die derzeit in der Atmosphäre vorhanden ist, 1 zu 1. In den Böden ist das doppelte bis dreifache vorhanden“. Zudem „Aktuelle Messungen zeigen, dass auch alte Urwälder enorme Mengen an Treibhausgasen aufnehmen. Sie zu erhalten und zu schützen ist enorm wichtig“. Das Kyoto-Protokoll in der jetzigen Form reicht laut Prof. Schulze hier für den Schutz nicht aus, denn im Vorwort zum Kyoto-Protokoll steht, dass das eigentliche und einfache Vorhandensein von Kohlenstoffvorräten nicht anrechenbar ist. „Damit werden die nicht bewirtschafteten Wälder, die Urwälder, zur Nutzung frei gegeben“. Aber „… durch das was dort geschieht, können wir sehr wesentlich, ja signifikant, beitragen zu dem was in der Atmosphäre passiert“. Ein auch im Sinne des Kohlenstoffes nachhaltiges Landnutzungsmanagement ist deshalb ein Schlüsselwort. Hierbei haben gerade die Wälder und Böden der Nordhemisphäre insbesondere die riesigen Waldgebieten in Sibirien ein besondere Bedeutung. Der sibirische Wald, der bis jetzt nicht (kaum) bewirtschaftet ist, assimiliert etwa 70% bis 80% der Emissionen, die Westeuropa produziert.

Fazit also bleibt hier die einzige Möglichkeit über andere Marktmechanismen einzugreifen, wie z.B. Produkte mit dem Herkunftsnachweis „Holz von Hier“ statt Holz aus den sibirischen und tropischen Urwäldern.

[Anmerkung: Herr Prof. Dr. Ernst-Detlef Schulze am MPI Jena erforschte den Gasaustausch zwischen Wald und Atmosphäre. Er sammelte Daten in 21 Ländern Europas, in der Luft und am Boden, denn Bäume und Erdoberflächen reagieren unterschiedlich auf CO2. Er leitete eines er größten wissenschaftlichen Langzeit-Kohlenstoffprojekte der EU. Herr Prof. Schulze ist derzeit neben zahlreichen anderen Engagements auch Mitglied des Kuratoriums der gemeinnützigen Initiative HOLZ VON HIER].

#holz von Hier, Bild Abgeholzter Urwald in Lateinamerika

Bild: Bild Urwaldrodung in Lateinamerika


Klimawandel durch CO2-Freisetzung aus gerodeten Urwaldböden

Die CO2-Verluste aus Bodenzerstörung durch Urwaldrodung sind enorm. Dies kann auch durch die Neuanlage von nachhaltig bewirtschafteten jungen Plantagen auf diesen Flächen nicht mehr ausgeglichen werden. Allein durch Bodenzerstörung bei Urwaldrodung wird in Afrika und Lateinamerika mehr CO2 freigesetzt (Afrika: 1.185 Mt; LAC: 1,395 Mt) als  aus Energieprozessen (Afrika: 1.051 Mt; LAC: 1.238 Mt; Daten aus FAO, 2011, WBGU, 2009). Dennoch wurde bisher die Abholzung von Urwäldern und die damit verbundene Freisetzung von CO2, bei den bisherigen Weltklimaverhandlungen nicht als Landnutzungsänderung gewertet. Ein künftige Berücksichtigung ist unter dem Programm REDD geplant, aber noch nicht Realität.

#holzvonhier Bild Urwaldabholzung für Palmöl

Bild: Junge Palmölplantage in Asien.


Klimawandel durch Rodung von Urwäldern für Bioenergieplantagen

Holzexporte sind nur ein Grund für die Urwaldabholzung. Tropenholz ist dabei nicht einmal mehr das lukrativste Geschäft. Der Hauptgrund für die Abholzung vieler tropischer Urwälder ist heute die Anlage von Plantagen für z. B. Palmöl oder Zuckerrohr für Agrartreibstoffe.

Etwa die Hälfte der Urwaldrodungen der letzten 20 Jahre erfolgte in Brasilien für Zuckerrohranbau und Südostasien für Ölpalmenanbau. In Südostasien ist so bereits die Hälfte der Urwälder verschwunden. Palmöl aus Indonesien ist besonders kritisch. Etwa 84% der gesamten Indonesischen Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto von Urwaldabholzungen und hier etwa die Hälfte für die Anlage von Palmölplantagen (WGBU 2009). Der Slogan, „pack den Tiger in den Tank“ wird hier Realität, wenn für Palmölplantagen zuvor tropische Urwälder in Asien, der Heimat beispielsweise des Sumatra Tigers, abgeholzt wurden.

Das hat mit Klimaschutz wenig zu tun, denn bei der Produktion von 1 Tonne solchen Palmöls entstehen 30 Tonnen CO2 (WGBU; 2009). Auch diese Ursache für die Waldzerstörung steht in Verbindung mit dem Holzmarkt, das Holz dieser Flächen wird meist exportiert.

Die Förderung von Biokraftstoffen ist in der jetzigen Form nicht an heimische Rohstoffe gebunden. Sie nutzt deshalb weder den Europäischen Landwirten, denn im internationalen Biotreibstoffmarkt haben heimische Anbieter quasi keine reale Chance (WBGU, 2009), noch nutzt sie nach Ansicht vieler namhafter Wissenschaftler dem Klima (z.B. Prof. E. D. Schulze).

Dieser Diskursanstoß zum Thema: „Raubbau an Primärwäldern“ ist uns besonders wichtig denn, vielen ist noch nicht so bewusst, dass die Vernichtung der letzten Primärwälder der Erde, also der Urwälder in den Tropen, Subtropen und borealen Gebieten wesentlich zum Klimawandel und zum weltweiten Biodiversitätsverlust beiträgt. Unserer Meinung nach ist es die Aufgabe der Weltfamilie gemeinsam dafür zu sorgen, dass diese letzten Primärwaldgebiete der Welt erhalten bleiben.

Klimawandel durch Raubbau an Primärwäldern ist neben dem Energieverbrauch die zweitwichtigste (!) Ursache für den Klimawandel. Bisher reagiert die Weltgemeinschaft darauf nicht als Gemeinschaft, die dieses Problem gemeinsam zu lösen hat. Es wäre für die Weltgemeinschaft letztlich billiger den Schutz der letzten Urwäldern zu bezahlen als die Folgen des Klimawandels zu tragen, wie der „Stern Report“ eindrücklich belegt hat. Aber wir alle als Verbraucher haben es mit unserer Produktwahl in der Hand zum Klimaschutz beizutragen.

Ein mit dem „Holz von Hier“ Herkunftsnachweis ausgezeichnetes Produkt schliest Holz aus borealen und tropischen Urwäldern und weltweit gefährdeten Baumarten nach der Red List von IUCN aus.

Mehr Infos zum Thema bald im nächsten Beitrag der Blogserie #holzvonhier/Klimaschutz


Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !

Humanitäre Folgen des Klimawandels

Ökonomische Folgen des Klimawandels

Ökologische Folgen des Klimawandels

Was sind Klimaschadstoffe?

Die 3 Hauptursachen des Klimawandels

Klimawandel und Energieproduktion/-verbrauch

 

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Klimawandel und Energieproduktion/-verbrauch

Licht-2  #holzvonhier

#holzvonhier/Klimaschutz

Die 3 Haupt-Ursachen des Klimawandels:
(1) Energieproduktion/-verbrauch (ca. 24%),
(2) Raubbau an Primärwäldern (ca. 18-25%),
(3) globalisierter (Waren)-verkehr (ca. 14%).


Klimawandel durch Produktion und Verbrauch von Energie

Unsere Wirtschaft ist auf Energie und Rohstoffe angewiesen. Der nachhaltige Umgang damit wird immer wesentlicher für die Umwelt, alle Menschen und die Wirtschaft selbst. Gleichzeitig müssen lebenswichtige Güter wie Klima, Wasser, Boden, Biodiversität geschützt werden. Wenn Verteilungskämpfe um Rohstoffe, Wasser, Lebensmittel, Energie zunehmen, sind alle betroffen,  Menschen, Umwelt und Wirtschaft.


Steigender Welt-Primärenergieverbrauch trotz 20 Jahre Klimaverhandlungen

Der Welt-Primärenergiebedarf ist in den letzten 20 Jahren um 30% gestiegen, nicht etwa gefallen. Demzugfolge haben die weltweiten CO2-Emissionen in Summe zugenommen. Die größten Emittenten sind USA, China und Europa. Die höchsten energiebedingten Pro-Kopf CO2-Emissionen liegen in Nordamerika und Europa vor. Diese sind etwa 10-fach höher als bei einem Menschen in Afrika. Amerika beteiligt sich immer noch nicht aktiv an den Weltklimaverhandlungen und die CO2-Emissionen Chinas haben sich seit 1990 – dem Begin der Weltklimaverhandlungen – verdreifacht und erreichen heute die CO2-Emissionen der USA (Daten aus BMWi 2009, 2010).

Der deutsche Energiebedarf hat sich in den letzten 20 Jahren um 6% verringert, von möglichen Einsparpotenzialen durch Energiesparen ist dies aber noch weit entfernt (WBGU, 2009). Jedoch nimmt Deutschland dennoch einen Spitzenplatz ein. Etwa 30% des Primärenergieverbrauches fällt im Bereich Verkehr an, etwa 44% verbrauchen Industrie und Gewerbe (BMWi 2009, 2010).

Der Primärenergiebedarf der Industrieländer kann stark reduziert und der energiebedingte Treibhausgasausstoß entsprechend gesenkt werden (z.B. WGBU, 2009). Lösungen des Energieproblems müssen in der jetzigen Entscheidergeneration gefunden werden.


Fossile Energieträger werden knapp – Erneuerbare Energien (EE) nehmen zu

Fossile Energieträger werden knapp. Die statistische Reichweite bei gegenwärtiger Förderung beträgt bei Erdöl 40 Jahre, bei Erdgas 60 Jahre und bei Kohle ca. 150 Jahre (Daten aus WGBU 2009 und BMWi 2009, 2010).

Deshalb und auch aufgrund der politischen Förderungen ist der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland in den letzten 10 Jahren um 60% gestiegen und macht heute 10-20% des Gesamtenergiebedarfs aus (je nach Quelle). Es werden v.a. Biomasse, Wasser- und Windkraft genutzt. Gerade die Biomasse hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Allerdings kommt es für eine gute Umweltbilanz auf eine intelligente Kombination der diversen regenerativen Energiequellen an.


Gestaltete und sinnvolle Nutzung der Bioenergie ist wichtig

Wichtig ist jedoch, gerade bei der Bioenergie Nutzungskonkurrenzen mit (1) Nahrungs-/Futtermittelproduktion, (2) Stofflicher Nutzung und (3) natürlichen Ökosystemen zu vermeiden.

Gerade bei den Agrartreibstoffen auf Basis von Palmöl, Zuckerrohr u.a. ist die Klimawirkung oft sehr fraglich. Diese haben oft ähnlich lange Transporte in ihrem Stoffstrom hinter sich wie fossile Energieträger und werden oft alles andere als klima- und umweltfreundlich gewonnen. Pflanzenöle wie Palmöl für Biodiesel und BHKW (Block-Heiz-Kraft-Werke) gelten als ökologisch sehr bedenklich (WBGU, 2009). Innerhalb der Wissenschaft mehren sich die Stimmen, dass es aus Klimaschutzgründen dringend nötig ist, auf die Nutzung von Agrarenergiestoffen wie Palmöl zu verzichten.

Produktion (z.B. Kraftwerke) und „Verbrauch“ von Energie (in Form von Brennstoff, Treibstoff, Elektrizität) haben einen elementaren Anteil am Klimawandel. Auf diesen Sektor konzentrieren sich bisher die meisten der Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel. Daher stellen Energiesparmaßnahmen, Kauf und Beschaffung klimafreundlicher Produkte und anderes wichtige Maßnahmen dar.

Mehr Infos zum Thema Energiewende, „Gestaltete Bioenergie“ und was jeder in dem Feld tun kann gibt es demnächst im #holzvonhier/Energiewende Blog.

Holz von Hier hat zudem eine Ausstellung: „Energiewende und gestaltete Bioenergie“ erarbeitet die Interessierte Partner, Organisationen, Institutionen, Schulen, Kommune usw. auch ausleihen können. Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de oder rufen Sie uns an.

Licht-1  #holzvonhier

Neben diesen Ursachen für den Klimawandel haben aber auch zwei andere Faktoren eine entscheidende Rolle: die Freisetzung von CO2 durch die Abholzung von tropischen und borealen Primärwäldern und der rasant ansteigende globalisierte Verkehr, insbesondere von Gütern. Holz von Hier setzt auch an diesen Ursachen maßgeblich an.
Mehr Infos zum Thema bald im nächsten Beitrag der Blogserie #holzvonhier/Klimaschutz


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Was sind Klimaschadstoffe?

Die 3 Hauptursachen des Klimawandels


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Die 3 Hauptursachen des Klimawandels

#holzvonhier NASA Bild der Erde-2

#holzvonhier/Klimaschutz


Die 3 Hauptursachen des Klimawandels sind (1) 24% Energieproduktion. (2) 18% (bis 25%) Raubbau an tropischen und borealen Urwäldern. (3) 14% der immer mehr globalisierte (Waren)-Verkehr.

Das Bild der Erde aus dem Weltall (siehe oben, Quelle: NASA) ist faszinierend und erschreckend zugleich. Es zeigt die Intensität und Verbreitung der Beleuchtung und stellt damit auch ein Abbild des Energieverbrauches der Menschen dar.


(1) Energieproduktion, Energieverbrauch

Die weltweiten CO2-Emissionen aus Energieprozessen und Energieverbrauch haben in Summe in den letzten 20 Jahren trotz Welt-Klimaverhandlungen weltweit zugenommen, anstatt abgenommen. Die zwei weltgrößten Länder-CO2-Emittenten sind USA und China. Die höchsten energiebedingten Pro-Kopf CO2-Emissionen liegen in Nordamerika und Europa vor. Diese sind beispielsweise etwa 10-fach höher als bei einem Menschen in Afrika. Amerika beteiligt sich immer noch nicht aktiv an den Weltklimaverhandlungen. Die CO2-Emissionen Chinas haben sich seit 1990 verdreifacht und erreichen heute die CO2-Emissionen der USA (Daten WGBU, 2009 und BMWI 2009/2010). Energieproduktion und -verbrauch ist (mit 24% Anteil) deshalb eine der Hauptursachen des globalen Klimawandels.

(2) Raubbau an tropischen und borealen Urwäldern 

Nahezu gleichauf allerdings sorgt die Abholzung von vor allem tropischen und borealen Urwäldern (Primärwald) weltweit für die Klimaerwärmung. Auch viele Lädner mit Urwäldern haben sich bisher nicht an den Wletklimaverhandlungen beteiligt udn seit beginn der Klimaverhandungen vor 20 Jharen (1) eine großen Teil ihrer Urwälder abgeholzzt udn ttun dies auch weiter. Dieser Anteil am Klimawandel wird heute von Wissenschaftlern bereits auf 18-25% geschätzt und ist damit die zweitwictigste Ursache für den Klimawandel. Das Klima -und Umweltlabel „Holz von Hier“ schliest Holz aus Urwäldern und Baumarten gemäß der Red List von IUCN aus.

(3) Zunehmend globare Warenverkehr und zunehmende Stoffströme in der Produktion von Gütern. 

An dritter Stelle rangiert mit 14% der immer mehr globalisierte (Waren)-Verkehr. Das Klima -und Umweltlabel „Holz von Hier“ weist möglichst kurze Wege im gesamten Stoffstrom von Holzprodukten nach, vom Wald an bis zum fertigen Produkt.


Politisch wird vor allem am Energieverbrauch angesetzt. Auch Kyoto hat bisher eigentlich nur Instrumente für Nr. 1 vorgesehen. Die Reduzierung des Verkehrs und die Bewahrung von Urwäldern sind bislang immer noch zu wenig als Handlungsfeld beachtet. Hier läßt sich allerdings vieles tun. Vor allem an diesen Punkten setzt Holz von Hier gezielt an.

Mehr Infos zum Thema bald im nächsten Beitrag der Blogserie #holzvonhier/Klimaschutz


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Raubbauholz aus Kongos Urwäldern in Deutschland konfisziert – Zum Risiko von Importholz

Urwaldriese Südamerika #holzvonhier
In der Fachpresse hat seit einiger Zeit ein Fall die Gemüter bewegt, wo es um die Einfuhr von tropischem Wenge-Holz nach Deutschland ging, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wegen Verdachts auf Illegalität aus dem Verkehr gezogen wurde. 

Holz von Hier ist Teil eines Anhörungskreises aus Organisationen und Verbänden am Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der im Rahmen der Entwicklung und Vorbereitung des BMELV für die Umsetzung der Holzhandels-Verordnung (Due Diligence) in Deutschland gehört wird.

Aktuell erreichte uns eine vom BMELV als offiziell frei gebene Mail zu diesem Fall, den wir deshalb hier in diesem Blog kurz kommentieren wollen. An diesem Fall kann man auch stichpunkthaft einige grundlegende Fragen beleuchten, die wir in späteren Blogbeirägen vertiefen wollen.

#holzvonhier Bild Urwald in Afrika

Kaum ist die Due Diligence in Europa in Kraft tritt schon der erste Fall eines illegalen Holzimportes in die EU zutage. Das ist sicher nur die Spitze des Eisberges.

Deutsche Behörden haben sich als erste seit Einführung der Due Diligence in Europa Mitte 2013 getraut einen solchen Fall aufzudecken. Gute Arbeit der BLE!

Die Bundesanstalt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BLV) als ausführende Stelle des Ministeriums (BMELV) und als zentrale Überwachungsbehörde in Deutschland hat kürzlich auf der Basis des Holzhandels-Sicherungsgesetzes erstmals einige Holzstämme der Holzart Wenge aus dem Kongo, einer kostbaren, nahezu schwarzen Holzart, die im Möbelbau verwendet wird, beschlagnahmt.

Nachdem zunächst ein Schreiben des kongolesischen Ministeriums einging, das die Legalität der Holzlieferung bestätigte, stellte sich dieses inzwischen als Fälschung heraus. Somit wurden die Stämme endgültig aus dem Verkehr gezogen und sollen nun zu marktüblichen Preisen veräußert werden und der Erlös in die Staatskasse fließen.

An diesem Beispiel werden verschiedene Dinge deutlich:

  • Der Fall stellt sicherlich nur die Spitze eines Eisberges dar, da seit Mitte dieses Jahres überhaupt erst einmal nach Deutschland importiertes Holz etwas genauer (aber hier auch nur Stichproben!) unter die Lupe genommen wird und die Prüfer prompt fündig geworden sind. Nach gemäßigten Schätzungen des WWF und anderer Umweltorganisationen ist der Anteil illegalen Holz auf dem Weltmarkt erheblich und kann je nach Land bis über 90% betragen. Nach neueren Untersuchungen der UNEP in Zusammenarbeit mit Interpol wird sogar davon ausgegangen, dass die „offiziellen“ Statistiken das tatsächliche Ausmaß illegalen Holzeinschlags und Handels um Größenordnungen unterschätzen. (Auf der Info-CD „Wälder – global und regional“ hat Holz von Hier eine Reihe interessanter und einschlägiger Informationen zusammengestellt; auch die Studie von UNEP und Interpool finden Sie auf http://www.holz-von-hier.de).
  • Die Demokratische Republik Kongo beherbergt eine der größten noch unberührten zusammenhängenden Urwaldflächen der Welt. Gleichzeitig zählt die Republik, die seit Jahrzehnten durch Bürgerkriege erschüttert ist, zu den korruptesten Staaten der Erde. Auch große Nationen wie China sichern sich derzeit nach Heuschreckenmanier im Kongo den Zugang zu wertvollen Ressourcen jeder Art. Es lässt sich leicht denken, dass Transparenz und Kontrolle unter diesen Umständen generell ein frommer Wunsch bleibt. Das gefälschte Dokument eines kongolesischen Ministeriums spricht auch hierfür.
  • Die Baumart Wenge zählt nach der internationalen Roten Liste von IUCN (International Union for Conservation of Nature, der ältesten und größten Umweltorganisation der Welt; IUCN ist mit einem Sitz im Kuratorium von Holz von Hier vertreten) zu den weltweit gefährdeten Baumarten. Daher sollte die Frage erlaubt sein, ob Holz dieser Baumart – ob illegal oder legal – überhaupt gehandelt werden darf. Derzeit sind von den 70 gängigen tropischen Holzarten auf dem deutschen Markt mehr 30 international gefährdet nach der Roten Liste von IUCN. Weitere 25 sind nicht mit Nachhaltigkeitszertifikaten erhältlich und stammen voraussichtlich aus Raubbau. Eine Zusammenstellung dessen findet sich in einem kleinen Einkaufsführer von Holz von Hier („Gefährdete tropische Holzarten auf dem deutschen Markt“), den Sie beim Kauf eines Holzproduktes zu Rate ziehen können.

Bot-Garten-Bonn_HOLZVONHIER_Gefährdete TropenholzartenBot-Garten-Bonn_HOLZVONHIER_Gefährdete Tropenholzarten2Diesen Packetflyer zum Down-Load gibt es HIER.
Organistionen oder Institutionen die Partnere von Holz von Hier sind erhalten die Infomaterialien von Holz von Hier mit ihrem Logo versehen kostenfrei. Werden Sie Partner rufen Sie uns an.

  • Eine Verwendung von Tropenholz ist zudem meist auch gar nicht notwendig, da es wunderbare heimische Alternativen zu den meisten tropischen Holzarten gibt. Wenge zum Beispiel kann hervorragend durch heimische Räuchereiche ersetzt werden, die es ebenfalls in allen Farbvarianten von Kaffeebraun bis Schwarz zu kaufen gibt. So findet sich für die meisten gängigen – auch die dunklen – Tropenholzarten eine geeignete Alternative sowohl in optischer als auch in technischer Hinsicht. Entsprechende Produkte oder Lieferanten kann man unter www.holz-von-hier.de/produktsuche.html finden.

Räuchereiche

Bild: heimische Räuchereiche

  • Die Verwendung heimischer Hölzer hat zudem den Vorteil, dass die Waldwirtschaft in Deutschland nach stregen gesetzlichen Vorschriften folgt und seit 300 Jahren Nachhaltigkeitsprinzipien folgt – ganz im Gegenteil zu vielen anderen Ländern auf dieser Erde. Holz wurde in Europa von den Akteuren der Forst- und Holzwirtschaft selbst schon immer scharfen Umweltvorgaben und Kriterien zur Ressourenschonung unterworfen, weit bevor in anderen Rohstoffbereichen (Öl, Metalle, Steine, Kunststoffe) überhaupt darüber nachgedacht wurde. Und das, obwohl Holz ein nachwachsender und nicht ein endlicher Rohstoff ist, wie viele andere. Selbst der Nachhaltigkeitsbegriff hat seinen Ursprung in der europäischen Fortwirtschaft und die Klimadebatte wird maßgeblich von der EU geprägt.
  • In dem obigen Beispiel wurde das tropische Importholz konfisziert, da es illegalen Ursprunges war, d.h. Einschlag und Handel gegen die nationalen Gesetze des Herkunftslandes (also hier die Republik Kongo) verstoßen hat. Es stellt sich hier zum einen die Frage nach der Art und dem Inhalt der einschlägigen Gesetze (wenn z.B. Kahlschlag nicht gesetzlich verboten ist, ist entsprechend gewonnenes Holz nicht illegal und fällt somit auch nicht unter die Regelung des seit 2013 in der EU in Kraft getretenen Holzhandelssicherungsgesetzes – Stichwort FLGT und „Due Diligence“).
  • Zum anderen ist zwar illegal geschlagenes Holz eine wichtige Ursache für die Zerstörung von Urwäldern aber umgekehrt sichert die Legalität noch lange nicht die Herkunft aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Der positive Ansatz der EU mit der Einführung des Holzhandelssicherungsgesetzes kann somit nur den ersten Schritt darstellen.
  • Grundsätzlich stellt die Verwendung von heimischen Hölzern, die auch nachweislich bei uns gewachsen sind, die wohl ökologischste Alternative dar. Interessenten können sich diese Herkunft z.B. über ein Holz von Hier – Zertifikat nachweisen lassen.Wir aben portnetiell mehr als 60 heimische wunderschöne Holzarten in unseren heimischen. eder aus optishcen noch ethscnishcne Grüdnen ist vielfach der Einsatz von Tropenholz – noch dazu aus Raubbau gerechtfertigt.
  • Und wenn die Verwendung von Tropenholz unbedingt sein muss, dann sollte auf jeden Fall ein Nachweis der Herkunft aus nachhaltiger Waldwirtschaft verlangt werden, z.B. in Form von FSC und PEFC. Allerdings sollte auch hier auf die Holzart geachtet werden. Generell ist der Handel mit Holzarten die intenational gefährdete Holzarten nach der Red List von IUCN sind grudnsätzlich überdacht werden, ob mit oder ohne Zertifikat.
  • Auch die Nutzung von tropischem Plantagenholz ist heute oft keine echte Lösung gegen den Raubbau. Viele dieser tropischen Holz-Plantagen sind in den letzten 20 Jahren entstanden und für die meisten dieser Plantagen wurden zuvor Urwälder abgeholzt (WGBU, 2009). Zum anderen wird tropisches Plantagenholz in der Holzqualität wegen der heute kurzen Wachstumszyklen (Plantagen-Teak meist nur 20-30 Jahre) von der Branche in der Regel von der Qualität her deutlich schlechter bewertet als Holz aus Primärwäldern, das gilt auch für die noch relativ jungen Plantagen mit Nachhaltigkeitslabeln (www.globalwood.de). Für qualitativ hochwertige Produkte suchen diejenigen Hersteller weltweit die Tropenholz verarbeiten nach wie vor Holz aus Primärwäldern (www.globalwood.de). Plantagen in den Tropen können also den Druck auf die tropischen Primärwälder letztlich heute und mittelfristig nicht verhindern.

#holzvonhier Tropenwald

Vorschlag und Abstimmung

Schließlich erlauben wir uns von Holz von Hier noch einen Vorschlag hinsichtlich der konfiszierten Wege-Hölzer.

Bisher ist beabsichtigt, dass die konfiszierten Hölzer zu „marktüblichen Preisen“ vom Staat verkauft werden. Die Einnahmen über diesen Verkauf sollen der Staatskasse zugute kommen.

Wir sind der Ansicht, dass gerade (!) solches Geld sollte nicht für irgendwelche staatlichen Zwecke ausgegeben werden, sondern zielgerichtet ausschließlich für den Regenwaldschutz. Denn der Schutz der tropischen Urwälder bedeutet immer noch den größtmöglichen Schutz – insbesondere für die Artenvielfalt, da Tropenwälder den größten Teil der Artenvielfalt dieser Erde beherbergen.

Sinnvoller fänden wir von Holz von Hier, wenn das Geld aus dem Erlös z.B. über ein gemeinnütziges Konto zum Kauf und Unterschutzstellung von Primärwaldflächen verwendet würde, wie es z.B. unser Partner das Regenwaldinstitut Freiburg praktiziert. Also am besten spendet der Staat diese Einnahmen aus dem Verkauf an eine Organisation die sich gezielt (!) für den Kauf und unter Schutz Stellung von Urwäldern einsetzen.

Die Europäische Union oder ein nationaler Träger könnte doch genau zu diesem Zweck einen zweckgebundenen Fond einrichten.

Wir möchten hier zu einer Diskussion einladen und Eure Meinung dazu erfahren.

Wir werden über Holz von Hier das Ergebnis an das BMELV und die BLE weiterleiten.

Vielen Dank und Gruß

Euer Holz von Hier Team


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Was sind Klimaschadstoffe?

#holzvonhier, Bild aufgenomemn kenedy space center bei Videoshow-1

#holzvonhier/Klimaschutz

Klimaschadstoffe sind vom Menschen oder über menschliche Aktivitäten freigesetzte Schadstoffe die in die Atmosphäre gelangen und dort den Klimawandel auslösen. Dazu gehören Kohlendioxid und andere Treibhausgase wie z.B. Methan.


Das Hauptklimagas ist das „Kohlendioxid“ (CO2).

Das bekannteste Klimaschadgas ist das CO2, das Kohlendioxid. Kohlendioxid ist kurioserweise das häufigste Gas unserer Atmosphäre. Der natürliche CO2-Haushalt unserer Erde ist ausbalanciert und ausgeglichen. Beispielsweise alle tierischen Lebewesen emittieren CO2 beim Atmen und entlassen es in die Atmosphäre. Unsere Pflanzen und Ökosysteme nehmen dieses CO2 auf und nutzen es für ihr Wachstum in der Photosynthese. Werden nun die natürlichen Lebensgemeinschaften der Erde verändert, verändert sich auch die CO2 Aufnahmefähigkeit dieser Ökosysteme. Das bringt den CO2 Haushalt durcheinander.

#holzvonhier Kraftwerk

Bild: #holzvonhier, deutsches Kraftwerk mit Filteranlage und DeNox Anlage: die Umweltstandards für Produkte, die innerhalb Deutschlands und der EU erzeugt werden, sind bereits durch die hohen Umweltvorgaben bereits ab der Energiebereitstellung und durch den deutschen Energiemix, der hohe Anteile an Erneuerbaren Energien enthält, höher als in vielen anderen Weltregionen. Mehr Infos im Serienblog #holzvonhier/Energiewende und gestaltete Bioenergie.

CO2 ist als gespeicherter Kohlenstoff auch in fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle, Erdgas enthalten, also Stoffen die vor Urzeiten durch Druck und Hitze aus Pflanzenresten entstanden sind und in der Erde eingelagert wurden. Ihr hoher Kohlenstoffgehalt aus diesem „Urzeit-CO2“ macht sie energetisch interessant, denn sie haben durch den komprimierten Kohlenstoff (C) einen hohen Energiegehalt.

Werden jetzt diese „fossilen Energieträger“ genutzt, gelangt der Kohlenstoff der vor Urzeiten fest gebunden wurde durch die Verbrennung als CO2 wieder in die Atmosphäre und trägt hier massiv zur Aufheizung unsere Erdatmosphäre bei, zum so genannten „Treibhauseffekt“. Wenn nun gleichzeitig die heute vorhandenen Senken die dieses CO2 wieder aufnehmen könnten immer mehr verschwinden, wie z. B. die Primärwälder weltweit, wächst unser Treibhausproblem.

Neben den Kohlendioxid (CO2), dem bekanntesten und wichtigsten „Treibhausgas“, spielt auch das Treibhausgas Methan (C2H4) und viele andere Treibhausgase eine wichtige Rolle. Methan wird in Säugetiermägen produziert und ausgeschieden, entsteht aber auch bei der Anlage von agrarischen Feuchtkulturen wie z. B. Reis aber auch Flutungsflächen. Methan ist zwar von der Menge her wesentlich geringer in seinen Emissionsmengen als CO2, aber sein Treibhausfaktor ist fast 24-fach stärker als der von CO2.

Aus diesem Grunde hat auch beispielsweise die Art der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung ebenfalls enormen Einfluss auf dem Klimawandel. Würden beispielsweise alle Asiaten, Afrikaner oder Südamerikaner nicht mehr wie bisher vor allen viel pflanzliche Produkte essen sondern sowie Europäer und Amerikaner einen hohen Fleischkonsum haben, würde das den Klimawandel durch die Zunahme der emittierten Methanemissionen aus dem vielen zusätzlichen Tiermägen deutlich erhöhen.

Mischwald-Unterwuchs #holzvonhier

Bild: #holzvonhier: deutscher nachhaltig bewirtschafteter Wald.


Wälder als große Kohlenstoffsenke

Zu den größten langfristigen CO2 Speichersystem unserer Erde gehören die Wälder und dabei vor allem die natürlichen Urwälder, die Primärwälder der Erde. Heute sind nur noch ein Drittel der Wälder weltweit Primärwälder, also nicht bewirtschaftete ursprüngliche Wälder.

Wälder werden nach den bisherigen wissenschaftlichen Modellen versuchen dieses quasi „antike“ und zusätzlich anfallende CO2 durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas usw. durch verstärktes Wachstum aufzunehmen. Dies geht jedoch auf Kosten der Stabilität vieler dieser Ökosysteme, was vielfach unvorhersehbare Folgen haben kann. Die Frage ob beispielsweise bestimmte Ökosysteme dann bei zu raschem Wachstum ab einem „break even umso“ schneller zusammen brechen ist bisher ungeklärt.

Alte Urwälder, die Primärwälder der Erde haben das größte und gleichzeitig stabilste dauerhafteste CO2 Puffervermögen aller Ökosysteme. Gefolgt von „Alten Nachhaltigkeitswäldern“ Europas, deren hohes CO2-Speichervermögen nicht mit neu angelegten – auch den nachhaltig bewirtschafteten – Plantagen in Asien, Afrika, Lateinamerika verglichen werden kann.

Niederwald #holzvonhier

Bild #holzvonhier: Sonderform der Waldbewirtschaftung, hier ein sogenannter „Niederwald“, der zusammen mit der Sonderfrom der „Mittelwälder“ – aus denen heute sehr gute Furnierhölzer stammen – eine Waldform ist, die noch aus dem Mittelalter stammt und durchaus sehr artenreich. Solche Wälder kommen heute in Deutschland noch oft im Kommunalwald vor. Mehr zu Wäldern und Waldformen in der #holzvonhier/Wälder Blogserie.


Natürliche ungestörte Böden als große Kohlenstoffsenke

Auch Böden nehmen CO2 auf, langsam aber immerhin. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Böden unserer Erde wirkt sich beispielsweise Raubbau in einigen Regionen unserer Erde für den Kohlenstoffhaushalt des Ökosystems noch verheerender aus als in anderen Regionen. Beispielweise die Abholzung von Primärwäldern in Indonesien und Malaysia für Palmölplantagen die auf solchen Moorböden stehen und bei deren Abholzung enorme Mengen an CO2 auch aus dem Böden freigeben, wie auch immer die Boden hinterher wieder bepflanzt und bewirtschaftet werden, entsteht hier ein gewaltiger CO2-Netto-Verlust an langfristig gebundenem CO2 in die Atmosphäre.

Geschieht Raubbau an Primärwäldern (Urwälder), entweicht zunächst auch aus den Böden eine enorme Menge an Kohlenstoff in die Atmosphäre. Deshalb bedeutet das Fällen von Primärwald immer einen Nettoverlust an Kohlenstoffspeicher im Ökosystem. Das heißt auch die Anlage einer nachhaltig bewirtschafteten Plantage auf dieser Fläche kann diesen Verlust an Kohlenstoff und damit in die Atmosphäre entwichenem CO2 nicht mehr ausgleichen.

Gleichzeitig ist es für den langfristigen Kohlenstoffspeicher dort natürlich besser wenn eine Baumplantage angelegt wird, als wenn eine Agrarfläche (z. B. für Mais, Jatoba, Zuckerrohr oder ähnliches) auf Flächen entsteht.

Mehr Infos zum Thema bald im nächsten Beitrag der Blogserie #holzvonhier/Klimaschutz


Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !

Humanitäre Folgen des Klimawandels

Ökonomische Folgen des Klimawandels

Ökologische Folgen des Klimawandels