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Globales Denken erfordert regionales Handeln.


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Ökologische Folgen des Klimawandels

#holzvonhier Korallenriffe gefährdet durch den Klimawandel

Bild: Korallen. Der Klimawandel bedroht Meeresökosysteme und Landökosysteme.

#holzvonhier/Klimaschutz


3 Haupt-Folgen des Klimawandels:

(1) Humanitäre Folgen
(2) Ökonomische Konsequenzen
(3) Auswirkungen auf Natur und Umwelt


Auswirkungen auf Natur und Umwelt

Eine direkte Folge steigender Kohlendioxidkonzentrationen ist die Versauerung der Ozeane, die einschneidende Folgen für Meeresökosysteme haben wird, mit möglicherweise schlimmen Konsequenzen für die Fischvorräte (Stern Report, 2006).

Die Versauerung betrifft insbesondere auch Korallenriffe, die ihr Kalkskelett schlechter bilden und sich im schlimmsten Falle bestehende Korallenriffe gänzlich auflösen können. Sie gehören daher zu den gefährdetsten Lebensräumen. Ein Aussterben ganzer Korallenriffe zieht schwere Konsequenzen nach sich, für die Arten denen die Riffe als Nahrungsquelle dienen und für die Menschen, die Einkommen (z.B. aus Tourismus) daraus beziehen oder auch für den Küstenschutz.

Schmelzende Gletscher bringen zunächst ein höheres Überflutungsrisiko und dann stark abnehmende Wasservorräte mit sich, die schließlich ein Sechstel der Weltbevölkerung bedrohen werden, v.a. auf dem indischen Subkontinent, in Teilen von China und in den südamerikanischen Anden (Weltbank, 2012).

Durch das Schmelzen des Polareises steigen die Meeresspiegel weltweit an, was ein steigendes Überflutungsrisiko der Küsten und Küstenerosion mit sich bringt.

Durch die Erwärmung wird die Existenz des Amazonasregenwaldes, des größten zusammenhängenden Waldgebietes der Erde gefährdet. Dies wiederum würde einen der wichtigsten Motoren des globalen Klimageschehens außer Kraft setzen.

Eine Erwärmung des Klimas führt zu veränderten Grundwasserspiegeln, zu häufigeren und stärkeren Wetterextremen mit einer veränderten Verteilung der Regenmengen.

Die Erwärmung der Atmosphäre könnte sogar Einfluss auf den Verlauf und die Intensität von Meeresströmungen haben. Würde z.B. der Golfstrom als Teil eines globalen maritimen Strömungssystems, des globalen Förderbands, verändert oder unterbrochen, hätte dies gravierende Folgen für das gesamte Klima in Europa, denn der Golfstrom transportiert etwa 1,5 Petawatt Energie nach Europa. Dies entspricht der Nutzleistung von ungefähr zwei Millionen modernen großen Kernkraftwerken.

Ein weiteres Problem stellen zudem Rückkopplungseffekte dar. Durch die Erwärmung und das teilweise Auftauen der Permafrostböden werden große Mengen Methan freigesetzt, einem der wirksamsten Treibhausgase, was wiederum zu einer Beschleunigung der Erwärmung führt.

#holzvonhier Klimawandel gefährdet auch Meeresbewohner

Alles was wir tun und einkaufen ist verbunden mit Konsequenzen. Der Einkauf, die Beschaffung und die Verwendung nachweislich klimafreundlicher Produkte trägt wesentlich zum Schutz von Meeres- und Landökosystemen bei.

Mehr Infos zu den 3 Hauptursachen den Klimawandels demnächst im #holzvonhier/Klimaschutz Blog.


Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !

Humanitäre Folgen des Klimawandels

Ökonomische Konsequenzen des Klimawandels

 

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Ökonomische Folgen des Klimawandels

#holzvonhier Windwurf

Bild: Forstarbeiten nach Windwurf

#holzvonhier/Klimaschutz

Die 3 Haupt-Folgen des Klimawandels:
(1) Humanitäre Folgen
(2) Ökonomische Konsequenzen
(3) Auswirkungen auf Natur und Umwelt


Ökonomische Konsequenzen : Der Klimawandel wird teuer – für alle!

„Der Klimawandel bedeutet eine einzigartige Herausforderung für die Volkswirtschaften: er ist das größte und weittragendste Versagen des Marktes das es je gegeben hat“ (Stern Report, 2006).

Ein aktueller Bericht im Auftrag der EU schätzt die jährlichen Schadenskosten durch den Klimawandel europaweit auf jährlich rund 20 Milliarden EUR in den 2020er Jahren, 90 bis 150 Milliarden in den 2050er Jahren und zwischen 600 und 2.500 Milliarden EUR in den 2080ern, abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Treibhausgasemissionen (www.climatecost.cc).

Hitzewellen wie die 2010 in Europa, als 55.000 Menschen starben und landwirtschaftliche Verluste 15 Milliarden Dollar erreichten, werden bis Mitte des Jahrhunderts zur Tagesordnung gehören. (Stern Report, 2006).

Analysen legen den Schluss nahe, dass der Klimawandel bei einer „Business as usual“-Strategie gravierende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben haben wird und dass ohne sofortige erhebliche Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen die Weltwirtschaft Einbrüche von bis zu 20% erfahren wird. Laut Stern Report  würde dann das wirtschaftliche und soziale Leben in einem Maße beeinträchtigt sein, wie während der großen Weltwirtschaftskrisen und der Weltkriege, und zwar dauerhaft (Stern Report, 2006).

Die Bekämpfung des Klimawandels ist also langfristig gesehen eine Pro-Wachstum-Strategie, denn je früher wirksam gehandelt wird, desto geringer werden die Kosten sein (Stern Report 2006).

Dass sich frühzeitiges Handeln auch im öffentlichen Bereich rechnet, zeigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes. Hier wird nahe gelegt, dass gerade Kommunen über Klimaschutzkonzepte nachdenken und sie rechtzeitig vor Ort umsetzen sollen (Umweltbundesamt 2012).

Öffentliche Bauten mit „Holz von Hier Nachweis“ ist eine Möglichkeit für mehr Klimaschutz in Kommunen. Holz von Hier informiert hier interessierte Kommunen sehr gerne. Mehr Infos für Kommunen unter http://www.holz-von-hier.de.

Mehr Infos zum Klimawandel im nächsten #holzvonhier/Klimaschutz Blog.

Einen anderen Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter:

Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !

Humanitäre Folgen des Klimawandels


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Humanitäre Folgen des Klimawandels

'holzvonhier NASA Bild

#holzvonhier/Klimawandel


Die 3 Haupt-Folgen des Klimawandels:

(1) Humanitäre Folgen
(2) Ökonomische Konsequenzen
(3) Auswirkungen auf Natur und Umwelt


Humanitäre Folgen: Der Klimawandel trifft alle, aber die ärmsten Länder zuerst.

Die von Dürren betroffene Landfläche der Erde hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugenommen, schneller, als dies von Klimamodellen berechnet wurde. Die dramatische Trockenheit 2012 in den USA hat 80% des Ackerlandes betroffen und war die schwerste Dürre seit den 1950er Jahren (Weltbank 2012).

Eine Klimaerwärmung um 2 Grad klingt nicht viel, aber im am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen Kontinent Afrika, können 2 Grad Erwärmung einen Ernteausfall bis zu 50% bedeuten. Die Folgen wie Hunger und Migration sind bereits heute in einigen Dürreregionen immer wieder Realität.

'holzvonhier Bild aus Kenia

Bild: Ostafrika, im Norden von Kenia. Menschen und ihre Tierherden graben in einem ausgetrockneten Flussbett nach Wasser. Der Regen blieb lange aus.

Jährlich sterben etwa 300.000 Menschen an den Folgen des Klimawandels. Diese Zahl wird bei einem Anstieg um 4°C um Größenordnungen steigen (Weltbank, 2012).

Sinkende Ernteerträge, besonders in Afrika und Asien, könnten bedeuten, dass hunderte Millionen Menschen nicht mehr genügend Lebensmittel erzeugen oder kaufen können. In den mittleren bis hohen Breitengraden könnten die Ernteerträge bei moderaten Temperaturanstiegen (2 – 3°C) zwar zunächst zunehmen, dann aber mit stärkerer Erwärmung zurückgehen.

Bei 4°C und darüber wird die gesamte globale Lebensmittelproduktion wahrscheinlich ernsthaft beeinträchtigt werden. Steigende Meeresspiegel werden bei einer Erwärmung von 3 oder 4 °C für hunderte von Millionen weiteren Menschen jährliche Überflutungen bedeuten und zu weltweiten Strömen von Klimaflüchtlingen führen. Die Küsten in Südostasien (Bangladesch und Vietnam), auf kleinen Karibik- und Pazifikinseln, aber auch die von großen Küstenstädten in Industrieländern wie Tokyo, New York, Kairo und London werden ernsthaft gefährdet und der Druck für ihren Schutz wird zunehmen.

Die Zunahme der Stürme und Orkane durch die Klimaerwärmung weltweit verursacht milliardenschwere Schäden auch in hoch entwickelten Ländern wie den USA und Europa. Durch die Erwärmung kommt es zudem zu einer Ausbreitung von Parasiten und Krankheiten, die zuvor in den betreffenden Gebieten nicht vorkamen.

Der Klimawandel muss dazu führen, dass wir uns als Einheit begreifen. Handeln in einem Teil der Welt hat auch Folgen für den anderen Teil.

Mehr dazu im nächsten #holzvonhier/Klimawandel Blog.

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Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !


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Klimaschutz heute – denn Scheitern ist keine Option !

#holzvonhier NASA Bild der Erde

#holzvonhier/Klimaschutz

„Die wissenschaftlichen Beweise sind jetzt überwältigend: der Klimawandel ist eine ernsthafte globale Bedrohung und verlangt eine dringende globale Antwort“ (Stern Report, 2006, die weltweit anerkannteste Studie zu ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels).

Dr. Jim Yong Kim, Präsident der Weltbank formuliert: „Es ist meine Hoffnung, dass uns (alle) dieser Bericht schockiert und zum Handeln zwingt. Selbst für diejenigen von uns, die bereits dem Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet sind, sorgt der Bericht hoffentlich für noch viel größere Anstrengungen in dieser Richtung“.

Der Stern Report beschreibt die Folgen für die Weltgemeinschaft, wenn der Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts eine Grenze von 4°C übersteigen sollte. Noch vor einigen Jahren rechneten die meisten Modelle mit einem Anstieg von 2°C. Dies war auch zugleich die Grenze, zu deren Einhaltung sich z.B. Europa in seinen Klimaschutzzielen verpflichtet hat. Heute ist klar, dass sich diese Grenze von 2°C kaum halten lässt. Die Folgen sind bereits heute deutlich zu spüren.

Das Jahr 2010 z.B. war auch in Europa bis dahin der Abschluss der wärmsten Dekade seit der Temperaturerfassung (Weltorganisation für Meteorologie, 2010). Es wurden große, weit ausgedehnte Klimaextreme in Teilen der Welt registriert, die extreme sozioökonomische Auswirkungen hatten. Insbesondere die Überflutungen in Pakistan und Australien, und die sommerliche Hitzewelle in der Russischen Föderation gehörten zu diesen Klimaextremen.  Hochwasser und Überschwemmungen ereigneten sich während des Jahres 2010 mehrmals in Mittel- und Südosteuropa, vor allem in Ostdeutschland, Polen, Slowakei, Rumänien, Ukraine, Moldawien, Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik. Der Sturm Xynthia durchquerte Ende Februar 2010 mit großflächigen Wind- und Sturmflutschäden den Nordwesten Europas. Die Versicherungsschäden in Frankreich und Deutschland überstiegen 4 Milliarden US-Dollar (WMO, 2010).

Wir finden: Klimawandel“ ist ein sehr nüchternes Wort für eine weltweite von Menschen gemachte Veränderung unserer Welt, von noch nie da gewesenem Ausmaß, wenn wir den Klimawandel nicht stoppen oder anschwächen können. Klimawandel trifft Menschen, Umwelt und Wirtschaft.

20 Jahre Klimaverhandlungen … und der Klimawandel geht immer weiter. Die weltweiten CO2-Emissionen haben in Summe sogar eher zugenommen.

Aber eine Erwärmung um 4°C oder mehr kann immer noch verhindert werden. Wir dürfen uns hier nicht nur auf die Politik verlassen, denn jeder kann hier etwas tun.

Wie jeder hierzu etwas tun kann werden wir in dieser Blog-Serie #holzvonhier/Klimaschutz beschreiben und findet sich HIER.