holzvonhier

Globales Denken erfordert regionales Handeln.


Hinterlasse einen Kommentar

Biodiversität: „Die Hauptursachen für Artenverluste weltweit“

Tiger on tree
Bild: Er ist vom Aussterben bedroht, weil sein Lebensraum gefährdet ist. Sein Schicksal teilen viele andere Tierarten. Jeder von uns kann aber mit der eigenen Kaufentscheindung etwas dagegen tun. Beispiele: achten Sie auf Holzprodukte mit dem Holz von Hier Label. Verzichten Sie auf Tropenholz aus Primärwäldern. Wenn es unbedingt Tropenholz sein muss, dann nur mit anerkannten Labeln (z.B. FSC usw.). Achten Sie auf Produkte mit Palmöl (Inhaltsangaben lesen) und verzichten Sie wo immer möglich auf Produkte die Palmöl enthalten (Palmöl nein danke!). (Bild: B&S gekauft für Aktionen von HvH).

Artenverluste weltweit

Alle im Folgenden genannten Daten beziehen sich auf Auswertungen der international anerkannten Roten Liste von IUCN (International Union für Conservation of Nature). Umfangreich ausgewertete Daten befinden sich in der Holz von Hier Datenbank „SAVE“. Alle Daten liegen in der Umweltampel für etwa 170 Länder weltweit vor und zudem liegen relevante Daten für alle FAO-Meeresregionen vor.

(A) Artenverluste weltweit in Zahlen

Momentan verbrauchen wir Europäer doppelt so viele natürliche Ressourcen wie wir haben. Der weltweite Biodiversitätsverlust wird heute meist noch vollkommen unterschätzt. Weltweit sind laut Red List mindestens 21.286 Arten durch menschliche Aktivitäten gefährdet (Auswertungen Red List IUCN).

  • Allein 2.472 Arten sind durch Landwirtschaftliche (und Forstliche) „effluents“ gefährdet. Die meisten davon aber nicht, wie man vermuten könnte, durch Herbizide, Pestizide, Überdüngung, sondern durch Bodenerosion und Sedimentation beispielsweise in Gewässern (1.187; im Vergleich dazu 467 durch Herbizide/Pestizide sowie 347 durch Überdüngung).
  • Nahezu ebenso viele Arten (2.078), sind durch Folgen der Klimaveränderung gefährdet (davon 672 Lebensraumumwandlung, 822 Dürren, 416 Temperaturextreme, 650 Stürme/Überflutungen).
  • Durch Abwässer sind 1.423, Abfall 132, Luftschadstoffe 59 und Ozon 235 Arten gefährdet.
  • Weltweit sind die meisten Arten (5.073) aber durch die Zerstörung von Primärwäldern gefährdet (Holz-Raubbau, Anlage von Plantagen auf Primärwaldflächen, Landnutzungsänderungen u.a.).

Die Weltregionen mit dem größten Risiko für Biodiversitätsverluste bzw. den größten Artenverlusten sind das Subsaharische Afrika, Süd/Ost-Asien Südamerika und Ozeanien. Die bedeutensten Gefährdungsursachen für die Biodiversität sind in diesen genannten Weltregionen und generell:(1) Entwicklung von Siedlungen und Gewerbegebieten, (2) Landwirtschaft und Aquakultur und (3) „Nutzungen Biologischer Ressourcen“.

(B) Hauptursachen für die Artenverluste

Weltweit sind die meisten Arten durch diese menschlichen Aktivitäten gefährdet und diese drei Hauptursachen machen mehr als 50% bis über 60% aller Gefährdungsursachen aus. Den größten Anteil hat in allen Weltregionen die Nutzung von Ressourcen. Nur in Nord-Amerika und Europa haben andere Gefährdungsursachen deutlich größeren Einfluss auf das Risiko für Biodiversitätsverluste und die Anzahl gefährdeter Arten.

  • (1) Biodiversitätsverluste durch Entwicklung von Siedlungen und Gewerbegebieten. Das Risiko für Biodiversitätsverlust durch den Flächenverbrauch und die Ausdehnung von Siedlungen und Städten ist in Weltregionen wie Süd/Ost Asien, Südamerika, Subsaharisches Afrika und Mittelamerika am höchsten. Gewerbliche und industrielle Gebiete verursachen in Süd/ost-Asien und Ozeanien die höchsten Artenverluste. Nicht naturgemässer Tourismus und Erholungsnutzung mit dem entsprechenden Flächenverbrauch und Aktivitäten verursachen in vielen Weltregionen beachtliche Artengefährdungen.
  • (2) Biodiversitätsverluste durch Landwirtschaft und Aquakultur. Das Risiko des Biodiversitätsverlustes durch Landwirtschaft und Aquakultur ist ebenfalls in den Weltregionen Subsaharisches Afrika, Süd/Ost Asien, Süd-Amerika und Mittelamerika, deutlich höher als beispielsweise in Europa. Dabei fällt der hohe Anteil an Artenverlusten durch den Anbau von Nicht-Holz-Nutzpflanzen in diesen Regionen auf. Dies geht wohl großteils auf die Anlagen von monostrukturierten Plantagen für Palmöl, Zuckerrohr und andere „Bio“- oder besser Agrartreibstoffe zurück, für die meist zuvor Urwaldflächen gerodet werden. Der Anteil der angelegten Plantagen für Holz und Zellstoff ist dagegen gering, weil der weitaus größere Anteil heute in diesen Regionen Plantagen für die oben genannten Pflanzen ist. Auch das Risiko für Artenverluste durch Weide- und Viehwirtschaft ist in diesen Weltregionen durch Landnutzungsänderungen von Primärwäldern und natürlichen Grasländern in landwirtschaftlichen Weideflächen verursacht.
  • (3) Biodiversitätsverluste durch „Nutzungen Biologischer Ressourcen“. Unter „Nutzung biologischer Ressourcen“ wird verstanden Jagd und Fallenstellen, Sammeln von Landpflanzen, Einschlag und Holzernte in Wäldern sowie Fischerei und Sammeln von Meeresressourcen. Die häufigste Ursache für Artengefährdungen hat der Einschlag und die Holzernte in den Wäldern der Weltregionen mit den verbliebenen Anteilen an Primärwäldern und den höchsten Anteilen an Raubbau in diesen Wäldern. Auch die Artenverluste durch Jagd und Fischerei sind in diesen Weltregionen am höchsten, was auch bei diesen natürlichen Ressourcen den hohen Anteil an Wilderei schließen lässt. All diese Gefährdungsursachen sind hier deutlich ausgeprägter als in Europa. In den Ländern mit verbliebenen Primärwälder ist der Holzeinschlag die Hauptursache für Biodiversitätsverluste, in vielen Ländern dieser Weltregionen ist dieses Risiko deutlich größer als alle anderen Gefährdungsursachen zusammen genommen.
  • (4) Biodiversitätsverluste durch Bergbau, Gas/Ölförderung, Erneuerbare Energie (v.a. große Staudammprjekte und für „Bio“-Sprit). Das Risiko für Biodiversitätsverluste durch Bergbau für den Abbau von Erzen, Metallen, Erden und seltenen Bodenschätzen (z.B. Coltan, Gold und andere) ist weltweit in jeder Weltregion sehr hoch. Am höchsten ist es jedoch wiederum in den Weltregionen Subsaharisches Afrika, Süd/Ost Asien, Süd-Amerika, Ozeanien. Das liegt daran, dass viele der Bodenschätze wie z.B. selten Erden für Technologien wie IT, EDV und Elektronik aber auch Zusatzstoffe und Additive bei Baustoffen (z.B. Bauxit, Perlitte u.a.) auch in Regionen mit Naturlandschaften wie Primärwäldern und Feuchtgebieten liegen und der Abbau dort nicht nachhaltig und unter starker Umweltverschmutzung stattfindet. Die Risiken für Biodiversitätsverluste sind in einigen Weltregion an Land für die Etablierung von Erneuerbaren Energien („renuable energy“), wie beispielsweise die Anlage von Großstaudammprojekten oder nicht nachhaltige Nutzung von Feuerholz mindestens genauso hoch wie für die Förderung und Aufbereitung von Erdöl („oil & gas drilling“).
  • (5) Biodiversitätsverluste durch den Klimawandel. Das Risiko für Biodiversitätsverluste durch den von Menschen gemachten Klimawandel ist systemimmanent in Regionen mit besonders empfindlichen oder spezialisierten Ökosystemen sehr hoch, wie z.B. in Ozeanien. Aber auch in den Weltregionen Subsaharisches Afrika, Süd/Ost Asien, Süd-Amerika ist die Gefahr für Biodiversitätsverluste bzw. reale Verluste durch den Klimawandel bedingte Habitatverlagerungen, Temperaturextreme, Dürren und Stürme sehr hoch. In einigen Regionen Europas ist vor allem die Gefahr durch zunehmende Dürren ein hohes Risiko für Biodiversitätsverluste.
  • (6) Biodiversitätsverluste durch Verschmutzung. Auch das Risiko des Biodiversitätsverlustes durch häusliche und kommunale Abwässer, industrielle und militärische Auswaschungen sowie dem Endprodukt nicht nachhaltigen Umganges mit Ressourcen, Müll und Abfall, ist hoch. Die Gefährdungsursache „Auswaschung aus der Land- und Forstwirtschaft“ hat in vielen Weltregionen deutlich höhere Risiken für Biodiversitätsverluste als die Folgen des Klimawandels wie Dürren, Temperaturextreme, Stürme und Überflutungen zusammen. In den Weltregion Subsaharisches Afrika, Süd/Ost-Asien und Europa übersteigt die Gefährdungsursache „Land- und forstwirtschaftliche Auswaschungen“ die Gefährdungsursachen aus den Folgen des Klimawandels in Summe deutlich. Bei der Gefährdungsursache „Land- und forstwirtschaftliche Auswaschungen“ ist der Hauptgefährdungsaspekt nicht, wie man zunächst vermuten könnte, die Auswaschung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln, sondern Bodenerosion von landwirtschaftlichen Flächen und die darauf folgende Einspülung und Sedimentation in Gewässer. Deshalb gehören Fische und hier vor allem die Kieslaicher, mit zu den gefährdetsten Arten in Europa. Diese Gefährdungsursachen für die Biodiversität übertrifft in fast allen Weltregionen diejenige der Luftverschmutzung (Summe aus Smog, Ozon, saurer Regen) um das 2- bis 6-fache und in Europa um das Vielfache (!) (376 zu 6).

(C) Risiko für Biodiversitätsverluste durch Holzeinschlag und Holzernte

Die Form und Intention die dem Holzeinschlag und der Holzernte zugrunde liegt hat den größten Einfluss auf das Risiko für Biodiversitätsverluste bzw. Artengefährdungen von Tieren und Pflanzen. Dabei hat der bewusst durchgeführte großflächige, großmaßstäbige, durch und für Großunternehmern („intentional use – large scale“) durchgeführte Holzeinschlag noch nicht unbedingt größere Artenverluste zur Folge als ein kleinräumiger Einschlag durch und für Betriebe vor Ort oder den Eigenbedarf („intentional use – small scale“). Den größten Anteil an Biodiversitätsverlusten machen Einschläge aus („unintentioanl use“) bei denen die Motivation nicht bekannt ist oder nicht zugeordnet werden kann („motivation unknown“), die ist meist oder in der Regel Raubbauholz.

  • (1) Raubbauholz. Raubau an Wäldern ist nacc wie vor der größte Biodiversitätskiller. Daran wird aber auch die Zertifizierung nachhaltiger Waldwirtschaft kann etwas ändern. Einerseits weil die Biodiversität nicht im Fokus der Zertifizierungen ist. Vor allem aber weil bisher nur wenige Flächen gerade in den Ländern mit den noch verbliebenen großen Primärwaldflächen zertifiziert sind. Einschlagskonzessionen werden hier schneller vergeben als Waldflächen zertifiziert werden können. Auch legale staatliche Papiere für Holz aus diesen Weltregionen sind möglicherweise kritisch einzustufen (vgl. von der deutschen BLE aufgedeckter Due Dilligence Fall mit Wenge aus dem Kongo 2015). Gerade in diesen Weltregionen stuft selbst die Weltbank das Korruptionsrisiko sehr hoch ein. Die Raubbaustoffströme sind lang und unüberschaubar. Allein der Blick auf die Handelsströme von Tropenholz, die weltweiten Zwischenhändler und Zwischenlagerplätze bis das Holz überhaupt erst einmal in Europa angelangt ist, macht eigentlich schon deutlich das Raubbauholz nur äußerst schwer (bis kaum) von legalem Holz, auf diesen extrem langen Transportwegen im Stoffstrom getrennt werden kann.
  • (2) Regenwaldvernichter: Palmöl, Zuckerrohr, Soja. Die Hauptursache für die Abholzung von Primärwäldern in den Tropen ist heute jedoch in vielen Länder nicht mehr die Holznutzung als billiges Raubbauholz (das die Weltmarktpreise für Schnittholz weltweit um bis zu 9-16% drücken kann; WWF, 2009), sondern die Abholung für den Anbau von Palmöl und Zuckerrohr für („Bio“-) Agrartreibstoffe und Soja für Futtermittel wegen des weltweit ansteigenden Fleischkonsumes, auch in Regionen wo dieser bisher sehr niedrig war (z.B. Asien, China).
  • (3) „Intentional use – large scale“: großflächiger Holzeinschlag für die industrielle Nutzung. In den (meisten) Ländern Europas und Nordamerikas findet Holzeinschlag für industrielle oder private Nutzung auf Flächen statt, die seit Jahrhunderten klar in Besitzverhältnisse aufgeteilt sind (Flächen die Privaten Waldbesitzern gehören, Flächen die den Stadt gehören oder von diesem bewirtschaftet werden, Flächen die Kirchen oder Kommunen gehören). In Regionen mit tropischen und borealen Urwäldern ist dies anders. Wem gehören die Urwälder Afrikas, Asiens, Lateinamerikas die die weltweit größte Artenvielfalt bergen? Den Ureinwohnern vor Ort? Der Regierung dieser Länder? Lokalpolitikern? Allem Menschen weltweit? Jedenfalls werden hier Einschlagskonzessionen vergeben wonach international agierenden Unternehmen „legal“ , das heißt in Einklang mit den dortigen nationalen Gesetzen, einschlagen dürfen. Und wenn dortige nationale Gesetze den Kahlschlag in Primärwäldern nicht verbieten (weil es z.B. ein korruptes Land ist in dem die Ureinwohner keine Rechte haben, vgl. http://www.socialhotspots.org) gilt dies (auch unter FLEGT) als legal. Damit kann auch dieses Holz als legal und Due Diligence konform in die EU eingeführt werden. „Unintentional use“ und „Motivation unknown“ – was ist das ? Bei der enormen Bedeutung dieser Gefährdungsursachen für das Risiko von Biodiversitätsverlusten, muss man sich die Frage stellen was ein „unbeabsichtigter Einschlag“ oder eine „unbekannte Motivation“ für den Einschlag sein könnte. Dies kann beispielsweise im sehr heterogenen Europa in Rumänien der Einschlag von nicht Waldeigentümern für Brennholz in Wäldern unklarer Besitzverhältnisse sein. Dies kann (und wird) in Tropischen Wäldern Raubbau in Primärwäldern sein (siehe Green Carbon – Black Trade).

Maßnahmen, die massiver Landnutzungsänderung und Lebensraumzerstörung entgegen wirken, tragen auch immer zum Schutz der weltweiten Biodiversität bei.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier. 


Hinterlasse einen Kommentar

Baustoffe: „Schnittholz-Hobelware“

ströhla-3
Bild: Schnittholz aus heimischen Sägewerken erfüllt alle technischen Anforderungen an Baustoffe für modernes Bauen.

Begleittexte zur Produktumweltampel und Holzinfomeile
Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de
http://www.holz-von-hier.de/produktumweltampel-app/

Schnittholz-Hobelware: Informationen zu Vorketten, Nutzungsphase, Nachnutzung

Einleitendes

Schnittholz von heimischen Sägewerken ist eines der ökologischsten Produkte überhaupt, wenn es nachweislich Holz der kurzen Wege aus nachhaltiger Waldwirtschaft ist. Dies weist das Label Holz von Hier nach. Schnittholz wird zu den vielfältigsten Produkten verarbeitet und eben auch zu Hobelware und Produkten für den Innenausbau und Möbelbau.

Vorketten – Rohstoffe

  • Grundrohstoffe im Produkt. Schnittholz besteht zu 100% aus Holz.
  • Rohstoffgewinnung, Zwischenprodukte, Halbwaren. (1) Holz. Holz aus heimischen Wäldern ist Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Deutsche Wälder werden seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet die nachhaltige Forstwirtschaft ist hier im Waldgesetz verankert. Nahezu alle unsere bewirtschafteten Waldflächen sind zusätzlich mit Nachhaltigkeitslabeln für den Forst zertifiziert (FSC und PEFC). Das ist nicht überall auf der Welt so, beispielsweise in Asien, Lateinamerika und Afrika sind nur etwa 1-5% der Waldflächen mit solchen Nachhaltigkeitslabeln zertifiziert. Bei Importen ohne solche Waldlabel ist, je nach Herkunftsland die Raubbaugefahr hoch. In Deutschland gibt es keinen Raubbau an Wäldern. Der Herkunftsnachweis des Klima- und Umweltlabels HOLZ VON HIER ist Due Diligence konform und Eingangsvoraussetzung für Rundholz in den HOLZ VON HIER Stoffstromnachweis ist, dass das Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt (nachgewiesen mit FM-Zertifikat von FSC, PEFC oder vergleichbar).
  • Reichweite. Holz das aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt ist prinzipiell dauerhaft verfügbar, denn es wird nicht mehr Holz entnommen als nachwächst. Holz das aus Raubbau stammt sollte aus Klima- und Umweltschutzgründen nicht verwendet werden (die „Reichweite“ richtet sich nach den Vorkommen in Ländern mit Primärwäldern, v.a. in den Tropen wie Asien, Lateinamerika, Afrika und den borealen Waldgebieten wie z.B. Sibirien, Kanada usw.). Infos zu (1) Nachhaltiger Forstwirtschaft, (2) Raubbau, (3) Primärwäldern und (4) Ländern mit Primärwäldern und hohem Raubbaurisiko finden sich im Infoteil.

Vorketten – Transporte

  • „Die Bedeutung der Transporte für die Ökobilanz von Produkten wird heute systemisch unterschätzt“ (Holz von Hier). Standarddatensätze aus Ökobilanzen (EPD) rechnen im Grunde produktunabhängig mit 50 bis 350 km für die Vorketten. So werden die Transporte in ihrer Klima- und Umweltwirkung meist stark unterschätzt.
  • Ohne Stoffstromnachweise können im Bau und Innenausbau eingesetzte Produkte tausende von Transportkilometern zurückgelegt haben. Dies soll anhand von Stoffstromindizien aufgezeigt werden. (1) Beispiel Vorprodukte. Selbst die Warenströme bei Rundholz für viele Schnittholzprodukte sind heute global und ohne Herkunftsnachweis (z.B. „Holz von Hier“) kann man auch beim Holz nicht automatisch davon ausgehen, dass es aus „kurzen Wegen“ stammt. (2) Beispiel Produkt Schnittholz. Schnittholz wird in Deutschland hergestellt aber auch importiert, teilweise mit Hölzern unbekannter Herkunft oder möglicherweise sogar aus Raubbau. Schnittholz mit den Label „HOLZ VON HIER“ Label zeichnet besonders klima- und umweltfreundliche Produkte der kurzen Wege, mit Rundholz aus heimischen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern aus.

Nutzungsphase

  • Gesundheit. Schnittholz enthält keine gesundheitsgefährlichen Stoffe. REACH-RISK: kein Risiko gegeben.
  • Sicherheit – Verhalten im Brandfall. Holz brennt, jedoch wird bei massivem Holz durch die Verkohlungen um den Brandherd die Abbrandgeschwindigkeit stark verringert. Nach der Projektdatenbank wecobis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Bayerischen Architektenkammer sind Naturmaterialien wie Holz und Stein sowohl in der Nutzungsphase wie auch im Brandfall optimal gesundheitsverträglich. Bei Brand entstehen die üblichen Brandgase allerdings ohne hochtoxische Stoffe wie z.B. bei Kunststoffbränden.
  • Haltbarkeit. Die Haltbarkeit der meisten Holzprodukte wird nach BNB mit der höchsten Haltbarkeitsstufe >50 Jahre eingestuft. In der Regel ist die Haltbarkeit von Holzprodukten im Innenbereich deutlich länger.
  • Strapazierfähigkeit, Pflege, Reparaturfreundlichkeit. Die Strapazierfähigkeit von massiven Holzprodukten und Holzplatten ist hoch. Die die Reparaturfreundlichkeit oder modulare Austauschbarkeit ist prinzipiell gegeben hängt jedoch von Produktdesign bzw. der Befestigungsart ab.

Nachnutzung – Ist Stand und Potentiale

  • Schnittholz kann je nach seiner Verwendung (naturbelassen, mit Farben, Lacken oder Leimen) wieder verwendet oder recycelt werden.
  • Holzprodukte werden generell nach ihrer Nutzung in Altholzkategorien AI (unbelastet) bis AIV (belastet) eingeteilt und werden stofflich oder energetisch verwertet oder das Altholz exportiert. AI und AII Althölzer sind heute europaweit bereits wertvolle Ersatzbrennstoffe für Öl und Gas und haben absolut nichts mit Entsorgung zu tun, sie werden im Gegenteil vielfach in regionalen Biomasseheiz(kraft)werken genutzt. Altholz wird weltweit auch stofflich genutzt z.B. in Holzplatten. Dies verbietet in Deutschland jedoch die deutsche Altholzverordnung und in Deutschland hergestellte Holzplatten könnten aber dürfen nicht Altholz enthalten. Allerdings verbietet die Verordnung nicht, dass Holzplatten mit bis zu 100% Altholzanteil nach Deutschland importiert und hier im Bau eingesetzt werden. Entsorgung von Altholz in der Müllverbrennung oder der Deponien gibt es heute quasi nicht mehr. Technisch gängige Verwertungswege für Altholz im stofflichen Recycling, die in anderen Ländern umfangreich genutzt werden, sind in Deutschland durch die deutsche Altholzverordnung ausgeschlossen.

Umwelt und Qualitätssiegel

  • HOLZ VON HIER Label für besonders klima- und umweltfreundliche Holzprodukte mit Holz der kurzen Wege aus nachhaltiger Waldwirtschaft inklusive Herkunftsnachweis und Ökobilanz. Holz von Hier ist ein Klima- und Umweltlabel und hat deshalb keine eigenen Kriterien für die nachhaltige Forstwirtschaft entwickelt, sondern verlangt Nachweise wie FM-Zertifikate nach FSC oder PEFC oder vergleichbar. (Deutschland hat weltweit gesehen sehr strenge Waldgesetze und eine seit Jahrhunderten nachhaltige Forstwirtschaft. In Deutschland sind mehr als 70% der Waldflächen, nahezu alle für den Markt bewirtschafteten Flächen mit Ausnahme von Kleinstflächen für den Eigenbedarf oder Flächen mit besonderen Vorrangfunktionen, zusätzlich nach den beiden Labeln FSC und PEFC zertifiziert).
  • FSC und PEFC Label, die weltzweit die nachhaltige Waldbewirtschaftung nach den jeweiligen Kriterien von FSC und PEFC nachweisen.
  • EPD sind keine Umweltlabel.


Hinterlasse einen Kommentar

Biodiversität: „Stopp dem weltweiten Biodiversitätsverlust – was Sie zum Schutz der Biodiversität tun können“

 Leopard
Bild. Er ist vom Aussterben bedroht weil sein Lebensraum immer weniger wird. Wie Ihm geht es zahlreichen Arten weltweit. (Bild gekauft B&S für Aktionen von HvH).

Stopp dem weltweiten Biodiversitätsverlust !

Die Weltnaturschutzunion IUCN kommt in ihrer Roten Liste zu dem Schluss, dass von 47.677 untersuchten Arten weltweit etwa die Hälfte (21.286) gefährdert, bedroht oder vom Aussterben bedroht sind (www.iucnredlist.org). Dabei ist zu bedenken, dass bisher aber wohl nur etwa 3% der vermutlich weltweit vorkommenden Arten überhaupt untersucht sind. Täglich verschwinden etwa 70 Arten unwiederbringlich von diesem Planeten. Die Entstehung jeder einzelnen Art hat hingegen Jahrtausende bis Jahrmillionen in Anspruch genommen. Ähnlich wie beim Klima hat der Verlust der Artenvielfalt eine Eigendynamik, die auch nach theoretischer Beseitigung aller Einflussfaktoren sich noch eine Zeitlang fortsetzen wird. Ein weiterer elementarer Aspekt des Verlustes biologischer Vielfalt, der sich noch viel unbeobachteter vollzieht ist der Verlust der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten. Diese genetische Vielfalt ist eine wesentliche Voraussetzung für das langfristige Überleben der betreffenden Art. Zusammen mit fossilen Brennstoffen, fruchtbaren Böden, uralten Grundwasservorkommen und Minerallagerstätten zählt die Biologische Vielfalt zum Menschheitserbe, das uns mitgegeben ist. Wir können mit diesem Erbe sorgsam umgehen oder es zum Leid unserer Nachkommen verschleudern.

Die Bewahrung der Artenvielfalt unserer Erde ist eine der größten Herausforderungen und Generalaufgaben dieses Jahrhunderts.

Momentan verbrauchen wir Europäer doppelt so viele natürliche Ressourcen wie wir haben. Die biologische Vielfalt zu erhalten ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Strategie Europa 2020 für intelligentes und nachhaltiges Wachstum. Und nicht zuletzt steht die Biodiversitätsstrategie im Einklang mit den globalen Verpflichtungen, die die EU im Oktober 2010 in Nagoya im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt eingegangen ist.

Was Sie zum Schutz der Biodiversität in Wäldern weltweit tun können

Jeder kann mit der eigenen Kaufentscheidung dazu beitragen, dass der rasante Artenverlust in Wäldern, vor allem in den Primärwäkldern der Tropen, gestoppt wird. Schutz der Artenvielfalt in Urwäldern heißt:

(1) kein Holz weltweit gefährdeter Baumarten nach der Red List von IUCN kaufen, einsetzen, ausschreiben. Lesen sie dazu mehr auf dem Flyer „Gefährdete tropische Holzarten auf dem europäischen und deutschen Markt“ – HIER download.

(2) Kein Raubbauholz aus Primärwäldern kaufen einsetzen oder ausschreiben.

(3) Dafür Holzprodukte mit Zertifikat HOLZ VON HIER kaufen, einsetzen, ausschreiben.

(4) Gerade bei Importen auf anerkannte Forst-Label achten, damit kein Raubbauholz eingekauft wird.

(6) Palmöl und Zuckerrohr aus Asien, Afrika, Lateinamerika kritisch betrachten, sie sind heute in vielen Regionen die „Primärwaldkiller Nummer 1“ (Anmerkungen B&S).

  • Verzichten Sie auf „Bio“-Sprit solange bis oder wenn nicht klar nachgewiesen ist, dass die Rohstoffe innerhalb kurzer Wege aus Europa und aus nachhaltigem Anbau stammen.
  • Verzichten Sie wo immer möglich auf Produkte, in denen Palmöl enthalten ist. Dies sind heute vor allem Süssigkeiten (Scholkolade, Schokoriegel, Brotaufstriche), Waschmittel und Kosmetika. Lesen Sie dazu die Inhaltsangaben auf den Verpackungen. Es gibt in alle diesen Bereichen heute sehr gute Alterativen ohne Palmöl.
  • Auf Palmöl in der Ernergieerzeugugg (z.B. für Heizungen) sollte bei uns in Europa generell verzichtet werden, nicht nur aus Artenschutzgründen sondern auch aus Klimaschutzgründen, denn die Erzeugung 1 Tonne Palmöl erzeut 30 Tonen CO2 (WGBU, 2009), das hat mit Klimaschutz nichts mehr zu tun.

Das Holz von Hier Label trägt systemimmanent zum Shutz der weltweiten Biodiversität bei

Mit Holz von Hier Zertifikat ausgezeichnete Produkte stehen für Klimaschutz und Biodiversität. Holz von Hier schließt systemimmanent gefährdete Baumarten nach Red List von IUCN und Hölzer aus Raubbau aus tropischen und borealen Primärwäldern aus. Erhöhung und Förderung der Biodiversität in heimischen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bedeutet Nutzung unserer Baumartenvielfalt in Produkten, denn in unseren bewirtschafteten Wäldern wird vor allem das wieder angepflanzt was sich auch vermarkten lässt. Holz von Hier will dazu beitragen die Schönheit und Vielfalt heimischer Hölzer wieder in den Fokus rücken.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.


Hinterlasse einen Kommentar

Möbel und Innenausbau: „Schön und nachhaltig soll es sein!“

DSC_0011
Bild: Vollholzplatte aus Ulme für einen Schreibtisch. Holz von Hier ist immer und auch im Matrialmix ein Hinkucker.

Deutschland ist „Weltmeister des Internationalen Wohnens

Deutschland und USA haben hohe Importraten an Möbeln. In die USA werden pro Jahr Möbel im Wert von 16-17 Mrd. Euro importiert, in Deutschland sind es 7-8 Mrd. Euro (VDM-Statistiken), obwohl hier deutlich weniger Menschen leben. Deutschland kann so als ein Importweltmeister für im Ausland gefertigte Möbel gelten. Bei uns bedeutet das weniger Wertschöpfung und weniger Klima-/Umweltschutz.

Die Möbelindustrie der Welt hat Deutschland als Absatzmarkt und Trendplattform im Fokus.

Neuheiten, Trends, Wandel. Wenn man die einschlägigen Messen und Portale der Branche besucht wird die jährlich wechselnde Vielfalt an Designs und Neuheiten im Möbel- und Innenausbau deutlich, fast wie in der Modewelt. Deutsche Unternehmen sind sehr erfinderisch. Aber auch der Turnover durch Kopieren der deutschen Trendsetter von Herstellern in Billiglohnländern ist enorm. Die Top-Argumente für Produkte heimischer Betriebe sind Ideen, Kreativität, Design, Top-Qualität der Ausführung, individuelles Eingehen auf Kundenwünsche und in der Regel sehr gutes Preis-Leistungs-Qualitätsverhältnis. Auch die Vielfalt der Dienstleistungen rund ums Einrichtungen ist vor allem im Mittelstand hoch. Heimische Betriebe übernehmen Verantwortung für ihre Region, ihre Arbeitnehmer und ihre Kunden.

  • Die deutschen Möbelhersteller sind auf einen technischen top-Level. Heimische Schreinereien sind hoch kreativ und innovativ. Aber auch die  Konkurrenz mit kopierten Billigimporten aus Niedrigproduktionsländern ist heute extrem. Sich mit Individualität und Design hier absetzen zu wollen trägt oft nur für eine jeweils begrenzte Zeit.
  • Was jedoch nicht von Importen kopiert werden kann, sind top-umweltfreundliche heimische Rohstoffe, z.B. Holzmöbel mit Holz von Hier Nachweis.

Leider wird bei Holzprodukten immer noch Holz unsicherer Herkunft mit langen Transporte im Warenstrom im Möbelbau und Innenausbau eingesetzt.

Importe von Schnittholz, Furnier und Furniersperrholzplatten für den Möbelbau oder ganze Einrichtungen nehmen zu und gerade im Möbel und Innenausbau werden hier oft Tropenhölzer verwendet. Bei Importen sollte man immer Label für nachhaltige Waldwirtschaft in den Herkunftsländern achten.

In Deutschland werden etwa 70 Tropenhölzer verarbeitet, etwa 33 davon sind laut IUCN gefährdete Arten (z.B. Meranti, Ramin, Teak). Mehr als 30 weitere Tropenhölzer kommen aus unsicheren Quellen bzw. Raubbau. Kontrolle von Tropenholzimporten ist nach Erfahrung der Holzwirtschaft bei vielen Ländern mit großen Tropenholzumschlagplätzen (z.B. China, Indonesien) nahezu unmöglich.

Die Verstöße gegen die europäische Due Diligence bereits kurz nach ihrer Einführung zeigen, „… dass der Nachweis der legalen Holzherkunft aus Ländern mit hohem Korruptionsrisiko allein mit staatlichen Dokumenten nicht erbracht werden kann“ so das BMELV. Bei den Importen wird oft Holz „unsicherer Herkünfte“ bzw. Tropenholz verwendet.

Exotisch klingende Phantasiehandelsnamen sollten beim Holzbodenkauf niemanden betören, denn sie machen das Wohnzimmer nicht schöner als heimische Hölzer und hinter vielen dieser Namen stehen weltweit gefährdete Baumarten (Red List IUCN) oder Hölzer aus Raubbau. Gerade bei den Tropenhölzern ist besonders wichtig darauf zu achten, dass das Holz nicht aus Raubbau stammt (z.B. durch die weltweiten Waldlabel FSC oder PEFC), es wäre aber auch wichtig darauf zu achten, dass es sich nicht um Baumarten der Roten Liste von IUCN handelt (mehr Infos http://www.holz-von-hier.de).

„Rote Karte“ für Tropenholz der Roten Liste von IUCN.
„Rote Karte“ für Tropenholz aus Raubbau an Primärwäldern

Beispiele dafür sind: Abachi (Obeche), Afromosia (Kokrodua), Amaranth, Aningré, Apa (Doussié, Afzelia), Bilinga (Opepe), Bongossi (Azobé), Bubinga (Kevazingo), Cumaru (Amburana), Dibétou (African Walnut), Iroko (Kambala), Jatobá (Brasilian cherry), Rotes Khaya (Benin), Mahogany (Lagos M.), Kingwood (Zebrawood, Tigerwood, Urunday), Makoré, Merbau, Missanda (Tali), Padouk (Korallenholz, Brawood, Camwood), Palisander Rosewood), Peroba Rose (Amarello), Sirari, Sonokeling, Sucupira (Aramatta), Wenge (Panga Panga).

Gefährdete Tropenholzarten-Flyer-s2

Aber es muss ja nicht unbedingt Tropenholz sein wenn man schön wohnen will, die Vielfalt und Schönheit heimischer Hölzer ist enorm. Die meisten Tropenholzimporte könnten aus technischen und optischen Gründen durch heimische Hölzer ersetzt werden. Wir haben etwa 60 heimische Baumarten als Alternative! Brauchen wir wirklich Holz aus Urwäldern? Heimisches Holz der kurzen Wege stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern!

TREND Bücherwand Robinie
Bild: Bücherwand Robinie.

Die Schönheit und Vielfalt heimischer Hölzer für Möbel und Innenausbau entdecken.

Holz im Möbelbau und Innenausbau ist unverzichtbar, sehr oft werden hier aber Tropenhölzer eingesetzt. Holz von Hier will dazu beitragen die Schönheit und Vielfalt heimischer Hölzer wieder in den Blick zu rücken. In unseren Wäldern wachsen 60 wunderschöne heimische Holzarten! Wir brauchen kein Tropenholz, das immer noch vielfach aus Raubbau stammt. Birke lässt sich statt Ramin oder Limba verwenden, Ulme statt Aningré, Robinie statt Teak, Nussbaum statt Palisander, Bergahorn statt kanadischer Ahorn, Räuchereiche statt Wenge, um nur einige zu nennen. Heimischer Hölzer machen jeden Raum jedes Möbelstück zu einem Erlebnis. Innovationen wie Thermohölzer und Räucherhölzer ersetzen auch dunkle Tropenhölzer oder Tropenholz im Außenbereich optisch und technisch. Technische Verfahren, wie das „Räuchern“, entlocken heimischen Hölzern ungeahnte Farbvarianten die dunklem Tropenholz einiges voraus haben. Hölzer wie heimisches Thermoholz kann Tropenholz in jeder Anwendung ersetzen, auf Terrassen, am Swimmingpool, im Bad.

„Grüne Karte“ für nachweislich heimisches Holz der kurzen Wege.

Holzarten wie Ahorn, Birke, Buche, Douglasie, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Hainbuche, Kirsche, Kiefer, Lärche, Nussbaum, Robinie, Rüster, Tanne, Zirbelkiefer, Thermohölzer aller Holzarten, Räucherhölzer aller Holzarten und andere heimische Hölzer sind sehr gut für Holzböden geeignet. Aber auch bei Arten die potentiell bei uns vorkommen ist ohne Herkunftsnachweis nicht automatisch gesagt, dass das Holz aus (unseren) nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt: Ahorn aus Kanada, Robinie und Eiche aus Rumänien, Lärche aus Sibirien usw.

Hier ist der Herkunftsnachweis und das Label HOLZ VON HIER ein Nachweis für heimisches Holz der kurzen Wege aus unseren seit langem nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Finden Sie Ihr heimisches Lieblingsholz. Jedes Holz hat seinen eigenen Charakter, seine eigenen Geschichten, Märchen und Mythen.

Erfahren Sie mehr über: Apfel, Birne, Buche, Douglasie, Eibe, Eiche, Elsbeere, Esche, Esskastanie, Feldahorn, Fichte, Grauerle, Hainbuche, Kiefer, Kirsche, Kornelkirsche, Lärche, Linde, Mehlbeere, Pappel, Platane, Robinie, Rosskastanie, Roteiche, Roterle, Schlehe, Schwarzkiefer, Speierling, Spitzahorn, Tanne, Traubenkirsche, Vogelbeere, Weide, Zirbe, Zwetschge und Co.


Baufunktionale Einheit Innenausbau und Möbel

In den folgenden Blogbeiträgen werden folgende häufige Bauprodukte für den Innenausbau und Möbelbau hinsichtlich der Aspekte „Vorketten, Nutzungsphase, Nachnutzung“ näher beschreiben:

  • Schnittholz – Hobelware.
  • Brettsperholz für Zwischenwände und Decken.
  • Spanplatten
  • OSB Platten
  • Furniersperrholzplatten
  • Mehrschichtplatten
  • Massivholzplatten
  • MDF Platten für den Innenaussbau
  • HSF Platten fü den Innenausbau
  • Holzfaser-Zemnet-Platten (Heraklit) z.B. für Dachausbau
  • Gipsplatten

Die Umweltdaten dazu finden sich in der Produkt-Umwelt Ampel (siehe unten).

Obwohl Holz von Hier natürlich für Holz steht, sollen die Beschreibungen zu den anderen Baustoffen möglichst neutral sein. Darum haben wir uns bemüht, denn jeder Baustoff hat seine Vorteile und auch gewisse Anwendungseinschränkungen. Dennoch ist ein Vergleich von Baustoffen hinsichtlich der Vorketten, Nutzungsphase und Nachnutzungsaspekte sicher für viele Leser interessant. Den Fokus wollen wir dabei bewusst weniger auf technische Aspekte als vielmehr auf Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Gesundheitsaspekte lenken. Da wir diese Betrachtung noch nirgends so zusammengestellt gefunden haben, wurden diese „Rohfassungen von Nachhaltigkeits-Baustoffsteckbriefen“ erstellt.

Holz von Hier ist hier offen für Ergänzungen, Anmerkungen und Hinweise und würde sich über Erfahrungen, Wünsche oder Anregungen sehr freuen, mit denen wir die „Nachhaltigkeits-Baustoffsteckbriefen“ nach und nach ergänzen könnten.

Weitere Informationen zu den technischen Aspekten von Baustoffen finden sich z.B. auf den Baustoffdantenbanken von WECOBIS, der FNR und anderen.


Ampelsymbol
Begleittexte zur Produktumweltampel und Holzinfomeile
Mehr Infos unter http://www.holz-von-hier.de


Hinterlasse einen Kommentar

Nachnutzung: „Recycelbarer Produkte sollte jede Bauplanung berücksichtigen“

MH-Modulholz-1
Bild. Kaskadennutzung ist vor allem beim Baustoff Holz bereits heute gängig. (Bild: HvH zur Verfügung gestellt).

Einsatz Recycelbarer Produkte und Kaskadennutzung sollte heute Bestandteil jeder Bauplanung sein

Recycelbare Produkte sind immer mehr gefragt und wiederverwertbare, recycelbare Produkte sparen Geld! Recycelbare Produkte sind immer mehr gefragt, sie senken bei der Nachnutzung dauerhaft auch die Annahmepreise. Frühere „Abfallstoffe“ werden so zu wertvollen „Sekundärrohstoffen“.

Der BDE schreibt, dass die geforderte Erhöhung der Recyclingquote kein Selbstzweck sei, sondern „nationales Erfordernis“, denn die deutsche Industrie sei aufgrund der sich „weltweit dramatisch verknappenden Primärrohstoffvorkommen“ auf eine effektive Kreislaufwirtschaft angewiesen, um auch künftig auf hohem Niveau produzieren zu können.

„Kaskadennutzung“. Ein viel diskutierter Weg ist heute die Kaskadennutzung bzw. Mehrfachnutzung und bedeutet mehr als einfaches Recycling. Unter Kaskadennutzung wird die Nutzung eines Rohstoffs über mehrere Stufen bezeichnet. Auf diese Weise wird eine nachhaltige und effektive Nutzung sowie eine Einsparung beim Einsatz von Rohstoffen erreicht werden, Rohstoffe oder daraus hergestellte Produkte werden so lange wie möglich im Wirtschaftssystem genutzt. Die Kaskadennutzung wird sowohl in der Petrochemie wie auch bei der Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen diskutiert. Bereits etablierte Beispiele für Kaskadennutzung sind vor allem beim Rohstoff Holz bereist heute gängig und umfassen etablierte sowie neuartige Recyclingketten oder die Nutzung von Ersatzbrennstoffen zur Energiegewinnung. So ist Altholz der Kategorien A-I und A-II ist bereits heute kein Abfallstoff mehr, sondern erzielt gute Preise und ist europaweit zum wertvollen und gefragten Sekundärrohstoff geworden.

Kommunen sollten wirtschaftlich gesehen immer mehr Interesse daran haben Müll zu vermeiden. Je besser ein Produkt recycelbar ist, umso geringer sind anfallende Kosten für die Kommunen im Nachhinein. Mit manchen Materialien (z.B. Altholz, Metalle, Stahl, Glas usw) lässt sich bereits heute und zukünftig noch mehr Gewinn erzielen, wohingegen andere Matrialien (z.B. Verbundmaterialien, Kunststoffe usw.) richtig hohe Kosten für die öffentliche Hand und damit für uns alle in Form der Müllgebühren verursachen.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier. 


Hinterlasse einen Kommentar

Nachnutzung: „Probleme mit Materialien/Produkten End-of-Use“

EU-Flagge_Meer
Bild. Müll kennt keine Grenzen. Mülltourismus innerhalb der EU und auch nach außen, verschlechtert die Klima- und Umweltbilanz im Lebensweg von Produkten deutich. (Bild: gekauft photocase, B&S)

Probleme mit Materialien/Produkten End-of-Use

Viele der in Bau heute verwendeten Materialien oder Produkte können nach Ende der Nutzungsphase nur noch entsorgt werden. Dabei ist ein Entsorgungsweg in Deponien möglicherweise grundwasserbelastend und ein Entsorgungsweg in Müllverbrennungsanlagen möglicherweise mit gefährlichen Luftemissionen verbunden (z.B Dioxine).

Einige Stoffe können heute nur deponiert werden, wobei hier aber eigentlich wissenschaftlich und über fehlende Langzeitversuche noch unklar ist welche Gefährdungspotentiale hierbei für Umwelt und Gesundheit überhaupt entstehen, sie werden sozusagen „blind“ deponiert. Materialien die sich in der Deponie „inert“ verhalten sind dabei ein geringeres Problem als Materialien die sich nicht inert verhalten oder die ein dauerhaftes Risiko in der Deponie darstellen. Bei der Deponierung entsteht zudem noch, neben dem Flächenverbrauch,  ein dauerhaftes Risiko (Deponiebrände, Deponielecks usw.), weshalb die EU zunehmend auf Deponierung verzichten will und Deutschland hier mit der deutschen Deponieverordnung noch ein Stück weiter gegangen ist.

Bei vielen Materialien führt dies jedoch zu einem regelrechten Mülltourismus und viele Materialien verursachen allein durch die zunehmenden Transporte in dem Bereich sowie durch die volkswirtschaftlich gesehen hohen Entsorgungskosten bedeutende Probleme.

Umweltschädigungen treten dabei auch umso eher auf, je mehr das Material nicht in deutschen oder europäischen Deponien oder MVA entsorgt wird, mit ihren vergleichsweise sehr hohen Anforderungen oder Auflagen.

Die Abfallverwertung und Recycling in privater Hand

Man muss immer wieder betonen: das Entsorgungsproblem fängt am Anfang an, beim Einsatz der Baustofe und Materialien. Hier haben es öffentliche und private Bauträger und Bauherren auch die Entsorgungsthematik noch selbst in der Hand . Am Ende der Kette bei der Nachnutzung ist der Einfluss von Kommunen und Privaten Bauherren kaum bzw. nicht mehr gegeben, denn Anbfallverwertung und Recycling sind in Deutschland und Europa heute großteils in privater Hand. Die Entsorgungsgebühren von morgen basieren wesentlich darauf, was wir an Material heute verbauen.

Die Abfallverwertung und Recycling ist nahezu Europaweit und auch in Deutschland quasi in privater Hand. Einige Fakten:

  • Etwa 60% der Kommunen beauftragen heute Privatunternehmen mit der Abfallentsorgung, v.a. in ländlichen Regionen, in Flächenländern wie Bayern, Baden-Württemberg u.a. ist der Anteil bei 70-90% (wissen-spiegel.de).
  • Private Unternehmen betreiben 85% der Sortier-/Aufbereitungsanlagen (BDE, 2010). Von den 69 dt.
  • Müllverbrennungsanlagen(MVA) laufen 48 unter kommunaler Beteiligung.
  • Gewerbemüll gelangt kaum in die MVA (ca. 10%). Müll belastet immer die kommunalen Kassen, auch wenn Kommunen bei Anlagen beteiligt sind und diese mit auslasten wollen.
  • Laut Eurostat (2012) fallen in Deutschland jährlich etwa 368 Mio. Tonnen Abfall an. Der Großteil davon sind „Mineral and solidified wastes“ mineralische und getrennte Abfälle (inklusive Bauabbruch) für die Müllverbrennung und Deponie (269 Mio. t).
  • Bei Recycling liegt Deutschland mit ca. 37 Mio. t/Jahr und einer Landesrecyclingquote von ca. 10% im unteren europäischen Mittelfeld.
  • Entsorgung in Müllverbrennungsanlagen (MVA) und Deponien (MBA) ist teilsweise noch in öffentlicher Hand (z.B. Zweckverbände der Kommunen).
  • Die Annahmepreise in MVA liegen je nach Standort bei 55 bis 220 €/t Müll (prognos, 2009; EUWID, 2010; mittlerer „Müllwert“ in Dt.: 130.
  • Das Preisgefälle bewirkt eine Verlagerung auf die billigsten Anlagen, mit zusätzlichen Umweltbelastungen durch Verkehr.
  • Die Kapazität der deutschen Deponien (MBA, MA, MBS/MPS zur Abfallbehandlung nach 30. BImSchV, der Deponieverordnung und dem Anhang 23 zur Abwasserverordnung) betrug 2008 ca. 5,6 Mio. t/a und wird (Schließungen) für 2015 auf 4,8 Mio. t/a geschätzt.
  • Außer Bayern und Baden-Württemberg, die nur 2 Deponien mit geringer Kapazität haben, liegen die MBA Kapazitäten v.a. im Nord-Ost-deutschen Raum (vgl. div. Veröff. UBA, prognos, Euwid u.a.).
  • Das heißt nahezu alle Abfallstoffe und Bauabbruchabfälle die nur deponiert werden können, müssen von Süddeutschland nach Nord-Ost-Deutschland oder nach außerhalb Deutschlands transportiert werden.
  • Etwa 21% der deutschen MBA-Anlagen werden von privaten Unternehmen betrieben, 35% von PPP-Gesellschaften und 44% von der öffentlichen Hand (prognos).
  • Die Annahmepreise in MBA liegen je nach Standort bei 70 bis 230 Euro/Tonne Müll (prognos, 2008; EUWID, 2010; Mittlerer „MBA-Müllwert“ in Deutschland: >120 €/t).
  • Auch hier kommt es aufgrund von Lage und Preisgefälle zu höheren Entsorgungstransporten von Süd nach Nord und West nach Ost.
  • Ersatzbrennstoffverwertung (EBS) Abfälle können auch in Ersatzbrennstoffanlagen (EBS) genutzt werden, wie Zement-/Kalkwerke, Braunkohle-/Steinkohleanlagen.
  • EBS Kapazitäten lagen 2008 bei ca. 3,7 Mio. t/a (Zement-/Kalkwerke 41%, Kraftwerke 38%, Braunkohle-KW 14%, Steinkohle-KW 7%), mit stark steigender Tendenz (in Szenarios 4,9 bis 9,2 Mio. t/a im Jahr 2020).
  • Hauptkapazitäten liegen in N-W-O-Deutschland. Bereits heute wird eine defizitäre Auslastung der EBS vorhergesagt, die durch Importe gedeckt werden soll.
  • Bis 2015 werden 91% der Anlagen privat sein, 3% öffentlich >4% PPP.
  • Annahmepreise in EBS liegen bei 20 – 120 €/t (prognos 2008; mittlerer Wert: ca. 80 €/t).
  • Auch hier kommt es aufgrund von Lage und Preisgefälle zu höheren Entsorgungstransporten von Süd nach Nord und West nach Ost.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.


Hinterlasse einen Kommentar

Nachnutzung: „Nachnutzung hängt wesentlich von den eingesetzten Materialien ab“

230_images
Bild: Holzprodukte in der Sanierung sind optimal recyclingfähig. Altholz ist heute als Sekundärrohstoff so wertvoll, dass bei uns in der Regel kein Altholz mehr deponiert oder in der Müllverbrennung entsorgt wird – im Gegensatz zu vielen anderen Bauabbruch- und Abfallstoffen. (Bild: HvH)

Nachnutzung hängt wesentlich von den eingesetzten Materialien ab.

„Ressourceneffizienz von Anfang“ an ist heute auch für die Nachnutzung essentiell, denn nur etwa 7% der heute in Europa eingesetzten Materialien werden heute recycelt und das obwohl nicht nur Umweltverbände sondern auch viele Spitzenverbände der Industrie immer wieder die Bedeutung des Recyclings für die künftige Rohstoffversorgung anmahnen.

Das liegt vor allem auch daran, dass man sich bereits beim Einsatz der Materialien viel mehr Gedanken über deren Entsorgung oder Nachnutzung machen müsste. Recyclingfreundliche Materialien werden immer noch zu wenig belohnt.

Bereits beim Einsatz müssten diese quasi Pluspunkte bei bestehenden Fördermaßnahmen bekommen können. Hier liegt der Fokus aber beispielsweise in der Bauförderung immer noch lediglich auf dem U-Wert. Dabei wird bisher nicht bedacht: Recylingfähigkeit ist Klimaschutz.

Recylingfähigkeit ist Klimaschutz.

Ein guter U-Wert eines Baustoffes sagt im Sinne der GESAMTEN Klimabilanz entlang des gesamten Lebenszyklzus des Baustoffes nur wenig aus. Ein gutzer U-Wert kann auch mit einem extrem schlechten End-of-use Faktor gekoppelt sein (z.B. WDVS oder EPS Dämmstoffe usw.). Diese Folgen und Kosten für schlechte Nachnutzbarkeit, die sowohl für das Klima als auch die Volkswirtschaft entstehen zahlen wir alle und auch noch nachfolgende Generationen.

Die verstärkte Berücksichtigung der Nachnutzbarkeit des Materials bzw. Produktes von Anfang an, also z.B. bereits bei der Planung eines Gebäudes und die „Belohnung“ des Einsatzes sehr gut recycelbarer Materialien beim privaten und öffentlichen Bau ist – bzw. wäre – optimal klimafreundliches Bauen.

Dies wäre auch im Bereich der Nachnutzung von der EU gewünscht und volkswirtschaftlich immer notwendiger und würde bei diversen Baustoffen (auch den Kunststoffen) die Dringlichkeit der Suche nach Erhöhung der Recyclingkapazitäten deutlich befördern. Dabei wäre jedoch gerade bei den Baustoffen ein umfassender, systemischer, öffentlicher Diskurs wichtig. Bisher wird ei solcehr Diskurs mehr oder weniger nur von wenigen Experten wenig transparent geführt.

 


Die gemeinnützige Initiative Holz von Hier, mit dem gleichnamigen Klima- und Umweltlabel HOLZ VON HIER, hat das Ziel einen Beitrag zu Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz sowie regionaler Wertschöpfung und Verbraucherschutz zu leisten. Das geht, neben politischen Vorgaben, nur über Information und nachhaltige Produkte. Wie Sie das unterstützen können, wie wir gemeinsam hier viel bewegen können und die Ziele ganz konkret umsetzen können erfahren Sie unter „aktiv werden“ bei http://www.holz-von-hier.de


Dieser Beitrag wurde für HOLZ VON HIER verfasst von G. Bruckner und P. Strohmeier.